Also hier kommt das erste Projekt daher, und es ist nicht einfach vernünftig zu kochen und dabei das Ganze einigermaßen als Foto festzuhalten, speziell wenn man die wichtigen Schritte immer anpassen muß. Nächstes mal werde ich das vorher mehr konzeptionell ausarbeiten.

Das Gericht entstand natürlich auch in gewisser Weise nach saisonalen Gegebenheiten. Da ich aber weißen Spargel aus beruflichen Gründen nicht mehr sehen kann, und ich Grünen fast mehr mag, und ausgerechnet auch noch welcher über war, entschied ich mich für ein leichtes Geflügelgericht mit grünem Spargel.


Dafür landete im Warenkorb:

  • 2 x Hähnchenbrüste
  • 2 x Scheiben Kochschinken
  • 2 Scheiben Goudakäse
  • 500 g grüner Spargel
  • 100 g Risottoreis
  • 300 ml Geflügelfond
  • 1 x Zwiebel
  • 1 x Zitrone
  • 5 x Strauchtomaten
  • 4 EL Paniermehl
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Weißwein, Olivenöl, Parmesan

Zubereitet wurde wie folgt:

  1. Wir fangen mit der Schmelze an. Dafür Paniermehl, Abrieb einer Zitrone, 2 EL Olivenöl, und 1 EL gehackte Petersilie in eine Schüssel geben und vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.
  2. Den Spargel vom trockenen Stielende befreien und ab der Hälfte an schälen und in gesalzenem Wasser blanchieren und danach abschrecken. Abtropfen und die Spitzen gleichlang abschneiden und den Rest der Stiele in 5 mm Scheiben klein schneiden, dabei 6 Stiele aufheben.
  3. Die Tomaten vierteln und vom Kerngehäuse befreien.
  4. Der Hähnchenbrust vorsichtig eine Tasche einschneiden und aufklappen. Jeweils eine Scheibe Gouda und Kochschinken übereinanderlegen und drei Spargelstangen darin aufrollen. Diese Rolle nun in die Tasche legen und wiederum aufrollen und mit einem Holzstäbchen fixieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und in der Pfanne vorsichtig anbraten und zum Garen in den Ofen bei 160 ° C backen.
  5. Für das Risotto eine Zwiebel schälen und in feine Würfel zerkleinern und zusammen mit dem Reis in einen Topf mit Olivenöl farblos anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und den warmen Geflügelfond nach und nach unter gelegentlichem Rühren zugeben. Dabei mit Salz, Pfeffer und dem Saft der Zitrone abschmecken (*1). Kurz vor Schluß den geschnittenen Spargel und Tomaten zufügen. Nun vom Herd nehmen und Butterflocken hinzugeben & etwas geriebenen Parmesan unterrühren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  6. Die Schmelze erwärmen und auf die Roulade geben, diese halbieren und zusammen mit dem Risotto auf einem Teller anrichten.
  7. Fertig.

Schwierigkeitsgrad: Mittel Erforderliche Zeit: ca. 1 Stunde Kosten: Mittel

(*1) Mir ist bewußt, daß man eigentlich für ein Risotto eine Schalotte und statt Zitrone besser eine Limette verwendet, aber aus Kostengründen wende ich hier und auch sonst im privaten Bereich die Lebensmittel an, die primär Ihren Zweck erfüllen und zudem meist noch erschwinglich sind.

So ich hoffe, dass dies bei Euch dazu führt, das eventuell auch auszuprobieren, ich werde nächste Woche wieder was zaubern und verbleibe bis dahin…

PS: Vorschläge zu bestimmten favorisierten Gerichten sind natürlich gerne willkommen.

Rezept

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Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

One thought on “Cordon Bleu mal anders…

  1. […] Cordon Bleu mal anders… […]

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