Pastel de Belém

Culinary Throwback: Pastel de Belém

Der Sommer ist nun wirklich durch und so langsam macht sich das Fernweh breit. In meinem diesjährigen Sommerurlaub hatte ich das Glück, Portugal bereisen zu dürfen. Ich fuhr vom südlichen Fargo bis in die Nähe von Lissabon, wo ich mehrere Tage und Nächte in Setúbal, einen fast schon eingeschlafenen und sehr anschaulichen Ort, verbrachte. Von dort aus war es bis in die Hauptstadt von Portugal nur noch ein Katzensprung. Denn wie viele von Euch Food-Enthusiasten vielleicht wissen, ist dort das Epizentrum der berühmten portugiesischen Köstlichkeit namens Pastel de Belém.

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Berliner Speisemeisterei

Spe(c)kulatius 2.0

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Es weihnachtet wieder sehr und der Weihnachtsmann schickt erneut seine Vorboten auf unsere heimischen Keksteller. Denn an jedem 6. Dezember eines Jahres schickt sich der Nikolaus an, uns mit seinem Spekulatius zu begeistern. Doch in Wahrheit ist das ein einziger Lügenkeks. Der kommt ja komplett ohne Speck daher.

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Brot

Eine Brotbackbuchbesprechung

Brot zu backen ist eines der traditionsreichsten Gewerbezweige überhaupt. Bereits seit mehr als 5.000 Jahren bäckt der Mensch Brot, früher jedoch nur aus Getreide und Wasser und auf heißen Steinen. Heutzutage sieht das ganz anderes aus. Die meisten Haushalte verfügen über einen Backofen. Die Vielfalt der verfügbaren Zutaten hat dazu geführt, dass es alleine in Deutschland über 300 bekannte Brotsorten gibt. Dass dabei jedes Brot anders in der Herstellung ist, versteht sich nahezu von selbst. Heute wie damals gab es zum Brotbacken ein recht einfaches Prinzip.

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"The Larousse Book of Bread · Recipes to make at Home" Éric Kayser

Mit der nächsten Buchvorstellung vom Phaidon- Verlag kommen wir zu einem Nahrungsmittel, welches wie kaum ein anderes für Tradition steht. Das Brot.

Ursprünglich besteht es aus einem Teig, der wiederum aus gemahlenem Getreide, Wasser und einem Treibmittel gefertigt ist. Häufig werden noch weitere Zutaten hinzugefügt, nur die eigene Kreativität begrenzt einen hier in der Vielfalt. Als eines der Grundnahrungsmittel überhaupt dürfte wohl jeder von uns mehrermals die Woche Kontakt mit diesem Gebäck auf verschiedenste Art haben. Die Wenigsten aber werden je ein Brot selbst zu Hause gebacken haben. Brötchen vielleicht, aber waren es doch dann in den meisten Fällen vorgefertigte Teiglinge zum Aufbacken.

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Kaffee & Schokolade

Ich komme kochtechnisch hier leider wieder in Verzug, wie sollte es denn anders sein. Doch eine Küche will nach dem Aufbau auch erst mal ordentlich eingerichtet sein, sonst macht es ja auch keinen Spaß. Kernstück der neuen heimischen Kochstelle ist nun unser neuer Herd samt Induktionsfeld.

Der wurde mit Nudeln in Tomatensauce als Umzugsverpflegung leider nicht gebührend eingeweiht, so dass ich den feierlichen Osterbesuch der lieben Verwandtschaft als ersten Vorwand zur offiziellen  „Herderöffnung“ hernahm. Die Schokoladentarte war für mich gerade gut genug und da man mich ja sowieso relativ leicht mit Schokolade & Kaffee ködern kann, wurde dieser auch zum Thema hinzugefügt.

Leider habe ich mit dem späten Aufbau der Küche das Blog Event verpasst, in der man seine Küche vorstellen konnte. Das werde ich aber auf meine Art demnächst trotzdem tun.

Hier aber erst einmal das Rezept.

