Eckart Witzigmann

Eckart Witzigmann ist in der Kochlandschaft einfach nicht mehr wegzudenken. Seine Verdienste um die Gastronomie im Allgemeinen sind unbestritten und vielleicht auch unerreicht. Viele Superlative müssten neu beschrieben werden, er hat unsere längst ausgereizt. Der gebürtige Österreicher ist zu Beginn seiner Karriere für insgesamt 13 Jahre auf Wanderschaft gegangen. 

Stationen waren dabei die eine Paul Bocuse in Lyon oder auch den Brüdern Haeberlin im Elsass. Viel Aufmerksamkeit erregte er danach als Küchenchef im legendären „Tantris“ in München. Seine ersten Sterne im Guide Michelin (1Stern 1972, 2 Sterne 1974) folgten prompt.

Eckart Witzigmann kenn bei Geschmacksfragen keine Kompromisse

Die Ausbildung verlor er dabei niemals aus den Augen. Seine damaligen „Schüler“ sind heute ebenso absolute Spitzenköche. Harald Wohlfahrt, Claus- Peter- Lump, Christian Jürgens sind aktuelle 3- Sterneköche, die unter seiner Führung gekocht haben. Aber zugleich konnten sich Bobby Bräuer, Hans Haas, Karlheinz Hauser, Johann Lafer sowie Alfons Schuhbeck erfolgreich durchsetzen.

Die besondere Auszeichnung zum „Koch des Jahrhunderts“ durch den Gault & Millau war da fast nur eine logische Konsequenz, da es kaum ein Zweiter in diesem Maße geschafft hat, die lukullische Ebene derart zu bereichern.

Sein derzeitiges Kapitel schlug er bereits im Jahr 2003 auf. Er ist Patron des Restaurant Ikarus in Salzburg. Dieses liegt im Hangar-7. Zusammen mit dem dortigen Executive Chef Martin Klein und damals Roland Trettl schaffen sie es Monat für Monat einen anderem Gastkoch die Bühne zu bereiten. Dieser hat nämlich die Möglichkeit, dort seine eigene Kochphilosophie zu leben um so ein zugehöriges Menü aufzutischen. Witzigmann fungiert hier mit seinem riesigen Erfahrungsschatz als Berater und Mentor. Ebenso steht er dem Ikarus- Team, mit fast 50 Köchen, mit Rat und Tat zur Seite.

75 Jahre werden von den einstigen “Schülern” gefeiert

Zu seinem 75-jährigen Geburtstag lässt sich diese Mannschaft auch nicht lumpen. Dieser Ort bildet die perfekte Bühne, um Eckart Witzigmann an seinem besonderen Tag zu ehren. Ganz besondere Gratulanten wurden eingeladen, um im Juli ein besonderes Menü auf die Beine zu stellen. Das Menü wurde neben dem Ikarus- Team von Größen wie Hans Haas, Bobby, Bräuer, Karlheinz Hauser, Roland Trettl, Harald Wohlfahrt und Marc Haeberlin zusammengestellt und liest sich nicht weniger spektakulär.

Dieser Monat hat es also in sich, und für mich könne man Eckart Witzigmann gerne häufiger auf diese Art und Weise huldigen.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Eckart Witzigmann!

Eckart Witzigmann
Ich durfte letztes Jahr Eckart Witzigmann und Martin Klein bei der Vorstellung deren neuen Kochbuchs kennen lernen. Zwei außerordentliche Persönlichkeiten!

Das Menü

Snack
„Aubergine“
Hangar-7 Team
Menü
Rinder Tartar – rote Bete – Kaviar – Stör
Eckart Witzigmann
***
Poelierter Huchen – Holunderblüte – Selleriepüree
Hans Haas
***
Flusskrebse – Aal – Dill – Gurken
Bobby Bräuer
***
Bretonischer Hummer – Karotte – Yuzu – Kokos
Karlheinz Hauser
***
Steinbutt in Salzteig – Kapern – Bacalao Trippa – Risina Bohnen
Roland Trettl
***
Zweierlei vom Kalb – Barbecuelack – Kräuter – Parmesanchip
Harald Wohlfahrt
***
„Kir Royal“
Hangar-7
***
Pèche Haeberlin
Marc Haeberlin

Restaurant Ikarus

Küche: täglich von 12.00 bis 14.00 und 19.00 bis 22.00 Uhr.
http://www.hangar-7.com/de/ikarus/

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

One thought on “Happy Birthday, Eckart Witzigmann!

  1. Dr. Th. Hausen on 13. Juli 2016 at 23:49 Antworten

    Als guter Esser weiss ich gute Köche zu schätzen. Herr Witzigmann hat die deutsche Esskultur sicher gut gewürzt. Soweit sich die deutsche Esskultur in den letzten Jahrzehnten bewegt hat, ist dies u.a. seinem Schaffen zu verdanken. Seine Saat wird hoffentlch noch mehr bewegen können. Ich hätte ihn gerne selbst einmal kennen lernen dürfen. Danke Th. Hausen

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