Es ist Winterzeit und ich kann Christstollen kaum noch sehen. Auch Dominosteine mag ich von Hause aus nicht, das lasse ich genau wie diese Geleebananen auf jedem Naschteller zurück. Auch die Nachspeisen wirken nach einer gewissen Zeit im Winter immer gleich. Es wird Zeit für etwas Anderes. Eine bekannte Speise mal neuartig darzustellen, gehört ja zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. So habe ich das ja schon bei Tomate Caprese, bei meinem Latte Macchiato Gang oder auch beim Borschtsch Gericht in der Kategorie „…in 4 Gängen“ gezeigt. Heute kommt einmal der Karottenkuchen an die Reihe, und der wird diesmal mit dem „Winter Jack“ etwas weihnachtlicher aufgezogen.

Seit ein zwei Jahren besteht ja wirklich sehr stark der Trend, Gemüse ins Dessert mit aufzunehmen. Das kann man wunderbar mit all den süßlicheren Sorten, wie Petersilienwurzel, Mais, Rote Bete oder auch Karotte sehr gut veranstalten. Der letzte SweetTank, welcher bei Harald Wohlfahrt in der Traube Tonbach stattfand, zeigte neben anderen ein sehr schönes Dessert von Christian Hümbs, welcher die Petersilie auf höchst differenzierte Art dargestellt hatte.

Ich dagegen möchte mich natürlich nicht mit solch großen Künstlern ihres Fachs messen, aber auch nicht meine Dessertkreation mit einem Gemüse als Protagonisten vorenthalten. So wird der oben erwähnte Karottenkuchen natürlich in seiner Urform, als Kuchen serviert. Neben diesem ist die Karotte aber auch noch auf andere Weise vertreten. So gibt es sie als marinierte Scheibe, als getrocknete Variante und als Sud, den ich wegen des Festes auch entsprechend abgeschmeckt habe.

Sauerrahmeis

Zutaten:
400 g Sauerrahm
200 g Milch
100 g Sahne
160 g Zucker
1,8 g Pektin rosé
40 g Limettensaft & Abrieb
etwas Jack Daniels „Winter Jack“ & 43er

Zubereitung:
1. Milch, Zucker, Sahne und Pektin aufkochen
2. Köcheln lassen bis Pektin aufgelöst ist
3. Passieren
4. Den Rest mit der Flüssigkeit mischen
5. In der Eismaschine abdrehen

 

Karottensauce à la „Winter Jack“

Zutaten:
315 g Karottensaft vom Entsaften
160 g Jack Daniels „Winter Jack“
160 g Weißwein
100 g Wasser
1x Sternanis, 10x Pfefferkörner,
3x Pimentkörner , 2x Lorbeerblätter,
Vanillemark einer Vanilleschote

Zubereitung:
1. Alles miteinander aufkochen
2. Ziehen lassen
3. Nochmals erwärmen
4. Passieren
5. Abwiegen
6. Pro 1 l Fond mit 6 g Xanthan abbinden

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Karottenkuchen à la „Winter Jack“

 

Karottenscheiben, eingelegt

Zutaten:
1 Karotte in dünne Scheiben aufgeschnitten
100 g Karottenfond (ungebunden)

Zubereitung:
1. Den Fond aufkochen
2. Über die Karottenscheiben geben und auskühlen lassen

 

Limetten- Mascarponecreme

Zutaten:
100 g Mascarpone
80 g Speisequark
Abrieb und Saft 1 Limette
Zucker

Zubereitung:
1. Den Mascarpone mit dem Speisequark verrühren
2. Den Abrieb der Limette mit dem Saft zugeben und ebenfalls unterrühren
3. Mit dem Zucker abschmecken

Karottenkuchen a la Winter Jack (2)
„Karottenkuchen à la Winter Jack“

Auch wieder mit dabei sind meine geliebten selbst getrockneten Weintrauben (ich liebe meinen Dörrautomat), eine Limetten- Mascarponecreme, Sauerrahmeis und Atsina Kresse. Das sind gute Voraussetzungen also um die Gäste mal mit einem Dessert der anderen Art zu verzaubern. Ich wünsche Euch allen ein Frohes Fest!

 

 Anm. der Red.: Dies ist ein gesponserter Post.

 

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 6 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

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