Klingt ja erstmal gut bürgerlich, ist aber wunderbar leicht und genau das Richtige für einen angenehm warmen Sommertag wie dieser. Ist auch schnell gemacht, insofern gibt es da auch die Möglichkeit zu sagen super schnell, super lecker & super schön. Wobei ich mir heute von meiner Liebsten vorhalten lassen mußte, dass meine fünf Minuten immer eine halbe Stunde seien und aus angesagten 60 Minuten immer öfter auch mal 120 Minuten werden. Ich hoffe, dass dann meine “objektiven” Zeitangaben in den Rezepten was taugen. Wenn nicht, dann habt Ihr ja jetzt so ungefähr eine Ahnung, mit welchem Faktor Ihr da heran gehen müßt.

Wir bereiten heute ein Tatar von geräucherter Forelle mit Roter Bete (->Fuchsschwanzgewächs) zu und obendrauf gibt es marinierter Gurkensalat.

Quelle: Eigene Kreation

Zutaten:

  • 200 g geräucherte Forelle
  • 100 g Schmand
  • 1 Schalotte
  • 1 paar Scheiben Graubrot
  • 4 x Stück Rote Bete
  • 1/2 Gurke
  • 2 EL Speisestärke
  • etwas Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Zucker, Kümmel
  • 1 Bund Dill
  • 1 Limette
  • Olivenöl

Zubereitung:

  1. Den geräucherten Fisch von Haut und Gräten trennen und in 5 mm starke Würfel schneiden. Den Schmand in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abgeschmeckt glatt rühren. Die Würfel zugeben und eventuell nachschmecken.
  2. Die Rote Bete waschen. Wasser in einem Topf aufkochen und Salz und etwas Kümmel zugeben. Die Rote Bete darin abkochen, bis diese kaum noch Biß hat und abschütten. Etwas von dem Wasser aufbewahren. Wenn die Rote Bete etwas abgekühlt ist, schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Dabei die Abschnitte aufheben und in den aufgehobenen Fond geben. Diesen erneut erhitzen und mit Salz, Pfeffer, Muskat & Zucker sowie einen Spritzer Essig abschmecken. Passieren, und erneut aukochen und der mit kaltem Wasser angerührten Speisestärke zu einer sämigen Sauce abziehen. Die Würfel der Roten Bete zugeben, beiseite stellen und abkühlen lassen.
  3. Einen Teil der Gurke in Scheiben schneiden. Der Rest wird geschält und in 5 mm starke Scheiben geschnitten. Bis auf das Kerngehäuse werden diese nun in gleichmäßige Würfel zerkleinert. Mit  Olivenöl und dem Essig marinieren und abschmecken. Gehackten Dill zugeben und beiseite stellen.
  4. Das Graubrot in Scheiben schneiden und in die gewünschte Form bringen. Dann entweder in einer Pfanne mit sehr wenig Öl und mittlerer Hitze rösten bzw. im Toaster bräunen.
  5. Alle Komponenten nun nach eigenem Ermessen anrichten. Hat die Rote Bete noch einige junge Blätter, so kann man diese auch kurz vorm Anrichten durch die Gurkenmarinade “ziehen” und zum ausgarnieren verwenden.
  6. Fertig!

Bis zum nächsten Mal.

PS: Ja ich weiß, was jetzt wieder kommt: “Wieso richtet der denn auf einem Stein an, davon kann man doch eh nicht vernünftig essen.” Aber ich stehe da jetzt einfach mal drüber. Ich find`s schön! 🙂

Rezept


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Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

2 thoughts on “Was Geräuchertes, ein Fuchsschwanzgewächs & Gurke

  1. Andreas on 19. August 2010 at 23:03 Antworten

    Tolle Fotos…. ganz mein Geschmack… natürlich auf die Speisen :-), da komme ich gern wieder… abonniert!

  2. […] kommt der dritte und vorletzte Akt des absolut trendigen Fuchsschwanzgewächses. Rote Bete ist und bleibt fast das ganze Jahr hindurch ein gerne eingesetztes Gemüse. Hatte es im […]

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