Heute wird mal etwas hochgestapelt. Zu Hause aber trotzdem, zugegeben mit etwas Müh, umsetzbar. Aber man orientiert sich doch immer nach oben. Hier ist ein Beispiel mit klassischen Elementen, moderner Aufbereitung einer schwer
einzuordnenden Crossover Quisine Küche.

Doch hier ist alles erlaubt, was schmeckt. Es gesellt sich zu dem Loup de mer Carpaccio mit Koriander, eine Jakobsmuschel mit Zitronengrasmousse, Orange und Passe Pierre, meiner geliebten Meerbohnenalge.

ruck zuck“

Von der Sache her, sind es alles machbare Komponenten. Der Loup ist schnell filetiert, gehäutet, anplattiert, mit Koriander ausgelegt und abgeschmeckt, aufgerollt und eingefroren, zack zack. Daran liegt es also nicht.

Die Orange ist ruck zuck geschält und filetiert. Das ist es wohl auch nicht.

zack zack“

Passe Pierre Algen verputzt man im Schlaf und mit Limone und Öl hat man die auch schnell mariniert. Tot macht man sich dabei wirklich nicht.

Nun gut, Zitronengrasmousse kann man toll finden, muss man aber nicht. Geht auch ohne. Finde ich aber mit leckerer. Ist vielleicht die einzige Hürde, weil es ja seine 4 Stunden braucht. Ist hier aber auch kein D- Zug, oder?

Darum darf es jetzt auch keine Ausreden mehr geben. Ran an den Speck.

 

 

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 6 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

9 thoughts on “Fine Dining im Blog

  1. bert007 on 11. März 2012 at 21:04 Antworten

    Ach was… das ist doch garnicht so schwer! Jetzt hör aber auf. In der Zeit des Geschlechterkampfes zwischen Mann und Frau willst Du mir doch nicht erklären, dass wir Köchekerle das besser können als unsere Artgenossen mit dem Doppel-X Chromosom? Streng Dich doch mal an, Sven Elverfeld hast Du doch auch nachgekocht und das hat super geklappt! 🙂

  2. bert007 on 11. März 2012 at 21:05 Antworten

    Muss ich da eigentlich noch ein Rezept für die Mousse hinterher schießen, oder klappt das auch so?

  3. Ilse Landfrau on 12. März 2012 at 10:07 Antworten

    Wirklich fein gekocht, schön geschreiben und hübsch fotografiert. Großes Lob!

    1. bert007 on 13. März 2012 at 18:44 Antworten

      Vielen Dank für das Lob, ich freue mich, wenn`s gefällt!

  4. Gast on 22. März 2012 at 10:13 Antworten

    Oh ja, bitte noch das Rezept für die Zitronegrasmousse!
    Sieht super fantastisch aus!!!

  5. Günther on 29. April 2012 at 16:26 Antworten

    Ok – sieht toll aus… und was sind die schwarzen Brösel drüber ??

    Gruß, Günther

    1. bert007 on 29. April 2012 at 22:57 Antworten

      Danke, Günther! Die schwarzen Brösel sind getrocknete und gehackte schwarze Oliven. Schmecken auch wunderbar auf weisser Schokolade!

  6. flo on 24. Oktober 2016 at 18:41 Antworten

    Hi,
    ich bin durch zufall auf deinem blog gelandet. hierzu erstmals ein rießen kompliment zum blog an sich, als auch zu dem beitrag!
    allerdings habe ich noch eine frage, gibt es von dem zitronengrasmousse ein rezept oder wie hast du das gemacht?
    danke im voraus,
    lg flo

    1. Steffen Sinzinger on 24. Oktober 2016 at 21:17 Antworten

      Hallo Flo,

      vielen Dank für Dein Lob. Das ist hier gut aufgehoben. Leider gebe ich nicht immer zu den Gerichten alle Rezepte heraus. Aber ich bin mir sicher, wenn Du bereits ein Rezept zu einem hellen Joghurtmousse oder einem weißen Selleriemousse besitzt, bekommst Du es leicht mit Zitronengras beim Fond erstellen abgewandelt.

Hier ist Platz für Deinen Senf!