Signature Dish: Christian Jürgens "Hongkong Crayfish Tea"

Spätestens seit der zweiten Folge der Kochsendung “Game of Chefs” kennt nun jeder Christian Jürgens Kartoffelkiste. Diese und viele andere hochklassige Schnitzereien brachten ihn sehr weit. Er zählt zu den wenigen 3- Sterneköchen Deutschlands und trat mit seinem Kochbuch, welches auf diesem Blog hervorragende Kritiken bekam, mächtig aufs Gaspedal. Ich freue mich sehr, dass ich ihn für meine Reihe der “Signature Dishes” begeistern konnte.

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Signature Dish: Nils Jorra – "Morgan Ranch Wagyu Brisket"

Seit Mai 2011 gehört Nils Jorra zum Fleischkompetenz-Team von Otto Gourmet. Vom ersten Tag seiner Ausbildung an hat er das Kochen auf absolutem Spitzenniveau gelernt. Er hat den besten Küchenchefs Deutschlands über die Schulter gesehen, die Bandbreite geht von einem bis zu drei Michelin-Sternen. Er betreut bei Otto Gourmet gemeinsam mit Wolfgang Otto die Perfect Meat Academy, ist Küchenchef, Produktentwickler sowie Ansprechpartner rund um die Belange der Gastronomie.

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Signature Dish: Denis Feix – "Pulpo | Rote Paprika | Grüne Ananasminze"

Letzte Woche stellten wir hier Denis Feix vor. Heute begeistert er uns mit einem Gang in unserer Reihe “Signature Dish”. Diese Serie ist den immer öfter vorkommenden Materialschlachten auf den Tellern geschuldet. Mehr und mehr werden Produkte auf vielfache Art und Weise auf dem Porzellan durch dekliniert, so dass es immer schwieriger geworden ist, den Überblick zu bewahren. Auch viel neue Garmethoden stellen selbst den geübtesten Hobbykoch auf die Probe. Der heutige Teller von D. Feix kombiniert Pulpo mit Paprika und Minze. Ein wunderbarer sommerlicher Gang.

“Pulpo | Rote Paprika | Grüne Ananasminze”

„Signature Dish“ – Special mit Christian Krüger

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Christian Krüger

Diese Ausgabe der „Signature Dish“- Reihe widmen wir einem wichtigen internationalen Wettbewerb. Es geht um den „Bocuse d`Or“, dessen Finale im Januar 2015 in Lyon stattfinden wird. Für jedes Finale muss es auch einen anständigen Vorentscheid geben. Dieser fand dieses Jahr Anfang Mai in Stockholm statt. Zu diesem Kräftemessen wurden 20 Teilnehmer von einer hochkarätigen Fachjury begutachtet. Christian Krüger, Chefkoch im Restaurant Axt in Mannheim, wurde erst letztes Jahr mit dem Stern des Guide Michelin gekürt.

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Signature Dish: Berthold Bühler | „Gänseleber im Zenit einer Mondlandschaft“

Es wird wieder Zeit für eine der Rubriken, welche seit einiger Zeit geruht hatte. Doch heute lassen wir sie wieder auferstehen und stellen einen weiteren Teller aus der Reihe der „Signature Dishes“ vor. Die Herkunft dieses Gerichts ist im Ruhrgebiet zu finden. Genauer gesagt in Kettwig, welches in Essen liegt.

Dort findet man das Hotel Résidence, welches ein gleichnamiges Spitzenrestaurant mit Herrn Berthold Bühler an der Spitze der kochenden Zunft beherbergt.

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Berthold Bühler & die Résidence-Doppelspitze, Erik Arnecke (li.) & Eric Werner (re.)

Eine kleine Anekdote fällt mir zu diesem Betrieb auch noch ein, durfte ich doch dort ein eintägiges Praktikum auf dem Posten des Entremetiers durchführen. Der damalige Postenchef war an diesem Tag kein Geringerer als Nelson Müller, welcher mich mit seiner großen Liebe zum Hip Hop über die Berliner Musikszene ausfragte, speziell Bushido schien ihm es in diesen Tagen angetan zu haben. Aber ich kann Euch beruhigen, den Rest des Tages haben wir nur gekocht.

