Matcha Tee Eis

Der Matcha Tee ist ein höchst traditionsreiches japanisches Getränk, das mit enorm vielen Ritualen verbunden ist. Doch auch in der japanischen Kultur wird es schon seit längerem zu viel mehr als nur Tee verarbeitet. Ich zeige Euch heute eine leichte Variante, wie man das grüne Pulver auch eisgekühlt verarbeiten kann.

intensiv, grün und teuer

Kaum ein zweiter Tee leuchtet derart satt grün. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das hebt ihn von den anderen Teesorten hervor. Für diese starke Färbung legen sich die Bauern auch mächtig ins Zeug. Bereits zwei bis drei Wochen vor der Ernte werden die Pflanzen künstlich beschattet. Der Chlorophyllanteil nimmt dadurch zu und einige Aromastoffe werden so verstärkt bzw. abgemildert. Ebenfalls spielt es eine große Rolle, dass das gesamte Pulver des Matcha-Tees im Wasser aufgelöst bzw. vorher aufgeschlagen wird. Bei den meisten anderen Teesorten werden die Teeblätter nach dem Ansatz wieder aus dem Wasser herausgenommen.

Wer schon einmal eine Teezubereitung nach japanischer Art miterleben durfte, weiß, dass dieses Getränk nach dem Aufgießen mit ca. 80 Grad C heißen Wasser aufwändig mit einem kleinen Besen in einer eigens dafür vorgesehenen Schale schaumig gerührt wird.

Dieser Tee hat seinen Preis

Doch auch der Preis spielt bei dieser Sorte eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Wer Matchatee genießen möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Derzeit unterliegt der Handel und Erwerb großen Schwankungen. Man bekommt 100 g ab ca. 15 Euro kann aber ebenso für hochwertigen Matcha bis zu 50 Euro und mehr hinlegen. Eine Anlaufstelle für Matcha Tee von guter Qualität ist die Adresse von Matcha-Life. Hier wird nicht in Werbung investiert, da diese den Tee im Vertrieb nur teurer macht. Unter deren Adresse kann man seinen Tee portofrei ordern und eine gute Qualität erwarten.

Matcha Tee Eis

Es lohnt sich also, genau hinzuschauen. Da die günstigeren Sorten oft deutlich herber sind. Doch nicht nur die richtige Sorte ist für den Geschmack ausschlaggebend, sondern ebenso die Zubereitung. Gießt man den Tee zu heiß auf, so schmeckt er gelegentlich recht stark nach Alge und hat von der Optik eher etwas einer Spinatsuppe. Lässt man ihn nach dem Anrühren hingegen etwas Abkühlen, so ist er viel milder im Geschmack. Man muss ihn beim Aufschlagen wirklich bis nichts mehr von dem Pulver übrig ist vermengen, sonst hat man gen Ende noch ein wenig nicht aufgelöstes Pulver im Mund, was einem schon den Spaß am Teegenuss verderben kann.

Matcha als Superfood?!?

Ähnlich wie bei der Aloe Vera wird Matcha in der Werbung als Allheilmittel gepriesen, der gar eine krebsvorbeugende Funktion erfüllen soll. Es gibt wohl kein einziges Lebensmittel, das bei alleinigem Verzehr derartige Effekte erzielen würde, dessen sind sich die Ernährungswissenschaftler laut aktueller Studien einig. Auch müsste man den Tee sehr konsequent einnehmen und sich ansonsten ausgewogen ernähren, um überhaupt eine Wirkung ermöglichen zu können. Was unumstritten ist, sind die enthaltenen Inhaltsstoffe. Die reichen von Vitaminen bis hin zu Antioxidantien.

Matcha Tee EisCrème Brûlée • Matcha Tee Eis • eingelegte Clementinen • Ingwerstreusel

Doch kommen wir nun nach all der Theorie zum Rezept. Die kalte Jahreszeit ist ja noch nicht vorbei, und darum befinden wir uns immernoch in der Zeit der Clementinen. Für dieses Dessert habe ich eine klassische Crème Brûlée mit Ingwerstreuseln, einem Matcha Teeeis und eben diesen eingelegten Clementinen zubereitet. Für die Clementinen kocht Ihr einen Einlegefond nach dem unten angefügten Rezept und gießt diesen heiß über die geschälten und in Scheiben geschnittenen Zitrusfrüchte und lasst diese über Nacht im Kühlschrank ziehen. Die Crème Brûlée bereitet Ihr ebenfalls schon am Vortag. Das Matcha Eis ist von der Basis her ein Vanilleeis- Grundrezept, welches ihr mit dem Matchatee vermengt und dem Stabmixer aufmixt. Alles zusammen bildet dieses Dessert einen schönen Kontrast zwischen der samtigen Crème Brûlée mit der knackigen Zuckerkruste, den etwas scharfen Ingwerstreuseln, den säuerlich- süßen Clementinen und dem außergewöhnlichen Matchaeis. Guten Appetit oder “お食事をお楽しみ下さい”.

Rezepte

Zutaten für das Matcha Tee Eis

• 350 ml Milch
• 150 ml Sahne
• 70 g Zucker
• Zitronenschale
• 80 g Eigelb
• Matcha Teepulver nach Belieben

Zubereitung

  1. Die Milch, Sahne und den Zucker mit der Zitronenschale aufkochen und passieren
  2. Das Eigelb in einen Aufschlagkessel geben und die Sahnemischung langsam unter ständigem Rühren einlaufen lassen
  3. Den Matcha Tee nun nach ein wenig Abkühlen in den Kessel geben und mit dem Stabmixer aufmixen bis er komplett aufgelöst ist
  4. Passieren
  5. In einer Eismaschine abdrehen

Zutaten für die eingelegten Clementinen

  • 75 g Wasser
  • 75 g Weißwein
  • 75 g Orangensaft
  • 25 g Akazienhonig
  • 38 g Zucker
  • 1 Vanillemark, 1 Zimtstange
  • ½ Lorbeerblatt
  • 1 Orangenabrieb, 1 Zitronenabrieb
  • 50 g Orangelikör (Grand Marnier)
  • 50 g Glykose
  • Orangenfilets mit 3 Orangen

Zubereitung

  1. Alles zusammen aufkochen und den heißen Fond über die Clementinenscheiben geben.
  2. 3-4 Stunden ziehen lassen.
  3. Etwas Fond mit Mondamin abbinden.

Zutaten für die Crème Brûlée

  • 250 ml Milch
  • 250 ml Sahne
  • 75 g Zucker
  • 1/2 Stange Vanille
  • Abrieb einer Zitrone
  • 3 St. Eigelbe

Zubereitung

  1. Die Milch, Sahne, Zucker und die Gewürze aufkochen
  2. eine halbe Stunde ziehen lassen.
  3. Passieren
  4. Mit den Eigelben vermengen
  5. Bei 92 Grad Celsius im Ofen stocken lassen.

Matchatee Macarons im ASMR Video

Zuletzt habe ich Euch ja einige Videos mit dem dem ASMR hier gezeigt. Ein weiteres für eine passende Verarbeitung von Matchatee füge ich Euch quasi als Zugabe gerne mit an. Viel Spaß mit den Rezepten und genießt Euren Matcha Tee.

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Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

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