Nobelhart & Schmutzig
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ieses Jahr ist gastronomisch gesehen sicherlich ein schwieriges Jahr. Der Besuch im Restaurant wird zunehmend eine Ausnahmeerscheinung. Mit dem nun beschlossenen Lockdown gilt es für jeden Gastronom, sich den noch bekannten Umständen erneut zu widmen. Nicht wenige konzentrierten sich auf eine hochwertige Alternative zu bisherigen Lieferdiensten. Denn der Trend geht allmählich dahin, dass zuhause einfach mehr gekocht wird. Diese Idee greift das Nobelhart & Schmutzig Team um Billy Wagner und Micha Schäfer auf und kreiert neben dem Delivery Service eine Geschenkbox mit einer anspruchsvollen Palette an regionalen Produkten von höchster Qualität.

Die Umfragen sprechen eine eindeutige Sprache. Corona hat den Deutschen die Lust am Essengehen vermiest. Aus heutiger Sich planen lediglich 6 % zu den Feiertagen einen Restaurantbesuch. Stattdessen wollen annähernd 90 % im eigenen Heim bleiben und selbst kochen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des E-Commerce Anbieters Lightspeed*.

Das ist auf der einen Seite löblich, denn das führt unweigerlich dazu, dass sich ein jeder wieder mehr mit dem Zubereiten der eigenen Speisen beschäftigt und im besten Falle das an den Nachwuchs weitergibt. Zu hoffen wäre das.

Die Nobelhart &
Schmutzig
Geschenkbox

Wie man sich beim Gast im Gedächtnis erfolgreich festsetzen kann, zeigt das Nobelhart & Schmutzig. Mit dem Konzept einer Geschenkbox und darin enthaltende Zutaten, die man über einen längeren Zeitraum hinweg verbrauchen kann, legt Billy Wagner mit seinem brutal lokal kochendem Restaurant eine wunderbare Vision hin und zeigt auf, wie das aussehen kann.

Das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnete Restaurant unweit vom Checkpoint Charlie vollzieht von Beginn an einen beherzten Umgang mit Produkten, welche ausschließlich aus der Region stammen. Durch diesen Umstand fördern sie ihre eigene Kreativität und zeigen dem Gast auf ihre Art, wie die Lebensmittel aus dem Umland schmecken. Dabei arbeiten sie ausschließlich mit Produzenten zusammen, von denen sie wissen, unter welchen Standards sie ihre Produkte anbauen oder bei Tieren es um die Haltung steht.

Zusätzlich erhalten sie durch den direkten Kontakt mit den Lieferanten die Möglichkeit, Einfluss auf das Produkt auszuüben. Durch ihr direktes Feedback können sind auf diese Art näher am Händler sein, als hätte man einen Lieferanten zwischen geschaltet.

So entsteht bei ihnen und vermutlich auch bei ihren Gästen eine neue Wertigkeit, welches dem finalen Produkten und ihren Erzeugern zugute kommt. Saisonalität bedeutet in ihren Augen alles andere als Einschränkung. Wer sich davon überzeugen mag, ist herzlich dazu eingeladen, der ausgesprochenen Einladung, die Produzenten zu besuchen, zu folgen. Auf der Homepage findet sich eine umfassende Sammlung an Adressen und Kontaktdaten.

Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig

Was beinhaltet die Nobelhart & Schmutzig Geschenkbox?

Beim Öffnen der Geschenkbox vom Nobelhart & Schmutzig fällt sofort auf, dass man sich hier extrem viel Mühe gegeben hat, es ansprechend aussehen zu lassen. Liebevoll verpackte Beutel mit Informationen zum Inhalt sowie wiederverwendbare Weckgläser, die ebenfalls mit ansprechenden Labels versehen sind finden sich in der grauen Box. Wer diese Kiste öffnet, findet allerlei handverlesene Produkte, welche die folgenden Wochen und Monate am heimischen Herd als Unterstützung dienen können und sollen.

Kekse im Glas
Aus dem Repertoire der Mutter unseres Patissiers Thomas Hedde-Leitner, mit feinem Zucker aus Holunderblüten und aromatischem Eisenkraut.

Getrocknete Apfelringe
Von den Feldern Brandenburgs aus alten Sorten von Isak Gumpert, schonend bei uns im Nobelhart getrocknet. Eine Erinnerung an Großmutters Apfelbäume.

Getrocknete Verbene
Vom Wolkensteinerhof für wärmenden Teegenuss. Die Blätter sind so intensiv aromatisch, dass Sie nur ganz wenige brauchen.

Walnüsse
aus Vivian Böllersens Walnußmeisterei, ursprünglich und hochwertig, in Deutschland wahrscheinlich ohne Vergleich.

Zwiebelmarmelade mit Kamille
Ein Klassiker von Micha Schäfer. Mit Butter, Molke und sanft ätherischer Kamille. Wunderbar auf Brot, zu Fisch oder Fleisch oder gleich aus dem Glas gelöffelt.

