Ich mußte kurzerhand den Wochenplan etwas umstellen. Eigentlich hätte ja heute ein Gericht mit Crèpes und Forellenbirne veröffentlicht werden sollen, aber das wurde aufgrund dessen erstmal auf den Sonntag verschoben. Ich bin mir wieder sicher, Ihr seht mir auch das nach. Danke!

Außerdem geht jetzt gerade auch die Zwetschgenzeit so langsam aber sicher vorüber, sodass auch kaum noch Möglichkeit wäre, dieses hier aus Frischen nachzukochen. Ich habe zwar auch schon Erfahrung im Konfitüreherstellen mit tiefgerohrenen Früchten, aber das ist nicht das Gleiche. Da fehlt mir dann doch die Nähe zum Produkt und das vorherige Waschen, Putzen & Schneiden. Und das Naschen ist bei so tiefgekühlten Beeren und Steinobst eh nicht so lecker. Igitt igitt.

So soll es sein, letzte Woche habe ich ja schon beschrieben, wie das mit der Aprikosenkonfitüre funktioniert. Bei der Auswahl des Gelierzuckers gibt es im Supermarkt oder Laden Eures Vertrauens ja so einiges zu beachten. Am längsten haltbar (bis zu 2 Jahre) und dafür aber am süßesten ist der Gelierzucker 1:1. Bei diesem Gelierzucker ist zu berücksichtigen, dass im Gegensatz zum Gelierzucker 2:1 & 3:1 nur der Zucker als Konservierungsmittel dient. Der fehlt zwar nicht bei den anderen Beiden, doch ist dieser im Verhältnis zum Fruchtanteil geringer, deswegen dient zusätzlich als Konservierungsmittel Sorbinsäure. So ist die Konfitüre oder Marmelade 1 Jahr lagerfähig.

Es wäre auch möglich auf Agar Agar oder Johannesbrotkernmehl zurückzugreifen, selbst habe ich dies aber noch nicht ausprobiert. Auch müssten Konfitüren dieser Machart eher schnell verzehrt werden.

Eklärt habe ich die Herstellung die letzten Male im Automaten, so soll dieses die Version auf dem Herd werden.

Ich habe also folgendes genommen:

  • 1 kg Zwetschgen
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • Abrieb und Saft von 1 x Zitrone
  • Abrieb und Saft von 1 x Orange
  • 1 x ausgekratzte Vanilleschote
  • Tonkabohne (“Ich liebe ja Tonkabohne, ist bestimmt schon aufgefallen”)
  • 1 x Messerspitze Lebkuchengewürz

Zubereitung:

  1. Die Zwetschgen abwaschen, abtrocknen und halbieren sowie den Stein entnehmen.
  2. Einen breiten Topf nehmen und die Zwetschgen mit dem Zucker und dem Saft einer Zitrone vermengen.
  3. Dazu jetzt die restlichen Zutaten geben und unter Rühren auf der höchsten Stufe zum Kochen bringen.
  4. 5 Minuten köcheln lassen.
  5. Jetzt die Gelierprobe machen, indem man etwas abnimmt und auf einen kalten Porzellanteller o.ä. streicht. Zieht diese an dann ist Sie fertig. Sollte Sie noch zu flüssig sein, dann  noch etwas einkochen lassen.
  6. Ausgekochte Gläser nehmen und diese mit der Konfitüre abfüllen. Dabei gleichmäßig den Fond verteilen. Dabei aufpassen, dass der Rand sauber bleibt.
  7. Diese Gläser am besten 10 Minuten geschlossen in einem Topf mit Wasser abkochen, herausnehmen und auf dem Deckel auskühlen lassen.
  8. Beschriften, verräumen, fertig!

Rezept

Flattr this

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

2 thoughts on “Zwetschgenkonfitüre

  1. Andreas on 1. September 2010 at 23:39 Antworten

    Oh Gott, ich habe diess Jahr noch keinen Zwetschenkuchen vom Blech gemacht, so schönen mit Hefe… und knusprigern Butterstreuseln. Samstag ist Markt, da muss ich hin…

    1. bert007 on 2. September 2010 at 23:11 Antworten

      Na dann aber schnell!!!

Leave a Comment

Your email address will not be published. Marked fields are required.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.