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„Gänseleber im Zenit einer Mondlandschaft“

Aber das war einmal, heute soll es ganz alleine über den Teller der aktuellen Doppelspitze im Restaurant gehen. So entwickelte dieses Team um Berthold Bühler einen Gang mit dem Namen: „Gänseleber im Zenit einer Mondlandschaft“. Dieses Meisterwerk birgt viele verschiedene Komponenten, welche sich um die Geschmackskomposition Schokolade, Schwarze Walnuss und Birne dreht. Es ist also eine weitere spannende Aromenvielfalt, welche man immer wieder in dieser Spitzengastronomie erleben kann und somit nicht Uhr einen kleinen Umweg wert!

Signature Dish: Roberto Cortez – "Secrecy 13"

Roberto Cortez hat keine normale aber dafür eine nicht weniger beachtliche Karriere hingelegt. Er war bereits Privatkoch für Paul Allen, dem Mitbegründer von Microsoft, Antonio Banderas, Melanie Griffith und Eddie Murphy. Auch bildete er sich zudem an einigen hochrenommierten Schulen in Frankreich (Ecole Lenotre, Ecole de Escoffier(Ritz Hotel), Bellouet Conseil, Le Cordon Bleu, und L’ Amandiers “Ecole de Soleil”) weiter und nahm außerdem weitere kulinarische Stationen in Europa (Italien, Schweiz, Tschechien, Polen) wahr. Angefangen hatte seine Karriere jedoch als Rockgitarrist, welche er aber aufgrund einer Krankheit nicht weiterführen konnte.

Signature Dish - Roberto Cortez - No. 13 (1 von 1)-2
Roberto Cortez

So entschloss er sich von einem TV- Spot inspiriert, Koch zu werden und schlug den oben genannten Lebensweg ein. Und seine Herangehensweise Kochen zu zelebrieren ist mit nichts anderem vergleichbar. Hat er doch in seiner Laufbahn so ziemlich jeden Flecken der Erde bereisen können, da die Stars ja nicht selten ihren Leibkoch mit auf Reisen nehmen. So konnte er unzählige internationale Eindrücke der verschiedensten Kulturen sammeln.

Aber nicht nur für Hollywood kocht er. Roberto Cortez hat auch ein eigenes Projekt welches sich „CR8“ nennt. Bei diesem Dinner, das immer einem Thema untergeordnet ist, wird ein kleiner angenehmer Kreis an Gästen kulinarisch und kunstvoll auf höchstem Niveau unterhalten. Dabei kommen seine bisher gemachten Erfahrungen vollkommen zum Einsatz und man kann sich bei diesen Runden auf ein absolut einzigartiges Ereignis einstellen.

Roberto Cortez hat sich in einer kleinen zweiteiligen Serie für die Berliner Speisemeisterei geöffnet. Er stellt heute zuerst einen seiner wohl durchdachten „Signature Dishes“ vor. „Secrecy 13“ ist ein Teller, welche vom Konzept auf die agyptische Theorie der 13 Zutaten für den perfekten Duft basiert.

Signature Dish - Roberto Cortez - No. 13 (1 von 2)
Signature Dish: Roberto Cortez – “Secrecy 13”

 

Signature Dish: Eduard Dimant – "Lamm | Linguini im Parmesan | Aubergine | Tomate"

Dieser Monat steht auch im Zeichen des „Parmigiano Reggiano“, denn der nächste „Signature Dish“ kommt von meinem ehemaligen Chef Eduart Dimant. Im legendären „Shiro i Shiro“ (Weißes Schloss) haben wir die ein oder andere Köstlichkeit gezaubert. Unter anderem auch diesen Gang.

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“Lamm | Linguini im Parmesan | Aubergine | Tomate”

Ich hasste dieses Gericht.

Seinerzeit arbeitete ich unter Eddi als Souschef und war unter anderem eine Zeit lang für den Entremetier zuständig. Gemüse und Beilagen standen also unter meiner Verantwortung. Dort produzierte ich auch die Beigaben für dieses Gericht, insbesondere das Parmesangelee. Die Herstellung des Gelees war kein Problem, es war ziemlich einfach herzustellen, und schmeckte aufgrund des puren Parmesangeschmacks, von dem absolut gar nicht mit anderen Zutaten abgelenkt wurde, großartig. Parmesankäse ist ein für mich unerreichtes Käseprodukt.

