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Ein Trip ins Umland ist nie verkehrt, wenn man in einer derart pulsierenden Stadt wie Berlin lebt. Ganz klar gibt es in der Hauptstadt mannigfaltige Möglichkeiten der Erholung. Verlässt man diese Erholungseinrichtungen, ergreift einen später der stressige Alltag umgehend und dahin ist sie, die Entspannung. Eine Lösung ist ein Aufenthalt in dem Bleiche Resort & Spa in Brandenburg. Dort nächtigt man in der Regel und diese Art des Ankommens lässt einen erst mal so richtig runterkommen bevor man in die verschiedenen Relaxing-Angebote schnuppert. Für die Kulinarik wird hier übrigens auch gesorgt – und zwar auf Sterneniveau mit Tellern von Alexander Müller. Es folgt ein Bericht nach einem sehr erholsamen Wochenende im Spreewald.

Bleiche

Die Flucht aus dem Alltag

Berlin ist einfach stark polarisierend. Auf der einen Seite findet sich hier enorm vieles an kulturellen und gastronomischen Angeboten. Für den Freizeitspaß braucht man lediglich nur den Fuß aus der Tür zu nehmen, und sich nur zu entscheiden. Nicht weniger fordernd ist jedoch der berufliche Alltag, welcher gepaart mit dem täglichen Verkehrschaos einem langsam aber sicher die Energie aus dem Körper zieht. Da wächst der Bedarf nach Ruhe und Ausgeglichenheit.

Hierfür gibt es in nahezu jedem Bezirk mannigfaltige Offerten, um sich massieren zu lassen oder einfach nur die Sauna zu nutzen. Hat man seine Wohlfühloase der Wahl wieder verlassen ist man jedoch sofort wieder dem hektischen Leben der Spreemetropole ausgesetzt und der Erholungseffekt recht schnell wieder dahin. Hierfür gibt es eine sehr gute Lösung.

Die Flucht in den Spreewald.

Bleiche
Bleiche
Bleiche

Bleiche Resort & SPA

Der Aufenthalt in der Bleiche ist eine Art Gegenentwurf zu einem einem gewöhnlichen Spa bei dem man für lediglich ein paar Stunden einkehrt. Das spürt man sofort. Der Gast verbleibt zumeist mehrere Tage und kommt so in einem gänzlich anderen Rhythmus zur erwünschten Erholung.

Nach der Anreise, welche von Berlin in etwa 90 Minuten gedauert hat, ergreift einen direkt der einladende Eingangsbereich mit viel Raum. Die Lobby ist groß fast schon riesig und hell. Von hier werden wir nach dem Einchecken persönlich aufs Zimmer gebracht. Die warmen Räumlichkeiten der Bleiche kommen mit einem besonderen Charme daher. Auf dem Zimmer herrschen cremeweiße und erdfarbene Töne. Großzügige und gemütliche Sofalandschaften beherrschen den Raum. Der hölzerne Couchtisch vermittelt mit dem darauf stehenden Arrangement und der persönlichen Notiz eine ganz eigene Stimmung. Das Bad ist ebenfalls sehr einladend und kann mit dem ungewöhnlichen Fenster zum Wohnraum zudem noch mit Tageslicht erhellt werden.

Digital Detox

Der Blick aufs Handy für den schnellen Check der Mails fällt zuerst ernüchternd aus, denn Internet gibt es hier nicht. Jedenfalls nicht als frei zugängliches Wifi. Was ich als Blogger und Schreiberling im Internetzeitalter zunächst als befremdlich empfand, entpuppte sich im Nachhinein fast schon als Segen. Denn durch diese Entkopplung konnte ich mich gänzlich dem Aufladen und Energietanken hingeben. Selbst wenn das Wifi auch nur als Option angeboten worden wäre, muss ich doch eingestehen, dass ich es später vermutlich auch genutzt hätte. Die Entschleunigung wäre dann nur halb so gut gewesen.

Relaxing all day long

So verbringt man den Tag vornehmlich damit, sich von Sauna zu Sauna zu begeben. Zwischendurch ist es möglich, sich in die immens große Ansammlung an kuratierten Büchern einzulesen, sollte einem danach sein. Mehr als 15.000 Bücher zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel Kunst, Reisen oder Kochen schlummern hier. Natürlich musste ich mir direkt die Kochbücherselektion anschauen und bemerke, dass sich wohl ein Kenner der Szene hier austobt. Nur hochwertige Stücke, teilweise schon Raritäten, gibt es hier zu bestaunen.

Bleiche

Mit exzellenter Küche

Direkt neben der Bibliothek und diesem Schatz an gedruckter Kulinarik befindet sich passender Weise das besternte Restaurant namens “17fuffzig”. Dessen Küchenchef Alexander Müller (34) ist dort bereits seit April 2018 zugange und feilt dort an seinem eigenen Stil. Basierend auf der klassischen französischen Küche trumpft Alexander mit regionalen Spitzenprodukten aus dem Spreewald auf. Es landet bei ihm beispielsweise Widder oder Fasan auf der Karte. Bei unserer Einkehr kredenzte er nach dem Amuse Bouche, einer Auster mit Gurke, ein erfrischendes Carpaccio vom Wolfsbarsch mit Rote Bete, Boskoop und Meerrettich. Ein sehr farbenfroher und natürlich nicht weniger geschmackvoller Gang, der nur knapp anriss, was uns später noch ereilen sollte.