Schokoladen--Kaffeetarte-v2

Best of "Berliner Speisemeisterei" 2010

Das Resumée des vergangenen Jahres ist für mich als eigentlich noch taufrischer Blogger positiver als eigentlich erwartet ausgefallen. Ich habe beim Erschaffen dieses Blogs mich ja, wie denke ich 95 % aller Food- Blogger, vom Blockbuster Julie und Julia inspirieren lassen und war dabei von der Hauptfigur und ihrer vermeintlichen Leichtigkeit fasziniert, mit der die porträtierte Heimköchin das Rezeptbuch der französischen Profiköchin Tag für Tag auseinander nimmt und dabei mit Sicherheit viel aufgibt, aber zum anderen sich stets und ständig neuen logistischen aber auch handwerklichen Herausforderungen stellen muss, welche das eigene und stets suboptimal ausgerüstete zu Hause nun mal mit sich bringt. Dass sie dabei alles mit Hilfe ihres Blogs in einer Art einjährigem Tagebuch aufarbeitet, grenzt nun nach selbst gemachter Erfahrung für mich fast an absoluter Unmachbarkeit, jedoch belehrt mich Andreas stets eines besseren. Er legt in seiner Welt ein nur schwer haltbares Schlagtempo vor, was für mich so gar nicht realisierbar ist. Trotzdem galt es für mich zuerst einmal die richtige Spur, also die geeignete Oberfläche und auch die Art & Weise des Herantretens an den eigentlichen Leser zu finden. Große Inspirationsquelle war und ist da für mich der Blog von Nicole Stich namens “Delicious Days”. Jedem Blogger ein Begriff und da gute Fotos für mich ein Muss sind, war ich dort sowieso bei der richtigen Adresse.

 

Und wenn dann auch noch der Blog dabei behilflich ist Wettbewerbe zu gewinnen, wird die Angelegenheit dadurch nur abgerundet.

Ich hoffe, all das entwickelt sich weiter so gut und dass es mir möglich ist, weiterhin in der bis jetzt gelebten Regelmäßigkeit Beiträge hier bereit zu stellen. Man möge mir aber den einen oder anderen Aussetzer verzeihen.

Auch packe ich hiermit gerne die Gelegenheit beim Schopfe und möchte mich bei folgenden Personen bedanken…

…Astrid

Nicht zuletzt für das angesprochene Schlauch- Experiment mit dem Lachs, sondern für die vielen lustigen Konversationen, welche nicht immer nur rein genußtechnisch waren, deswegen ist sie eine meiner Liebsten unter den geschätzten “Kollegen”

…Simone

Für die tollen Tortellini & Ravioli, welche Du bei uns gezaubert hast. Es wird mal wieder Zeit, denke ich.

…meiner Mutter & Hans- Joachim

Für die tolle Ware aus eigenem biologischem Anbau, welche Ihr uns stets frei Haus zukommen läßt. Eigentlich müsstet Ihr auch mal was mitkochen.

…Peggy

Für das Interesse an meinem Blog und der Person dahinter, und ich freue mich schon aufs Gespräch im  nächsten Jahr.

…Florian

Für die eigentlich doch regelmäßige Unterstützung und helfende Hand hier und da. Und verzeih es mir bitte, wenn der Blog hier eine nicht allzu politische Richtung einschlägt.

…Vivi (“Bessere Hälfte”)

Für die Geduld, die Du all die Zeit mit mir hast, und dass Du mich gewähren und ab und zu auch kurz vor dem Essen das ein oder andere Blitzlichtgewitter über Dich ergehen lässt. Dir gilt wohl der meiste Dank. Ich hoffe die Erzeugnisse wiegen einen kleinen Teil der Strapazen wieder auf.

Zu guter letzt gibt es noch anzumerken, dass ich dieses Jahr wohl keinen weiteren Rezeptbeitrag  mehr schaffen werde, da ich die wenig verbleibende Freizeit in diesem Jahr voll und ganz meiner Familie widmen werde. Aber vielleicht reicht es ja noch hier und da für einen kurzen Dreizeiler. In jedem Falle lesen wir uns nächstes Jahr wieder.

Paßt auf Euch auf, Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch wünsche ich Euch allen.

Ohne Rücksicht auf Verluste

Die Symptome verdichten sich. Diese Woche ging es los. Erst diese Stille, die sich einschleicht, wenn draußen wieder alles abgepudert wurde. Dann dieses mehr an Dingen mit roter Farbe in der heimischen Behausung. Dieser Duft, der sich immer öfter über alles erhebt. Dieser Geruch nach Zimt, Vanille, Tonkabohne, Nelke & natürlich mein Sternanis, und das immer wieder sonntags. Dieses Fernsehprogramm mit all`diesen alten Filmen voller Prinzessinen, Tieren, Wäldern, Schlössern & Mägden begleitet von Harvenmusik und weiblichen Gesängen. Dieses Essen, fettiger und stopfender als sonst Essen bei uns ist. Diese Phase in der wieder weniger Kaffee denn Tee getrunken wird.

Ja die Zeichen sprechen eine deutliche Sprache. Es ist wieder Adventszeit. Wo sind meine Weihnachtsrezepte, die Saison ist hiermit feierlich eröffnet. Jetzt darf wieder alles ohne Rücksicht auf Verluste gekocht werden. Allen also eine schöne Adventszeit und noch bessere Weihnachtskreationen.

Nicht gerade weltmeisterlich aber trotzdem lecker!

Der Weltmeister meines Vertrauens, nennen wir ihn mal Florian, hat wohl so einige unangetastete Rezepte in seinem Verzeichnis.

