Bei einigen Küchenklassikern schreit es teilweise geradezu nach einer Neuinterpretation, so dass man dann auch nicht mehr umhin kommt, diese anzugehen. Die Variation eines Caprese- Salates ist mit Sicherheit eine der Gerichte, welche relativ oft neu ausgedacht und erfunden werden. Dieser Vorspeisensalat aus Italien bestehend aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl ist in seinen Komponenten denkbar einfach und für jeden leicht finanzierbar.

4x tomate | büffelmozzarella & ziegenkäseterrine | basilikumgelee

Umso größer ist dann die Herausforderung aus diesem oft gesehenen Gericht einen Aha- Effekt zu erzielen.
In dieser Version wird die Tomate auf verschiedenste Art und Weise dargestellt. Sie kommt als Tomatenmarmelade, als konfierte Version, als Kerngehäuse der grünen und der roten Tomate und als Relish. Gepaart wird sie auf dem Teller mit Balsamicogel, Ziegenkäseterrine mit Basilikumgelee, und einem kleinen Büffelmozzarellalaib.
Ein wenig Basilikumöl geben dem ganzen Spiel der Säure noch etwas Harmonie und fertig ist die Caprese 2.0. Für diesen Gang habe ich Euch hier das Rezept der Tomatenmarmelade zusammengestellt.

4x tomate | büffelmozzarella & ziegenkäseterrine | basilikumgelee
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Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun fast 6 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

10 thoughts on “Der Klassiker schlechthin… Caprese v2.0

  1. Schnick Schnack Schnuck on 18. Oktober 2012 at 06:45 Antworten

    En kleines Kunstwerk.

  2. Jens on 18. Oktober 2012 at 11:27 Antworten

    Fast, aber auch nur fast ;), zu schade zum Essen.

  3. Wolfgang on 18. Oktober 2012 at 22:08 Antworten

    Geil, sowas bekomme ich lange nicht hin und bin begeistert

    1. bert007 on 19. Oktober 2012 at 01:40 Antworten

      So schwer ist das nicht!

  4. Günther on 14. November 2012 at 13:47 Antworten

    Hallo, sieht wirklich toll aus… die braunen Scheiben… ist das Brot ?

    Gruß, Günther

    1. bert007 on 14. November 2012 at 17:23 Antworten

      Hallo Günther, vielen Dank! Ja das sind Brotscheiben!

  5. WN on 2. Januar 2013 at 08:14 Antworten

    Ja, Klase. Schon wieder Worte im Bericht deren Bedeutung ich erst suchen mußte. So einladend das Bild auch war, das Übersetzen vermasselt alles. Ich bin Normale Leut. Für die Begeisterung an die McD-Generation wünsche ich einfach mehr.

    Gut ist der Tip für die Tomaten-Marmelade. Das geht. Nur würde ich den Rosmarin in Stengel mitkochen und nachher entfernen. Gehackter Rosmarin ist sehr dominant. Allenfals getrockneter Rosmarin sei erlaubt. Durch den Trockenvorgang verliert er an Aromen.

    Gut auch,der Hinweis:finanzierbar. Das gefällt mir, Also mache ich mir mal die Mühe das Insiderkauderwelsch zu übersetzen. Meine Klientel sind eher Kinder, deren Begeisterung für guten Genuß jenseiits von Tütensuppe geweckt werden sollte.

    Sonnige Grüße

    WN

    1. bert007 on 2. Januar 2013 at 13:41 Antworten

      Hallo „WN“,

      vielen Dank für Deine Anmerkung. Ich habe das Rezept ein weiteres Mal gegen gelesen und kann leider nicht erkennen, bei welchen Wörtern es denn Schwierigkeiten geben sollte. Gut Brunoise kennt nicht jeder, sind aber mit einem minimalistischen Mehraufwand schnell herausgefunden.

      Das Kochen mit Stengeln, gerade bei Kräutern mit so dickem Stil, wie dem Rosmarin, praktiziere ich deswegen nicht, da die Marmelade so bei der langen Garzeit die Bitterstoffe des Stils aufnehmen würde. Auch ist die Dosierung mit fein gehackten Kräutern auch einfacher und der Geschmack verteilt sich gleichmäßiger. Derlei Kräuter in getrockneter Version verwende ich prinzipiell nicht.

      Ich freue mich sehr über Zuspruch von Jedermann, doch spreche ich alle kochbegeisterten Genussliebhaber an, welche auch mal den einen oder anderen Geschmack mit vorheriger Schufterei in der Küche über sich ergehen lassen wollen. Es habe nicht vor jemanden von seiner Tütensuppe wegzuholen, wenn er die so mag.

  6. Karottenkuchen à la “Winter Jack” on 19. Dezember 2013 at 11:25 Antworten

    […] darzustellen, gehört ja zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. So habe ich das ja schon bei Tomate Caprese, bei meinem Latte Macchiato Gang oder auch beim Borschtsch Gericht in der Kategorie […]

  7. […] Das reicht aber noch nicht für eine ausgefallene Speise. Sie ähnelt immer noch zu sehr an „Tomate Caprése“. So geben wir beim Anrichten noch getrocknete als auch eingelegte Oliven, einen Tomatensalat sowie […]

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