Karottenkuchen à la "Winter Jack"

Es ist Winterzeit und ich kann Christstollen kaum noch sehen. Auch Dominosteine mag ich von Hause aus nicht, das lasse ich genau wie diese Geleebananen auf jedem Naschteller zurück. Auch die Nachspeisen wirken nach einer gewissen Zeit im Winter immer gleich. Es wird Zeit für etwas Anderes. Eine bekannte Speise mal neuartig darzustellen, gehört ja zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. So habe ich das ja schon bei Tomate Caprese, bei meinem Latte Macchiato Gang oder auch beim Borschtsch Gericht in der Kategorie “…in 4 Gängen” gezeigt. 

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Eine süße (N)ostalgie von Kaffee und Schokolade!

“Kaffee”

Die Rewe- Aktion stellt einen doch vor so manche Herausforderungen. Manchmal möchte einem bei dem vorgeschlagenen Inspirationsthema einfach nicht einfallen. Da gab es in den vergangenen Wochen schon so einiges an Hin und Her. Bei dieser Aufgabe fiel es mir jedoch alles andere als schwer, das zu definieren, was mich beim Verzehr glücklich macht. Ich selbst bin ein passionierter Schokoladenfan. Ich ziehe die Schokolade allem vor. Es gibt kaum etwas anderes Genießbares, welches ich ebenso wertschätze. Aber eine Sache gibt es noch. Den Kaffee.

Es gab einst ein Projekt namens „So viel lebst Du“, welches unter anderem darstellte, wieviele Tassen Kaffee ein Mensch in seinem Leben konsumiert. Man baute dafür 77.000 Becher auf, ich möchte meinen, das würde bei mir nicht reichen, derart regelmäßig und gerne trinke ich dieses koffeinhaltige Heißgetränk.

So kann ich von mir behaupten, dass mich eine Tasse Kaffee als auch ein Stück gute Schokolade glücklich macht. Beides zusammen scheint wohl eine explosive Mischung zu sein. Nicht selten aber stelle ich dieses Zusammenspiel in meinen Gerichten dar. Gerade die kalten Monate im Herbst und Winter bieten sich für solche Aromenspiele an.

So habe ich mich an eine Adaption eines französischen Kaffeegetränks gewagt und den „Café au lait“ als Dessert aufleben lassen. So gibt es in einer Kuppelform ein gefülltes Birnenmousse,  Portweinbirne, Kaffeecreme, Gewürzkaffeeeis und Atsinakresse. Atsinakresse ist eine nach Anis schmeckende Sorte, welche wunderbar zu Dessertspeisen passt. Unterstützt werden die verschiedenen Komponenten immer auch durch ein wenig oder auch mal mehr Schokolade.

Milchmädchen- - 09. November 2013 - 001
Die zwei Protagonisten werden zudem noch passend durch eine (n-)ostalgische Kaffeezutat unterstützt. Die Rede ist vom Milchmädchen. Eines der wenigen „Ost“- Produkte, das bis heute erhalten blieb. Das Milchmädchen ist nach wie vor eine gesüßte Kondensmilch und wird von mir mit ein wenig Frischkäse zu einer spritzfähigen Masse verarbeitet und mit den anderen Zutaten auf dem Teller angerichtet.

Sowas stimmt mich beim Verzehr glücklich, einigen Gästen erging es ebenso.

Brasserie Le Faubourg September 2012 (98 von 157)-1405 - 26. September 2012 - 004
“Café au lait”

 

Rezept für das Gewürzkaffeeeis

Zutaten
0,5 Liter Sahne
15g Instant-Kaffee
35g Kaffeebohnen
1 Gewürznelken
1 Vanilleschoten
1 Lorbeerblätter
10 Koriandersamen
4 Eigelb
2 Eier
100g Zucker
75g weiße Kuvertüre
5ml Cognac
10ml Whisky

Brasserie Le Faubourg September 2012 (95 von 157) - 26. September 2012 - 003
“Kaffee & Schokolade”

Zubereitung
1. Die Sahne zusammen mit dem Instant- Kafee, den Kaffeebohnen und Nelken erhitzen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach passieren.
2. Erneut aufkochen.
3. In der Zwischenzeit die Eigelbe, die Eier und den Zucker in einer Schüssel cremig aufschlagen.
4. Die Kaffeemischung zu den Eiern geben.
5. Von der Hitze nehmen und den Alkohol und die klein geschnittene Kuvertüre zugeben und auflösen.
5. Im Kühlschrank auskühlen lassen und danach in einer Eismaschine abdrehen.

Brasserie Le Faubourg September 2012 (91 von 157)-1410 - 26. September 2012 - 002
“Birnenmousse | Kaffeecreme | Gewürzkaffeeeis | Milchmädchen”

Rewe

 

Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

Keep it simple!

2013-2Der Valentinstag rückt immer näher. Die Suchanfragen nach diesem Thema mehren sich, das Internet richtet sich schon seit längerem auf diesen Tag ein. Grund genug Euch wieder einmal eine Impression meiner beruflichen Schaffensstätte zu zeigen. Hier und dort reihen sich die doch so bekannten Aromen zu einer großen Sinfonie der Gelüste ein. Da paart sich Schokoladenmalto an fruchtigem Himbeegel, Joghurteis mit Nougatcreme und süßer Brickteig läßt sich gar wundervoll in lauwarme Schokoladensauce dippen… einfach eine kulinarische Oper, eine Ode an die Geschmacksknospen, eine letzte verspätete Sünde vor der Fastenzeit, eine…. mir fallen keine poetischen Vergleiche mehr ein.
Ihr müsst mir da weiterhelfen!

