Aktuelle Ereignisse lassen mich immer wieder dazu verleiten, diese auch in diesem Blog heran zu nehmen und Euch davon zu berichten.

Geschmacksverirrung durch Pinienkerne

Ich habe seit unfassbar zwei langen Tagen eine meiner schlimmsten Geschmacksstörung, um nicht zu sagen die Schlimmste, welche ich jemals erfahren durfte. Das Fatale daran ist wohl der immer noch andauernde Zustand. Es ist ein unsagbar bitterer und metallischer Geschmack, welcher mir beim Genuss bei jeder von mir eingenommenen Speise & Getränke den Gaumen derart zusammenziehen lässt, dass man es gar nicht mehr ertragen möchte. Erst hatte ich den Gedanken an verdorbene Lebensmittel. Ich entsorgte vorsichtshalber vieles schon prophylaktisch.  Am Ende stellte sich heraus, dass das für die Katz war.

Ich bemühte mich am zweite Tag einer Internetrecherche. Die ist normalerweise eigentlich das letzte aller Mittel, da sie bei betroffenen Menschen mit leichtem Hang zum Hypochonder einen sehr häufig die schlimmsten Krankheiten diagnostizieren lässt. Zum Glück stellte sich aber ein weitaus harmloserer Befund ein. Es handelte sich um eine Geschmacksverirrung, welche in der Ursache durch den Verzehr der asiatischen Korea- Kiefer (asiatische Pinienkernsorte) zurück zu führen ist. Für jemanden wie mich, welcher stets genau wissen möchte, wenn der Körper nicht so funktioniert, wie er es doch eigentlich sollte, war das ein große Erleichterung. Und in der Tat stellte sich heraus, dass ich erst kurze Zeit vorher solche auf Arbeit genossen hatte.

Jetzt heißt es nur noch abwarten und hoffen, dass der Normalzustand sich hoffentlich zeitnah wieder einstellt. Dass das Ganze mehrere Wochen dauern kann, verdränge ich bisher mit Erfolg. Und leckere Rezepte brauch ich für den Eigenbedarf erstmal nicht mehr herstellen,… nicht bei diesem Nebengeschmack.

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p style=”text-align: left;”>PS: Was mich jetzt interessiert ist, hattet Ihr auch bereits solch eine Erfahrung? Wenn ja welche und hattet ihr am Anfang auch sämtliche Zahnpasta des Haushalts verbraucht?

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

5 thoughts on “Bitter, bitterer, Pinienkerne!

  1. gruenes on 3. März 2011 at 10:34 Antworten

    Danke für den Beitrag! Dann kamen diese Anfälle von bitterem Nachgeschmack in der letzten Zeit vermutlich von den vorher genossenen Pinienkernen. Bei mir war das zum Glück nicht sehr ausgeprägt. Ziemlich kurze Zeit nach dem Essen und dann hielt sich das auch nur ein paar Stunden. Deswegen hab ich mir da auch keine weiteren Gedanken gemacht. Aber schon unangenehm in dem Moment. Werde den Rest Pinienkerne verbannen…

  2. Sophie on 10. März 2011 at 11:29 Antworten

    Wo kaufst du denn bitteschön deine Pinienkerne? Also meine kommen aus Italien, da kann eigentlich nix schief gehen. Okok, ich leide mit dir, sowas ist nicht schön. Vielleicht hilft Milch als „Neutralisator“? Aber ich schätze, du hast schon alles durchprobiert. Ich bin momentan auch etwas appetitlos, was allerdings nicht an Lebensmittel„vergiftung“, sondern am Sportausfall dank Bänderzerrung liegt.

    1. bert007 on 11. März 2011 at 10:46 Antworten

      Wie schon gesagt,es handelte sich um asiatische Importe, welche an meinem Arbeitsplatz eingesetzt werden. Das ist also ein Arbeitsunfall. Milch trinken hat auch nichts geholfen. Einzig und alleine das Aussitzen ist mir geblieben, aber nach vier Tagen war es dann auch vorbei.

  3. […] geröstete Pinienkerne (bitte nicht aus Asien!) […]

  4. Elemente | Berliner Speisemeisterei on 29. März 2011 at 00:37 Antworten

    […] by bert007 | 2 Comments | Elemente, Periodensystem ← Was war zuerst da? Ei(n)Soufflée dass nicht so rumzickt → […]

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