Speisekarte

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#11 Biete Deine Speisekarte online an

Wenn sich eines in den letzten Jahren gewandelt hat, dann ist es der Ort bei dem der Erstkontakt stattfindet. Dieser ist vom lokalen Restaurant bzw. dem ausgegangenen Angebot vor der Tür direkt in die Hosentasche eines Jeden verlagert worden. Mehr als 80 % der Verbraucher halten es für essentiell, vor dem Besuch online über das Angebot Informationen einzuholen.

70 % bevorzugen es sogar, die Speisekarte bereits digital zu prüfen. Diese Informationen werden zumeist über Dienstleistungsseiten wie Google Maps abgerufen. Der Gast hat die Möglichkeit schnell verschiedene Konzepte, die regional beieinander liegen, zu vergleichen. Du solltest also dafür sorgen, dass erstens all Deine Informationen (Name, Adresse, Öffnungszeiten, Fotos) und natürlich auch Deine Speisekarte aktuell sind.

Imbiss

#12 Biete Deine Speisekarte auf Deiner Webseite an

Der Unterschied der Speisekarte auf der eigenen Seite zu dem eigenen Angebot bei Kartendiensten wie Google Maps ist, dass man bei der eigenen Homepage viel mehr Möglichkeiten der attraktiven Darstellung hat. So können gerne auch Bilder oder eine Imagefilm die Speisekarte unterstützen.

Denke bitte auch über ein funktionales PDF als Ausgabeformat der Karte nach und platziere dort bitte kein verpixeltes jpeg-Bild. Das kann nur für ausbleibende Gäste sorgen. Eine englische Übersetzung des Angebots sollte ein Standard und leicht ansteuerbar sein.

Bleibt noch die Frage, ob Du die Preise auf der Speisekarte abbildest. Das hängt ein wenig von Deiner Zielgruppe ab. Solltest Du einen Gästekreis ansprechen, der eine eher geringe Zahlungsbereitschaft aufweist, dann solltest Du die Preise in jedem Fall angeben.

Denke bei der Gestaltung immer daran, dass die meisten Inhalte über das mobile Handy abgerufen werden. Die Inhalte sollten also entsprechend optimiert sein. Kennst Du Dich damit überhaupt nicht aus, dann frage hier einen Experten. Das Geld ist gut investiert.

Cocktails

#13 Zu viele oder zu wenige Gerichte auf der Karte

Der Titel sagt es bereits – hier kann der Chefkoch in der Tat in beiden Richtungen falsch liegen. Wir alle sind Tag für Tag einer Masse an Entscheidungen ausgesetzt. Rund 20.000 Entscheidungen treffen wir täglich. Die meisten davon blitzschnell. Das fängt beim Aufstehen an und hört mit dem abendlichen Ritual, zu welchen Song man geweckt werden möchte, auf.

Daher sind die Gäste froh, wenn die Karte nicht allzu überladen ist. Jede Position ringt dem Gast eine weitere teilweise aufgezwungene Entscheidung ab. Wenn man sich hinterher zwischen zu vielen Optionen entscheiden soll, wird stärker der günstigere Preis mit einbezogen, was im Härtefall vermutlich zu weniger Umsatz führt.

Hast Du bereits eine recht große Speisekarte, kannst Du daraus Anpassungen und eine Entschlackungskur folgen lassen. So wäre hier sinnvoll, nur die profitabelsten und beliebtesten Gerichte zu belassen. Natürlich muss das zurückbleibende Angebot immer noch ausgewogen sein. Wenn am Schluss nur noch zwei Vorspeisen abgebildet werden, dann ist klar, dass das nicht reichen kann.

Es gibt aber auch aus Gründen der Vorbereitung gute Gründe, das Angebot nicht ausufern zu lassen. Eine große Karte benötigt eine lange Vorbereitungszeit und zudem ein bestens geschultes Personal. Obendrein wird das umfangreiche Speiseangebot eine vermutlich komplexere Lagerung der Lebensmittel voraussetzen und zudem den Umschlag der jeweiligen Gerichte reduzieren, was zu Foodwaste führt.

In der Konsequenz wirkt eine überladende Speisekarte auch nicht seriös. Wer soll all die vielen Elemente glaubwürdig frisch produzieren und das Tag für Tag in Zeiten des Mitarbeitermangels?

#14 Arbeite mit zeitlich befristeten Angeboten

Zeitlich befristete Angebote bieten Dir die Möglichkeit, dem Gast mit Neuigkeiten entgegenzutreten. So kannst Du signalisieren, dass bei Dir regelmäßig ein Erneuerungsprozess stattfindet und es sich immer lohnt, einzukehren. Ebenfalls sind die Mitarbeiter mit neuen Handgriffen und Arbeitsabläufen besser für den Job zu motivieren, als würden sie stets und ständig den gleichen Stiefel herunter kochen. Bleibt alles anders!

Frau

#15 Folge den relevanten Trends

Sicherlich ist es manchmal zum Haareraufen, welche kulinarischen Trendsäue ab und zu durchs Dorf getrieben werden. Nicht jede Neuheit musst Du mit eigenen Interpretationen aufgreifen. Doch gibt es auch relevante Trends, welche sich in der Gesellschaft nicht nur verankern sondern ebenfalls bei Dir in Zukunft angefragt werden.

Der stärkste Trend, der sich derzeit nicht nur Akzeptanz sondern ebenfalls großer Beliebtheit auf allen Ebenen erfreut, ist der Veganismus. Dies ist nicht nur ein Ernährungsplan- sonder ein Lebenskonzept. Daher unterscheidet sich die vegane Ernährung ein wenig von den übrigen Richtungen. Weiterhin sind Bioprodukte und nachhaltig angebaute Lebensmittel schwer angesagt.

Dein Angebot sollte das widerspiegeln. Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen. Somit bist Du gut beraten hin und wieder, Deine Art des Kochens zu hinterfragen und neu zu kalibrieren.

Hier geht’s weiter im Text…

Author

Steffen Sinzinger

Steffen Sinzinger, Jahrgang 1980, ist ein in Berlin lebender Küchenchef und seit nun mehr als 10 Jahren ein passionierter Foodblogger. In der deutschsprachigen Bloggerszene ist er ein fester Bestandteil und spricht mit seinen breitgefächerten Themen sowohl die professionellen Köche als auch die am heimischen Herd kochende Fraktion an. Als vermutlich Deutschlands einziger Küchenchef produziert er regelmäßig seinen eigenen Blog.

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