Öl vom wilden Wacholder
Grüne, wilde Wacholderbeeren von den Müritzfischern im Warmauszug in Rapsöl von Fläminger Genussland. Vielseitig und aromatisch zu Wild, Wurzelgemüse und Salat.

Geräucherte Butter
Beste geklärte Butter vom Siebengiebelhof, sanft über Buchenholzspänen geräuchert verleiht jedem Lebensmittel ein unverwechselbares Räucheraroma.

Haselnuß-Röstmalz-Paste
Die dunkle Tiefe von Röstmalz, vereint mit Martin Stimmers Haselnüssen – unsere brutal lokale Antwort auf Nutella sucht ihresgleichen auf der Frühstücksstulle.

2016 Unforgettable Tradition Riesling Revival Qualitätswein trocken
Weingut Martin Müllen Traben-Trarbach, Mosel
Klassischer Stil Moselschiefer Riesling, jetzt grandios, wunderbar auch in 5 Jahren. Pures Handwerk im Steilhang, klassischer Ausbau im Keller, kurze Reife in der Flasche.

Koriandersaatöl
100 % Koriandersaat, kalt gepresst in der Ölmühle an der Havel. Ein unbeschreiblich aromatisches Öl, das sich wunderbar mit Karotten oder Kartoffelgerichten vermählt.

Kochbuchempfehlung

Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig

Der Test vom Berliner Meisterkoch himself

Um diese Box zu testen, bot es sich an, auf die großartige Expertise eines Berliner Meisterkochs zurückzugreifen. Kein Geringerer als Daniel Achilles lies es sich nicht nehmen, diese Selektion von ausgesuchten Produkten aus der Region unter die Lupe zu nehmen.

Wenn es jemanden gibt, der auf dem Gebiet von regionalen Lebensmittel eine Instanz ist, dann doch Daniel. Er hatte mehr als zehn Jahre lang im Restaurant
r e i n s t o f f groß aufgespielt und dort mit seinem Team zwei Sterne im Guide Michelin erkocht. Sogar die Ehre, Berliner Meisterkoch sein zu dürfen, wurde ihm zu teil. Konzept im Reinstoff war es vor allen Dingen, genau solch ein sehr regionales Kochen umzusetzen. Dabei war er nicht so kompromisslos regional wie Billy Micha Schäfer aus dem Nobelhart & Schmutzig, jedoch galt sein Fokus vor allen Dingen der bedachte Umgang mit dem Guten aus der Region.

Doch es ging bei diesem Test nicht um Lob und Lorbeeren für meinen Gastkoch. Vielmehr wollten wir sehen, wie gut sich die Lebensmittel aus der Nobelhart & Schmutzig Geschenkbox in den Alltag integrieren ließen. Via WhatsApp gab’s eine kurze Erläuterung und sofort lief die kulinarische Murmel von Daniel heiß. Direkt nach seiner Ankunft legten wir auch gleich los. Es wurde geschält, geschnitten, gebrutzelt, gekocht, abgeschreckt und schließlich angerichtet. Was dabei herauskam, war genau das, was die Macher sich beim Zusammenpacken der Box wohl gedacht hatten. Vier einfache und gute Gerichte, die vor allen Dingen durch sehr gute Grundprodukte anstatt von unnötigem Schi Schi überzeugten. Es gab folgendes zu verkosten.

Nobelhart & Schmutzig

Grünkohl mit Büffelmozzarella, Birne, Zwiebelmarmelade und Wacholderöl

Der erste Gang bestand aus angezogenem Grünkohl, mit glasierten Birnen und der mitgeschickten Zwiebelmarmelade. Der Grünkohl wurde dafür zurechtgeschnitten, blanchiert und abgeschreckt. Die Birnen geschält und in kleine Ecken geschnitten. Dann erhitzte Daniel etwas von der Zwiebelmarmelade in der Kasserolle, um darin den Grünkohl und die Birnen zu schwenken und später alles abzuschmecken. Alles wurde kurz danach auf einem Teller angerichtet und der restlichen Fond im Topf abgebuttert und mit darüber nappiert. Das Wacholderöl haben wir anschließend darüber geträufelt. Fertig.

Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig

Möhrensalat mit Orange, Korianderöl und Büffeljoghurt

Etwas schlichter war der zweite Gang. Ein geraspelter Möhrensalat mit Orangenscheiben, Büffeljoghurt von Bobalis und das Korianderöl aus dem Paket kamen zum Einsatz. Das aromatische Öl rundet ähnlich wie das Wacholderöl die vorbereiteten Bestandteile hervorragend ab und untersützt dabei deren Eigengeschmack. Daniel entschied sich, möglichst wenig an den Produkten zu schrauben, um lieber die Qualität sprechen zu lassen.

