Werbung-grauIch berichtete Euch ja vor einigen Wochen vom ersten Probekochen auf einem bevorzugten Porzellan, welches ja dafür ebenso sorgfältig ausgesucht werden möchte, wie das Menü selbst. Damals richtete ich die Speisen auf der Craft- Serie im Retro- Look an. Es war ja der erste Test zusammen mit Party Rent. Diese Linie war schon ganz nach unserem Geschmack, sie wird mit Sicherheit in die engere Auswahl einbezogen.

Beim zweiten Test wählen wir ganz bewusst mal ein modernes Porzellan. Die Rede ist von der Edition „Marés“ aus dem Hause „Vista Alegre“. Diese portugiesische Manufaktur versteht sich bestens auf Geschirr für den professionellen Bedarf, gibt aber außerdem auch Sets für zu Hause auf den Markt. Die Serie besticht durch einen sehr extravaganten Touch, sind doch die meisten Teller am Rand eben, bemerkt man bei diesem China recht deutlich elegant geschwungene Erhebungen und Vertiefungen. Zusätzlich sind unter der Emaillierung ganz feine und gerade Linien, welche diese zeitgemäße, schlichte Eleganz noch unterstreichen. Die geschwungenen Ränder sollen an die Verbindung zum Meer erinnern. Außerdem versucht man hier die Verbindung von Tradition und Moderne sowie die Beziehung zur portugiesischen See darzustellen. Nicht wenige Surfer zieht es immer wieder zu deren Hotspot in Nazaré. Neben vielen anderen Porzellanreihen, findet Ihr auch diese im “Prisma”-Katalog.

Ich hielt dieses Setting für ideal, um ein Dessert darauf zu testen. Gleichzeitig geht es doch ebenso um den Abschied der diesjährigen Erdbeersaison, welche ich gleichzeitig auf diesem Service angemessen zelebrieren kann. So lautet meine Dessertkomposition dieses Mal:

Erdbeersorbet, -jus und -ragout | Zitronenmascarponecreme | Amarantmüsli | Basilikum

Für den Nachtisch brauche für die Produktion zunächst einen Tag Anlauf, muss ich doch die Jus auf enorm langsamen Wege ansetzen. Dafür habe ich die Erdbeeren ganz nach einem Rezept von Daniel Humm verarbeitet. Es stammt aus seinem letzten Buch „I love N.Y.“, ein Werk, welches ich heute noch ständig aus dem Regal nehme. Seine Erdbeerconsommé wird mittels Erdbeeren und Zucker angesetzt. Diese Zutaten kommen in einen Beutel und werden dann bei geringer Hitze für 90 Minuten erwärmt. So tritt durch den Zucker und die Temperatur die tiefrote Flüssigkeit aus den Beeren heraus und kann danach durch ein sehr feines Nylonsieb gefiltert werden. Diesen Fond braucht man nun nur noch mit Zitrone und weiterem Zucker abschmecken und mit Gelatine abbinden, so dass sie leicht sämig ist. Der Geschmack ist wirklich sehr intensiv. Man merkt an diesem Rezept auch wunderbar: „Die schönen Dinge können so wunderbar einfach sein“.

Das zeigt auch der nächste Bestandteil dieses Desserts.

Es gesellt sich ein aus frischen Erdbeeren hergestelltes Sorbet hinzu. Hat man einen Thermomix, werden nach der Puderzuckerherstellung dafür einfach die Erdbeeren im Ganzen eingefroren und am Folgetag im „TM 5“auf höchster Stufe zerkleinert. Bei dieser Arbeit erfährt man wohl am Schnellsten, zu was solch eine Küchenmaschine in der Lage ist. Bei einem höllischen Lärm schafft er es, diese enorm harten Fruchtstücke komplett zu zerlegen. Ich bin mir sicher, Messer von anderen Maschinen wären spätestens dabei zerborsten. Nach dem Zerkleinern gibt man noch ein wenig Eiweiß hinzu und schlägt es mit dem geeigneten Schmetterlingsaufsatz cremig. So hat man nach nicht mehr als 5 Minuten ein Erdbeersorbet.

Noch ein letzter Handgriff...
Noch ein letzter Handgriff…

Die Mascarponecreme vermengt man mit ein wenig Joghurt, Puderzucker und Zitronenabrieb. Danach kann man eigentlich schon mit dem Anrichten beginnen. Für den finalen Eyecatcher bietet sich abschließend immer wieder gerne abgeflämmte Baisercreme an.

So offenbart sich nach ein paar wenigen letzten Handgriffen ein sehr schön anzuschauender Gang. Nicht zuletzt auch wegen des Porzellans ist dieses Gericht wunderbar in Szene gesetzt.

Für uns heißt es nun langsam, mit der Entscheidungsfindung abzuschließen, um mit der Bestellung bei Party Rent fortschreiten zu können. Bis zum Event Anfang Oktober ist es nicht mehr lang. Ich bin mir jedoch jetzt sicher, dass wir das richtige Porzellan für unser Event bei Party Rent finden werden. Euch werde ich natürlich hier über unser Menü und unseren Erfahrungen berichten. Es bleibt spannend.­­

 

Hinweis der Redaktion
Dieser Beitrag wurde von „Party Rent“ unterstützt. Auf den Inhalt wurde dabei nicht Einfluss genommen. Im Artikel wird die Webseite von „Party Rent“ mehrfach genannt und verlinkt.

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

3 thoughts on “Das moderne Porzellan

  1. […] Älterer Post     […]

  2. […] Porzellan des englischen Produzenten Steelite im „Retro- Look“ zum Einsatz, dann wurde ein sehr modernes Set von Vista Alegre aus Portugal herangezogen. Beide Muster haben mir schon beim Probelauf viel Spaß bereitet, waren sie […]

  3. […] Retro-Manier mit einem Porzellan von Steelite, ein im Gegensatz dazu sehr modernes Service namens „Marés“ aus dem Hause „Vista Alegre“ und zu guter Letzt das absolut zeitlose Geschirr von Hering, dessen Anblick mich immer wieder […]

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