Nougatmousse und Ananassorbet

Fangfrisch und individuell

Zum Beispiel der fangfrische Spreezander, welcher mit einer Lauchfarce gefüllt und mit Rotweinbutter und einem feinen Salat getopt wurde. Diesen Fisch hatte er am Tag unserer Ankunft geliefert bekommen und spontan auf die Karte gesetzt. Solche unmittelbaren Änderungen geschehen nicht allzu selten. Alexanders Improvistationstalent ist hier regelmäßig gefordert, wenn er die Qualitätslieferungen auf Spitzenniveau an den Gast bringen möchte. Wie sich in unserem Fall gezeigt hat, beherrscht er es höchst routiniert, rasche Veränderung beim Gourmetmenü zu vollziehen.

Der Hauptgang, ein Duett vom Spreewälder Hirsch mit Rhabarber, Sellerie und Wacholderschaum, ist ein weiterer Beweis dafür, wie vielseitig dieser junge Küchenchef im Umgang mit Produkten ist. Als ich ihm einen Besuch bei seinem Team in der Küche abstattete, konnte ich einen guten Einblick üben, wie Alexander Müller sich organisiert. Hinter dem zentralen Herdblock gab es zu meinem Erstaunen ein offenes Feuer auf dem Abend für Abend viele Fisch- und Fleischteile gegart werden. Diese Technik beherrscht nicht jeder.

Bleiche

Das sechsköpfige Team ist neben dieser konventionellen Technik zudem noch ausgestattet mit moderner Elektronik und stilvollem Mobiliar, welches man eher in einem Wohnzimmer als in einer professionellen Küche vermuten würde.

Da wären aufwändig verzierte Lampenschirme, klassische Stilleben oder dunkelbraune Kommoden, die zwischen den ganzen Chromflächen die Emotionen ein wenig harmonisieren und so für ein Mehr an Wohnlichkeit sorgen und die technische Sterilität verdrängen.

Wiederum ist der Küchenbereich nicht abgetrennt vom Gastraum und so kann es passieren, dass sich ein Gast verirrt und direkt im zusammenhängenden Küchenkomplex landet und sich im offenen Plausch mit dem Personal wiederfindet. Und das ist auch so gewollt.

Future Kitchen

Neben der einladenden Raumgestaltung gibt es weitere Themen, welche sich dem Konzept der “Future Kitchen” untergeordnet haben. Es gibt in dieser Gastronomie keinen Platz für energiehungrige Kühlhäuser. Man lagert alles in transparenten Kühlschränken. Ist weniger Auslastung im Hause so kann man “one by one” einfach abschalten und direkt Energie sparen.

Neben der ergonomischen Raumausstattung gibt es auch die Möglichkeit der Unterhaltung über die zugängliche Mediathek. An großen Bildschirmen kann der Mitarbeiter in der Spülküche Entertainment bei routinierten Aufgaben erhalten. Das ist wahrlich ein recht unkonventionelles Konzept, welches sicherlich großen Anklang beim Personal findet.

Der Spa- Bereich

Nicht nur der Küchenbereich ist erfrischend auffallend sondern, auch der Spa-Bereich ist bemerkenswert. Auf über 5000 qm wird sich der eigenen Ruhe und Entspannung gewidmet. Viele unterschiedliche Bereiche sorgen dafür. Direkt neben dem Eingang findet man einen großen Kamin mit einer weiteren einladenden Sofagarnitur. Von dort kommt man zu einem Whirlpool, einem Innen- & Außenpool, einem Wellnesskino, vier Saunatypen, einem Dampfbad und unzählige Ruheräume und Polsterliegen im Außenbereich. Mehr als 27 qm stehen jedem Gast locker zur Verfügung. Solche Werte sucht man in anderen Häusern vergeblich. Doch die eigentliche USP liegt ganz sicher in der Entschleunigung durch das Übernachten in diesem Komplex und dem Verwehren des Internets. Gäste sind hier nicht damit beschäftigt, auf dem iPad Netflix zu schauen oder den sozialen Netzwerken zu frönen. Hier geht es allenfalls um das Bücherlesen, wenn man denn schon elektronische Endgeräte mitbringt.

Durch und durch entspannt

Nach zwei Tagen und dem abschließendem Frühstück im Restaurant “Veranda” fällt uns der Abschied denkbar schwer. Zu gerne hätten wir wieder eine neue Saunarunde eingeläutet und uns später erneut dem kulinarischen Geschick von Alexander Müller hingegeben. Ganz sicher werden wir einen weiteren Besuch im Bleiche Resort & SPA später wiederholen. Dessen bin ich mir sicher.

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Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 8 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an.

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