Werbung-grauFür diesen Beitrag, der sich ausschließlich um Produkte aus dem Hause Delinero dreht, muss man in der Lage sein, auch mal ungewöhnlich essen zu können. Denn die Delinero Box des Monats Juli beinhaltet nicht Leckereien und Schmackhaftes aus dem südeuropäischen Raume. Nein, es geht heute in den rauen Norden. Der Postbote bringt uns schottische Waren. Dass es auf der Insel keine anständige Küche gibt, ist ein hartnäckiges Klischee, welches sich hierzulande wacker hält. Da gilt es nachzuhaken!

Hier will man mich vom Gegenteil überzeugen, ich bin gespannt, ob das so funktionieren kann. Beim Öffnen der sehr vorsichtig gepackten Sendung, fällt mir nach dem ersten Marmeladenglas gleich eine Kühlbox in die Hände. Die mit ausreichend Kühlakkus verstaute Kiste beherbergt einen sogenannten “Auld Reekie”, Aufschnitt vom geräucherten Reh und “Findlay`s Haggis”. So etwas gehört natürlich weiterhin gekühlt, also kommt es sofort in den Kühlschrank.

Der inhalt der Foodbox
Der Inhalt der Foodbox

Beim weiteren Betrachten des Inhaltes entdecke ich noch Knabbereien, wie die “Orkney Butter Shortbread Biscuits”, “Original Oaties” und noch so einige andere Delikatessen. Da ich der schottischen Kochkunst nicht ganz so mächtig bin, taten sich mir zuerst so einige kulinarische Fragezeichen auf. Umso erleichterter war ich, als ich das Kuvert mit umfassenden Informationen und Beispielrezepten fand. Dinge wie die Lemon Curd habe ich natürlich schon selbst hergestellt, mich interessiert, wie diese hier schmecken wird. Nach dem ausführlichen Studieren des Booklets habe ich mich dafür entschieden, für die Verkostung ein Frühstücksset, eine „Teatime” und eine „Knäckebrotzeit” anzurichten. Für mich sind die dafür bereitgestellten Speisen ideal.


So beginnen wir mit dem Frühstück. Der Schotte von Welt genießt da sein traditionsreiches Porridge. Diese typische Arbeitermahlzeit kann heute zu einem eher ungewöhnlichen Haferbrei geupgradet werden. Wir sind nämlich ebenso im Besitz von einem “Scotch Whisky Syrup”, der sogar mit 4,8 % Vol. ausgestattet ist. Das nenne ich mal ein schottisches Frühstück, der einzigartigen Natur. Weiter später am Tage, nämlich pünktlich um 5 Uhr, gibt es für das Volk von der Insel natürlich noch die Teatime. Hier tischen wir als Teegebäck die mitgelieferten Hafercracker als auch die „Orkney Butter Shortbread Biscuits” auf. Beide Kekse passen ideal zu der Lemon Curd und der handgemachten „Whisky Marmelade”. Und diese hat den Namen wirklich verdient, besteht sie doch zum Großteil aus Orangen. Kombiniert mit dem Whisky besitzt sie einen richtig eigensinnigen süß-herben Geschmack. Im Kontrast zur süß-sauren Lemon Curd gibt das in jedem Fall ein spannendes Gesamterlebnis.

 Die schottische "Knäckebrotzeit"
Die schottische “Knäckebrotzeit”

Zur späten Abendstund` darf natürlich auch nicht der kulinarische Abschluss fehlen. Es wird zur Brotzeit gebeten. Hier verbinde ich die gelieferten Artikel mit einem dünnen Knäckebrot, damit der Belag in Form eines Aufschnitts vom geräucherten Rehschinken vollkommen zur Geltung kommt. Auch hier spielt der Whisky schon wieder eine Rolle, wurden doch die Fleischteile nicht über herkömmlichem Eichenholz sondern über alten Whiskyfässern geräuchert. Geschmacklich tip top, so gut, man sollte sie besser alleine essen. Der Käse steht dem Rehschinken in Sachen Rauch- und Whiskyaromen in Nichts nach. Der „Auld Reekie” kommt aus der Region um Edinburgh und erhält dort sein unverwechselbares Finisch von Holz und Whisky. Vielleicht ist er für den einen oder anderen ein wenig zu würzig, für Freunde von charakteristischen Käsesorten aber sicherlich ein Hochgenuss.


Ausgestattet mit solch einem Repertoire an schottischen Spezialitäten fehlt eigentlich nur noch der Schottenrock und die Einbürgerung ist gemacht. So wünsche ich allen Empfängern dieser Box viel Spaß mit dieser gastronomischen Stippvisite und allen anderen kann ich nur empfehlen, dem oben erwähnten Schubladendenken eine Probe aufs Exempel zu gewähren.

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

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