So nockte er den Büffeljoghurt ab und richtetet ihn pur auf dem Teller mit dem marinierten Karottensalat und ein paar Orangenscheiben an. Orangen wird man ganz sicher nicht im Nobelhart & Schmutzig erleben. Doch dessen Korianderöl, welches aus kaltgepresster Koriandersaat hergestellt wurde, schon. Schlicht und einfach, wieder mal.

Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig

Kekse mit Walnüssen, Apfelringen und griechischer Joghurt

Das dritte Beispiel zeigt wunderbar, wie vielseitig man alles benutzen kann. Man ist längst nicht nur auf ein Dinner- oder Lunchgericht beschränkt, sondern kann wie hier zu sehen ist, einen Frühstückssnack kreieren. Etwas griechischer Joghurt mit ein paar der sehr leckeren Keksen mit Eisenkraut und Walnuss, die mitgelieferten Apfelringe und frisch geknackte Walnüsse mit ein wenig Honig und fertig ist der Lack. Unkompliziert und schnell passt das alles zusammen in eine Schüssel. Das Problem ist nur, dass die Kekse das erste Anrichten nicht überstanden haben. Das Glas war einfach zu klein oder die Kekse halt zu lecker. Vermutlich sogar beides. 😉

Nobelhart & Schmutzig

Geschmorte Schwarzwurzeln & Haselnusspaste

Produktbezogene Küche funktioniert am besten, wenn man alles auf dem Teller auf das Notwendigste reduziert. Uns ging es nicht darum, die Nobelhart & Schmutzig Idee nachzubauen, sondern einen Gang zu zeigen, der aufweist, wie spannend ein Gericht sein kann, wenn man auf dem Teller sich nicht auf zig verschiedene Elemente konzentriert. Das Ziel war es, ein Beispiel für den Heimanwender zu “bauen”, damit sich auch der Hobbykoch zu Hause angesprochen fühlt, so etwas nachzumachen. Das Ziel ist freilich hochgesteckt, doch nicht unlösbar.

Bisher haben wir noch nicht die Haselnusspaste aus dem Paket probiert. Das sollte sich ändern. Ein geeignetes Gemüse war dafür schnell gefunden – die Schwarzwurzel. Sie ist ein äußerst dankbares Gemüse. Sie ist enorm vielseitig einsetzbar und harmoniert richtig gut mit den Aromen von Haselnuss. Jeder, welcher diese Box bestellt und das Glas öffnet, wird sich umschauen und wundern, was alles so machbar ist, wenn man eine bestmögliche Extraktion hervorrufen möchte. Denn dieses Haselnuss- Röstmalz- Öl sucht seinesgleichen auf diesem Planeten. Unheimlich intensiv – extrem haselnussig.

Um die Schwarzwurzel in ihrem Eigengeschmack nicht komplett untergehen zu lassen, brauchte sie also etwas “BUMMS”. So briet Daniel nach dem gründlichen Waschen und Abreiben mit dem Schwamm die Wurzeln in Rapsöl an, löschte sie mit Weißwein ab, eine Knoblauchzehen kam mit etwas Lorbeer in die Pfanne und mit ein wenig Gemüsefond wurde das Ganze abgelöscht, bevor die Wurzeln bei 175°C für ca. 15 Minuten in den Ofen kamen.

Als sie weich gegart waren, reduzierte er den Restfond und glasierte die Wurzeln mit ein wenig Butter und Haselnusspaste. Zusammen mit ein wenig Haselnusspaste auf dem Teller und etwas Meersalzflocken auf den Stangen war das wirklich ein winterlicher Traum, der ohne Probleme genauso reduziert funktioniert.

Zweifelsfrei passt dazu eine gescheite Scheibe von einem Kartoffel- Dinkel- Krustenbrot mit der Nobelhart & Schmutzig Kräuterbutter obendrauf. Was will man mehr?

Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig
Nobelhart & Schmutzig

Die Nobelhart & Schmutzig Geschenkbox • einfache Kombination bei denen man kein Rezept braucht

Du siehst, es ist bei dieser produktbezogenen Küche absolut nicht zwingend notwendig, aufwändige Rezepte zu kochen, um großartigen Geschmack auf die Gabel zu zaubern. Es tut ebenso ein Spitzenprodukt mit ein wenig Improvisationstalent und einem 2- Sternekoch in der eigenem Küche. Mehr nicht. Daher ist die Geschenkbox vom Nobelhart & Schmutzig genau das, was sie verspricht. Ein Geschenk für jedermann, der gerne gut ist und Spaß am Tüfteln mir sehr hochwertigen Produkten hat. Ein schönes Konzept, wie ich finde.

Nobelhart & Schmutzig Geschenkbox

Nobelharte Geschenkboxen für all die, die nicht unbedingt alles haben, aber das Gute und Besondere zu schätzen wissen.

* https://www.lightspeedhq.de/
Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 10 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an. Als vermutlich Deutschlands einziger Küchenchef produziert er regelmäßig seinen eigenen Blog.

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