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Time to say:”Thank you & Goodbye”


Es wird Zeit, Abschied zu nehmen. Heute ist mein letzter Tag bei meiner derzeitigen Wirkungsstätte. Das wird sicherlich ein schwerer Gang, auch wenn ich ihn mir selbst so ausgesucht habe. Mehr als zweieinhalb Jahre habe ich federführend die Karte im Restaurant Le Faubourg im Berliner Concorde Hotel gestaltet und dessen grandioses Team führen dürfen. Viele viele Jahre arbeitete man auf den Moment zu, ab dem man als Küchenchef endlich in der Lage ist, die Dinge so umzusetzen, wie sie einen nicht selten in vielen durchtriebenen Nächten in den Sinn kamen. Die Möglichkeit, sich seinen eigenen kulinarischen Stil zu entwickeln, war mir hier gegeben. So etwas braucht Vertrauen und Unterstützer.

Diese beiden wesentlichen Elemente waren mir im Hôtel Concorde die gesamte Zeit über gegeben. Vom ersten Tag an war ich angehalten, alle bestehenden Konzepte zu hinterfragen. So entstand nach und nach eine Dynamik im Team, die es uns ermöglichte viele tolle Gerichte auf den Weg zu bringen. Mit dem Projekt der „Collection Culinaire“ schufen wir zudem für den Gast eine kleine gastronomische 5- gängige Reise, die auch gerne angenommen worden ist. Man war jeden Monat aufs Neue angespornt, innovative Impulse zu setzen. Regionalität und vor allem Saisonalität waren für uns selbstverständlich und eigentlich nicht erwähnenswert, gehört es doch zum Standard. Wir wollten durch die geschmacklichen Reize den Gast zum Wiederkommen zwingen, mit der Prämisse, aus einfachen und bodenständigen Produkten, den Überraschungsmoment zu schaffen. Ein solches Arbeiten hat mir immer sehr viel Freude bereitet.

Ich nutze nun dieses Podium ausnahmsweise, um mich von ganzem Herzen bei allen ach so fleißigen Mitarbeitern /-innen zu bedanken. Eine bessere Unterstützung als junger Küchenchef kann man nicht bekommen. Mit Eurer Persönlichkeit und dem Drang es immer wieder etwas besser machen zu wollen, habt Ihr einen für mich unvergesslichen Ort geschaffen. Es gab mit Sicherheit einige Tiefen (Silvester 2011) aber dafür um so mehr Höhen (Silvester 2012 & 2013 – Ich war selten zur Jahreswende Teil in einem so gut organisierten Restaurantbetrieb und wusste in meinen bisherigen Wirkungsstätten nicht mit Bestimmtheit, dass man 22:30 Uhr mit dem „Schicken“ so ziemlich durch ist). Respekt!

Ein großes Dankeschön gebührt natürlich zu allererst der Direktion, vertreten durch Herrn Colmorgen und Herrn Ketterer, welche mir das Vertrauen schenkte. Auch die Küchendirektion war in Form von Herrn Tornauer und Herrn Horn mit erstklassigen Bestreitern ihres Fachs vertreten. Merci!

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Auch darf unter den Erwähnten mein direkter Souschef nicht fehlen. Herr Mielke hat sich durch seine absolut kompromisslose Loyalität und fachliche Versiertheit sehr schnell zu einem sehr würdigen Stellvertreter gemausert, bei dem ich nie einen Zweifel hatte, dass er während meines Urlaubes die Geschehnisse nicht fest im Griff hatte, ganz im Gegenteil. An Menschen wie ihm merkt man dann sehr schnell, wie wertvoll ein guter 2. Mann für das Team ist, ohne einen solchen hat es der Chef, aber vor allem auch die Mannschaft, nur sehr schwer.

Einige Kollegen begleiteten mich die komplette Zeit, was ja in der Küchenwelt nicht immer selbstverständlich ist. Vielen Dank also auch an Eike Rößßßler, der nun schon zum zweiten Male an meiner Seite wirkte. Patrick Fanselow, für die unzähligen Überstunden, die ohne Mucks angegangen worden sind. Daniel Veit, der Silvester immer irgendwie alles macht. Benjamin Finder, Hendrick Ziolkowski und Frau Ließ, die als Mutter von Zwillingen einen beachtlichen Job hinlegt. Norman Mark, ich hoffe Deinem Arm geht es wieder besser. Jannis Friesel und Raimund Ertel, so schlecht war die Aufteilung im Büro doch garnicht.

Fehlen darf natürlich erst recht nicht das gesamte Service- Team, das erst unter Herr Flasdieck und später mit Herrn Skala als Team- Leader den Gästen als auch uns
(vielen Dank für die vielen koffeinhaltigen Heißgetränke!) viele sehr unterhaltsame Stunden, Harmonie und erstklassige Arbeit bescherten.

Auch geht mein Dank an die beste Personalabteilung der Welt. Frau von Thadden und
Herr Günther sind da wirklich einsame Spitze in dem, was sie tun und sympathisch obendrein! Auch unbedingt genannt werden muss hier Rebecca & Kai (Roomservice Dream Team), Sam (mein Name ist Steffen und nicht Stefan), Anja & Special „K“ und zu guter Letzt die gesamte Techniker- Mannschaft, die stets Geduld und Ausdauer mit unseren täglichen „Mätzchen“ bewiesen haben.

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“Ich bin dann raus!”

Wenn man sich bei allen bedanken muss, fällt mir auf, dass es enorm vieler Hände bedarf, um solche beachtliche Leistung erst zu ermöglichen.

An alle auch hier nicht genannten Kollegen geht ein großes Dankeschön. Es war mir ein Fest. Für die weiteren Jahre wünsche ich dem Hause in allen Lagen ein glückliches Händchen und weiterhin so tolle Mitarbeiter.

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit 4 Jahren ein passionierter Foodblogger. Er ist in der deutschsprachigen Bloggerszene ein fester Bestandteil und spricht sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an. Neben der "Berliner Speisemeisterei" betreibt er zudem die gastronomischen Seiten sternekocher.de und kochbuchecke.de.

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One Respond

  • Thea on 10. Januar 2014, 14:04:08

    Und wohin geht die berufliche Reise jetzt? Egal wohin, von mir alles Gute für die neuen Pläne und auf Weiterlesen…

    Antworte Thea

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