Das Resumée des vergangenen Jahres ist für mich als eigentlich noch taufrischer Blogger positiver als eigentlich erwartet ausgefallen. Ich habe beim Erschaffen dieses Blogs mich ja, wie denke ich 95 % aller Food- Blogger, vom Blockbuster Julie und Julia inspirieren lassen und war dabei von der Hauptfigur und ihrer vermeintlichen Leichtigkeit fasziniert, mit der die porträtierte Heimköchin das Rezeptbuch der französischen Profiköchin Tag für Tag auseinander nimmt und dabei mit Sicherheit viel aufgibt, aber zum anderen sich stets und ständig neuen logistischen aber auch handwerklichen Herausforderungen stellen muss, welche das eigene und stets suboptimal ausgerüstete zu Hause nun mal mit sich bringt. Dass sie dabei alles mit Hilfe ihres Blogs in einer Art einjährigem Tagebuch aufarbeitet, grenzt nun nach selbst gemachter Erfahrung für mich fast an absoluter Unmachbarkeit, jedoch belehrt mich Andreas stets eines besseren. Er legt in seiner Welt ein nur schwer haltbares Schlagtempo vor, was für mich so gar nicht realisierbar ist. Trotzdem galt es für mich zuerst einmal die richtige Spur, also die geeignete Oberfläche und auch die Art & Weise des Herantretens an den eigentlichen Leser zu finden. Große Inspirationsquelle war und ist da für mich der Blog von Nicole Stich namens “Delicious Days”. Jedem Blogger ein Begriff und da gute Fotos für mich ein Muss sind, war ich dort sowieso bei der richtigen Adresse.

 

Und wenn dann auch noch der Blog dabei behilflich ist Wettbewerbe zu gewinnen, wird die Angelegenheit dadurch nur abgerundet.

Ich hoffe, all das entwickelt sich weiter so gut und dass es mir möglich ist, weiterhin in der bis jetzt gelebten Regelmäßigkeit Beiträge hier bereit zu stellen. Man möge mir aber den einen oder anderen Aussetzer verzeihen.

Auch packe ich hiermit gerne die Gelegenheit beim Schopfe und möchte mich bei folgenden Personen bedanken…

…Astrid

Nicht zuletzt für das angesprochene Schlauch- Experiment mit dem Lachs, sondern für die vielen lustigen Konversationen, welche nicht immer nur rein genußtechnisch waren, deswegen ist sie eine meiner Liebsten unter den geschätzten “Kollegen”

…Simone

Für die tollen Tortellini & Ravioli, welche Du bei uns gezaubert hast. Es wird mal wieder Zeit, denke ich.

…meiner Mutter & Hans- Joachim

Für die tolle Ware aus eigenem biologischem Anbau, welche Ihr uns stets frei Haus zukommen läßt. Eigentlich müsstet Ihr auch mal was mitkochen.

…Peggy

Für das Interesse an meinem Blog und der Person dahinter, und ich freue mich schon aufs Gespräch im  nächsten Jahr.

…Florian

Für die eigentlich doch regelmäßige Unterstützung und helfende Hand hier und da. Und verzeih es mir bitte, wenn der Blog hier eine nicht allzu politische Richtung einschlägt.

…Vivi (“Bessere Hälfte”)

Für die Geduld, die Du all die Zeit mit mir hast, und dass Du mich gewähren und ab und zu auch kurz vor dem Essen das ein oder andere Blitzlichtgewitter über Dich ergehen lässt. Dir gilt wohl der meiste Dank. Ich hoffe die Erzeugnisse wiegen einen kleinen Teil der Strapazen wieder auf.

Zu guter letzt gibt es noch anzumerken, dass ich dieses Jahr wohl keinen weiteren Rezeptbeitrag  mehr schaffen werde, da ich die wenig verbleibende Freizeit in diesem Jahr voll und ganz meiner Familie widmen werde. Aber vielleicht reicht es ja noch hier und da für einen kurzen Dreizeiler. In jedem Falle lesen wir uns nächstes Jahr wieder.