Ist denn der Käseriegel hergestellt, muss es noch in den Linguinimantel gewickelt werden. Und hier fangen die Probleme an! Möchte man doch ein akkurates Bild mit parallel nebeneinander verlaufenden Linguini haben, ist da viel Fingergeschick und Geduld gefragt, so eine Pasta verdreht sich oder reißt auch mal ganz gerne und zumeist immer dann, wenn sie kurz vor der Vollendung stand. Das „Gefrickel“ nahm manchmal einfach kein Ende. Noch mehr habe ich es geliebt, wenn Eddi auf die tolle Idee kam, das Ganze als Menü anzubieten. So baute sich in mir eine Ambivalenz auf, da ich zum einen das fertige Produkt liebte, auf der anderen Seite den Weg dahin, sagen wir, nicht mochte.

 

Aus der Sicht des Gastes war es bestimmt eine tolle Sache! Geschickt habe ich es später nur in der Position als Küchenchef. Mein Entremetier hat mich in diesen Momenten immer gehasst, dafür war garantiert.

Rezept für das Lamm

Zutaten:
2 Lammlachse
Thymian
Rosmarin
Butter
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Das Fleisch von Sehen und Fett säubern. In einer Pfanne von allen Seiten anbraten und herausnehmen. Am besten auf einem Gitter im Ofen bei ca. 160 ° C bis zur gewünschten Garstufe garen. Aus dem Ofen herausnehmen und mit Aluminiumfolie abdecken und ca. 4-5 Minuten ruhen lassen. In einer Pfanne mit schäumender Butter und den Kräutern nachbraten.

Rezept für das Parmesangelee im Linguinimantel

Zutaten:
1000 g Parmigiano Reggiano gehobelt
1000 g Milch
1000 g Sahne
10 g Agar Agar

Zubereitung:
Für das Gelee werden 500 g Parmesan mit der Milch aufgekocht und mit 10 g Agar Agar abgebunden. Nun so auf einem Blech/ Einsatz ausgießen bis das Gelee ungefähr 1,5 cm Höhe erreicht. Auskühlen… und schneiden. Für die Linguini werden 500 g geriebener Parmesan mit der Sahne aufgekocht und passiert, danach etwas auskühlen lassen. Nebenbei die Linguini in gesalzenem Wasser abkochen (nicht fertig garen!!!) und in dem abgekühlten Fond schwenken. Matte auslegen und das Gelee einpacken. Fertig!

Rezept für die Aubergine und Tomate

Zutaten:
2 Auberginen
3 Tomaten
200 ml Olivenöl
3 Knoblauchzehen angestoßen
Rosmarin
Thymian
Knoblauch
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Auberginen und Tomaten in ca. 05, cm Scheiben schneiden. Die Auberginenscheiben in einer Pfanne mit etwas Öl kurz anbraten und herausnehmen und mit den Tomatenscheiben gleichmäßig auf einem Blech verteilen. Das Olivenöl auf ca. 60 Grad C temperieren und die Kräuter, den angestoßenen Knoblauch und Salz und Pfeffer hinzugeben. Nun das Konfieröl gleichmäßig über die Aubergine und Tomate geben und für ca, 2 Stunden bei 60 Grad C konfieren.

Signature Dish - Eduart Dimant (6 von 10)
“Lamm | Linguini im Parmesan | Aubergine | Tomate”

Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

Signature Dish: Kevin Fehling – "Aal Unagi & Auster mit Reisgel, Dashi-Tapioka, Wasabi und Apfel-Gurkensud"

Kevin Fehling
Kevin Fehling

Mit Kevin Fehling bestreiten wir nun die nächste Runde der „Signature Dishes“. Diese Serie soll mehr Licht ins Dunkle bringen, und Euch die Möglichkeit geben, verschiedenste Gerichte besser in ihrer ganzen Komplexität verstehen zu können.
K. Fehling bekam im letzten Winter im jungen Alter von gerade einmal 35 Jahren seinen 3. Stern im Restaurantführer Guide Michelin. Das La Belle Epoque ist somit das einzige 3- Sterne- Restaurant in Schleswig- Holstein und gleichzeitig auch das nördlichste der Welt, glaubt man Wikipedia. Solch eine Leistung kann man natürlich nur mit einer hohen Kreativität abrufen und das gelingt außerdem nur unter Anwendung größtmöglicher Sorgfalt bei den Produkten in der Küche.
Diesen Anspruch hat Kevin Fehling. Mit seiner akribischen Genauigkeit und dem hohen Maß an Perfektion generiert er nach und nach Teller wie diesen, welche ihn in Verbindung mit seiner Bescheidenheit sehr symphatisch wirken lassen. Er stellte für uns seine benutzten Komponenten zusammen.