2013

Einen schönen Valentinstag Euch allen!

PS: Wer in Berlin ist und das hier liest, muss sich das Dessert übrigens mal aus nächster Nähe anschauen. Bei Ihrem Foodblogger Ihres Vertrauens in Ihrem Le Faubourg!!!

LeFaubourg_logo
Valentinstagsmenü

2013-3

Fine Dining… heute (mal) nicht!

Der Thermomix ist für viele ambitionierte Köche ein Graus. Er ist laut, er ist eine Maschine, der hat doch nichts mit dem ursprünglichen Kochen gemein. Warum sollte ich ihn dann zu Hause einsetzen wollen. Manchmal habe ich das Gefühl, es wären zumeist diejenigen, welche noch nie in Kontakt mit diesem Gerät gekommen sind und genauso viel Ahnung von der Materie haben, wie der Blinde von Farben. Ich verstehe natürlich die Argumentation, wenn man meint, dass es nicht notwendig ist für ein Selleriepüree beispielsweise diese Gerätschaft anzuwerfen. Das sehe ich genauso, doch weiß ich aus Erfahrung, das Ergebnis ist trotzdem oft viel geschmeidiger, samtiger einfach besser.

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Wir lassen es langsam angehen.

Man liest es immer wieder aus den verschiedensten Erfahrungsberichten im Netz:”Es gibt ein Leben vor und nach dem Thermomix”.

Selbst hatte ich die erste Konfrontation mit diesem Gerät kurz nach der Jahrtausendwende im professionellen Bereich.

Wir bekamen eines der bis dahin noch kaum auf dem Markt vertretenen Geräte. Doch keiner wußte eigentlich, was man mit diesem Hilfsmittel eigentlich so anstellen kann. Und so kam es, dass dieser nur sehr eingeschränkt, nämlich zum Mixen von Gemüsepürees und Cremesuppen, eingesetzt wurde, …leider.

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"Einige Dinge sind geblieben" oder "Es war nicht alles schlecht…"

… wie zum Beispiel Vita Cola, Nudossi, Filinchen, Rotkäppchen, Club Cola, Knusperflocken und die gute alte Milchmädchen Kondensmilch!

Grund genug zum Tag der Deutschen Einheit ein Revival in Form eines Desserts zu starten. Da die Kondensmilch von Hause aus sehr süß ist und eine sehr klebrige Konsistenz hat, fiel das zuerst schwerer als gedacht. Aber zum Schluss ergänzte sie gepaart mit Frischkäse wunderbar die Kaffeeinterpretation vom französischen Milchkaffee. Wunderbar!

“café au lait” a.k.a. birnenmousse | kaffeecreme | milchmädchen | birne | gewürzkaffeeeis

 

 

birnenmousse | kaffeecreme | milchmädchen | birne | gewürzkaffeeeis

 

Kiss Kiss & Good Bye

Der Sommer ist vorüber.

Diese Woche gab es für uns die zwei wahrscheinlich letzten beiden heißen Tage dieses Jahr, welche das Prädikat “sommerlich” auch wirklich verdienen. Ein letzte Erinnerung an die diesjährige warme Jahreszeit, die wieder so durchwachsen begann, möchte ich mir hier bewahren.

erdbeere | kaffeeparfait | frischkäsemousse | 43er espuma

Eine Ode an die Erdbeere.
In Verbindung mit dem Waldklee ergibt sie nicht nur eine ästhetische sondern geradezu symbiotische Beziehung. Die Geschmäcker ergänzen auf gar wunderbare Art & Weise. Dies war auch zugleich meine erste Begegnung mit diesem Gewächs, welches ich bestimmt noch woanders einzusetzen weiß.
Für dieses Jahr haben wir die Erdbeersaison abgeschlossen und behalten sie uns bis zum nächsten Jahr in Erinnerung.

Sommer, komm` bitte bloß bald wieder!

erdbeere | kafffeeparfait | frischkäsemousse | 43er espuma

 

 

 

2x Aprikose

Es ist wieder mal Zeit… Aprikosenzeit. Das ganze Jahr überlegt man gerade bei diesen Vertretern des Sommers (*Name wird aufgrund der diesjährigen nationalen Situation geändert. Vorschläge dafür können gerne eingereicht werden. Ganz vorne mit dabei: Regenzeit), wie man sie kreativ zur Geltung bringen kann. Da fiel mir doch glatt das Rezept von Daniel Humm in die Hände.

Sein geniales Buch kommt diesen Herbst in einer deutschen Version heraus und wer die Rezension der Originalfassung von mir gelesen hat, wird wohl nicht lange zögern. Ich hatte auch kürzlich die Dame, welche die deutsche Übersetzung vornimmt gesprochen, welche meinte, dass es hier und da recht schwierig sei die Translation vorzunehmen, da teilweise die Prozesse in Deutschland gar nicht umsetzbar seien.

aprikose geschmort & als eis | ganache | karamellcreme

Doch bei der geschmorten Aprikose lief alles glatt, so dass ich Euch hier die Rezepte für ein Aprikoseneis und Daniel Humms geschmorte Aprikose liefern kann.

aprikose geschmort & als eis | ganache | karamellcreme