Paßt auf Euch auf, Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch wünsche ich Euch allen.

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Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

7 thoughts on “Best of "Berliner Speisemeisterei" 2010

  1. KSM on 14. Dezember 2010 at 10:25 Antworten

    Ich hatte es versprochen. Der Kommentar – erfolgt allerdings im neuen Jahr! Eine umfangreiche Seite, die in ihren mannigfaltigen Facetten erst ausgekostet werden will…
    Zuvor möchte ich aber noch, nachdem Graf von Krockow möglicherweise bereits verschlungen ist, eine weihnachtliche Empfehlung an den werten Herrn Koch vermitteln – um die unerschöpfliche Wissbegierde zu stillen – mal ein Buch, dessen Klappentext die großartige Variete dieser wunderbar bebilderten Seite beschreibt: Martin Kluger – “Der Koch der nicht ganz richtig war”, Du Mont Literatur und Kunst Verlag.

    In diesem Sinne, ein besinnliches Weihnachtsfest – wobei die Feiertage sicherlich vielmehr hinter dem Herd verbracht werden.

    Grüße!

    1. bert007 on 15. Dezember 2010 at 01:05 Antworten

      Bis ich hier rausgefunden habe, um welche Person es denn hier mit dem Kürzel “KSM” geht, ist schon etwas Zeit vergangen. Ich bin dann aber doch darauf gekommen und sehe Dir das natürlich nach. Ich hoffe doch, dass das Buch mich nicht enttäuschen wird. Den Titel nehme ich jedenfalls erstmal nicht persönlich! 🙂

      Auch schöne Grüße zurück und besten Dank für die Blumen.

  2. Andreas on 14. Dezember 2010 at 21:46 Antworten

    Der Zufall kann manchmal ein guter Freund sein. Dank meiner Projektlage konnte ich dieses Jahr viel Zeit im Hamburg verbringen. Dies habe ich sehr genossen und nur so konnte ich meiner Leidenschaft mal so richtig freien Lauf lassen. Ich habe viele neue und spannende Entdeckungen machen können und dein Blog gehört definitiv dazu, allein schon wegen der enormen Bildqualität… also auf ein neues Jahr!

    1. bert007 on 15. Dezember 2010 at 01:11 Antworten

      Ja das nächste Jahr verspricht einem so einiges. Vielen Dank für Dein Lob. Hamburg ist eine schöne Stadt!

  3. bert007 on 15. Dezember 2010 at 01:10 Antworten

    Ich möchte dennoch anmerken, dass lediglich der Inhalt des Pflaumenglases hier den Besitzer gewechselt haben. Über das Glas und dessen Rückführung müssen wir auf jedenfall noch reden, da gibt es dann bestimmt einen Refill- Service… ist die eigentlich schon alle?

    Der Strauß sei Dir aber dennoch selbstredend gegönnt, der wurde Dir aber nicht so einfach aus dem Publikum zugeworfen, macht sich bei solch einem Glas auch irgendwie nicht so gut.

    Ja die Melitta Mode ist natürlich nicht zu verachten, das hatten wir ja schon. Bin aber nicht so richtig über die momentane Salonfähigkeit bei öffentlichen Empfängen und Dinners informiert. Denke, dass es da eventuell noch Schwierigkeiten geben wird.

  4. multikulinaria on 16. Dezember 2010 at 09:09 Antworten

    Danke für die Platzierung auf deiner Jahresrückblick-Couch! Fühle mich gebauchpinselt…
    Die Freude auf’s Gespräch (und wer weiß was noch draus wächst) beruht übrigens auf Gegenseitigkeit.
    Dir und deiner blitzlichtumwitterten Familie wünsche ich eine gut bekömmliche, genussvolle Weihnachtszeit.
    Wir sehen uns…

    1. bert007 on 17. Dezember 2010 at 00:58 Antworten

      Vielen Dank für die Weihnachtsgrüße und das Kommen, ich bin ja guter Dinge, dass der ein oder andere geladene Gast noch erscheint und sein Statement preist. Dir auch noch ein schönes Adventsbacken. Bis bald…

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