„Ich möchte jeden Tag besser werden.“

Columbia Hotel Travemuende, Cuvee 18, Foto: Holger Stoehrmann, 0177-6302754
“Aal Unagi & Auster mit Reisgel, Dashi-Tapioka, Wasabi und Apfel-Gurkensud”

Diesen Gang präsentierte er auch in der schweizer Edition des CookTanks, bei dem er als einziger deutscher Vertreter zugegen war. Präsentiert werden diese bewegten Bilder von den Sternefressern.

Signature Dish: Andreas Caminada – „Der Urgeschmack Graubündens“

unbenannt (1 von 1) - 05. Oktober 2012 - 001
Andreas Caminada

Die Serie der „Signature Dishes“ trifft auf eine erstaunliche Resonanz und Offenheit bei den Protagonisten. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die meisten, der mir auserwählten Köche, sich eher verschlossen halten, wenn es darum geht die eigenen Kunstwerke absolut transparent und bis auf das letzte
i- Tüpfelchen offen zu legen, … weit gefehlt.

Letzte Woche gab es noch einen Gang vom langjährigen Meister seines Fachs Harald Wohlfahrt zu bestaunen, dass aber auch die Schweiz sich keineswegs zu verstecken braucht, zeigt uns diese Woche dessen derzeitiger Shooting- Star der Gastrobranche Andreas Caminada. Er erkochte mit seinem Team 2010 den dritten Stern und war somit der bis dato jüngste euopäische 3- Sterne Koch. Seine Wirkungsstätte soll dabei natürlich nicht unerwähnt bleiben, man kann seine Kunstwerke im Schloss Schauenstein begutachten.

Dass die Bezeichnung seiner Gänge schon geradezu selbstverständlich als Kunstwerke geadelt werden, kann man sehr schnell an seinem Gericht mit Wiedererkennungswert namens „Der Urgeschmack Graubündens“ nachfühlen. Er paart die Zwiebel, die hier als zentrales Thema gewählt wurde, nicht mit exotischen sondern eher den üblichen Begleitern, arbeitet die aber allesamt sehr originell und einzigartig heraus. Sehr interessant finde ich bei diesem Gericht die Schinkenpraline. Aber um an das Rezept heranzukommen, muss ich wohl noch eine weitere Kategorie starten.

Signature Dish (1 von 1)
„Der Urgeschmack Graubündens“

Signature Dish: Harald Wohlfahrt – Jakobsmuschel & Risotto

Harald-Wohlfahrt-06_web - 11. August 2013 - 001Diese Woche steht hier ganz im Zeichen von Harald Wohlfahrt, der sich ja bereits Montag meinen
12 Fragen stellte. Auch in der Kategorie der “Signature Dishes” ließ er sich nicht zweimal bitten und zeigt uns hier einen seiner Teller samt seiner notwendigen Bestandteile.

Bei ihm findet auf dem Teller keine Materialschlacht mit unzähligen Komponenten und verschiedenen Texturen oder mittels Stickstoff gefrorener Perlen statt.

H. Wohlfahrt fokussiert sich auf das Wesentliche und arbeitet seine Protagonisten möglichst natürlich und harmonisch heraus.

Als “Signature Dish” reichte er mir eine exotische Variante einer gebratenen Jakobsmuschel ein, die mit einem Ananas- Mango Chutney und Kokosrisotto begleitet wird.

Bei all dem Trubel, welcher die nächsten Monate aufgrund der diesjährigen Bewertungen von Testern à la Guide Michelin, Gault & Millau und Co. über die Gastronomiewelt hereinbrechen wird, frage ich mich, inwiefern ein Herr Wohlfahrt bei solch einem Werdegang da ins Grübeln kommt oder gar unruhig wird. Bei wunderbaren Gängen wie diesem würde mich das sehr wundern.

Signature Dish - Harald Wohlfahrt
“Jakobsmuschel & Risotto”