Eines davon, nämlich das der Salzburger Nockerln, wurde heute herausgeholt. Die Motivation war eigentlich eine Große, doch der gestrige Abend forderte seinen ihm zustehenden Tribut und so schlichen sich “Ungenauigkeiten” ein, welche dem Geschmack zwar in keinster Weise einen Abbruch bescherten, sondern sich aber im Äußeren wiederspiegelten.

Aus dem klassischen dreifachen Gipfelg(en)uß wurde ein Einziger, dafür jedoch umso voluminöser. Kritisch beäugt, doch letztendlich komplett verzehrt, und das nur zu dritt, weiß man nun das Rezept beim nächsten Male ensprechend geändert anzugehen. Ich werde es hier auch selbst noch einmal aufbereiten.

In dieser Variante hat Florian einen Boden aus eingelegter Birne, Mandelblättchen, Haselnußgrieß und Rosinen in einer Cocotte ausgelegt. Darauf kam dann ein Teil des Guss` aus Milch und Butter. Wir vermuten, dass sich hier das Malheur eingeschlichen hatte, indem wir zuviel der übrigen Milch dem luftig aufgeschlagenem Ei zumuteten. Die Haube war zwar leider nicht in ihrem Gerüst stabil genug, um ihr die signifikante Form zu geben, doch gleichwohl unheimlich locker & leicht, so dass man nach dem Backen das Gefühl hatte, man nascht hier von einer Wolke. Einfach nur großartig.

Jeder, der für den Sonntag Nachmittag eine durchaus in kurzer Zeit zu realisierende und in ihrer Beispiellosigkeit nicht zu überbietende Nascherei sucht, der ist mit den Salzburger Nockerln sehr gut beraten.

Wild berries surrounded by the meringue

Ich brauche wohl einen neuen Backofen, ich halt`s mit dem alten vom Vermieter gestellten Geschoß einfach nicht mehr aus. Es dauert ewig, bis der die gewünschte Temperatur erreicht und die Schalter der Konsole sindschon dermaßen abgekrabbelt, da wird`s echt schwer mit dem Ablesen, dort hilft nur Erahnen. So eine 3D- Heißluft kann doch schon ganz schön verlockend sein. Gleichmäßige Hitze von allen Seiten. Und die Kindersicherung ist auch noch dabei, längst überfällig, das der Kleine, eh nur am Herdfummeln ist. Also wird`s Zeit für einen Sparplan.

Bis dahin, wird natürlich auch weiterhin gekocht und gebacken. Letzteres war dieses Wochenende vom meteorologischen Faktor her auch eher mäßig und lud zum heimischen Backen ein.

Gebraucht habe ich für dieses Intermezzo, nennen wir es “Wild berries surrounded by the meringue” folgende…

Zutaten…

…für den Teig

  • 3 x Eigelb
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 100 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

…für die Baisermasse

  • 3 x Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Speisestärke

…für die Wild Berris

  • ca. 350 g Beerenmix nach eigenem Ermessen
  • 4 Blatt Gelatine
  • Zucker

Zubereitung…

…des Teiges

  1. Das Eigelb wird zuerst in einer Küchenmaschine mit dem Zucker schaumig geschlagen.
  2. Gleichzeitig wird in einer kleinen Kasserolle die Milch mit der Butter erhitzt, und nach etwas Abkühlen dem schaumig geschlagenem Ei zugegeben.
  3. Erneut gut weiterrühren lassen.
  4. Den Ofen auf 180 ° C vorheizen.
  5. Nun das Mehl mit dem Backpuler vermengen und auch der Masse zugeben und alles zu einem homogenen Teig verrühren.
  6. Eine Springform mit Butter einfetten und Mehl abstäuben.
  7. Den Teig gleichmäßig verteilen und auf mittlerer Schiene in den Ofen geben.
  8. Der Teig wird nun ca. 20 Minuten gebacken und danach zum Abkühlen herausgenommen.

…der Beeren

  1. Dem Beerenmix 50 g entnehmen und in einem breiten Topf erhitzen und mit dem Zauberstab fein pürieren.
  2. Mit dem Zucker die Sauce abschmecken.
  3. Gelatine in kaltem Wasser quellen lassen und in dem Fruchtmark auflösen.
  4. Die restlichen Beeren hinzugeben und vorsichtig vermengen. Dem Säuregehalt entsprechend erneut mit dem Zucker abschmecken.
  5. Nun die Beeren im Zentrum der Teiges anrichten.

…der Baisermasse

  1. Das Eiweiß von 3 Eiern zusammen mit dem Salz und dem Zucker in einer Küchenmaschine crèmig rühren.
  2. Jetzt die Speisestärke zugeben und auf höchster Stufe das Eiweiß steif schlagen.
  3. Die Baisermasse nun in einen Spritzbeutel mit einer Tülle nach Wahl abfüllen und nach eingenem Wunsch die Baisermasse aufspritzen.
  4. Den Ofen auf 220° C vorheizen und diesen auch auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen.
  5. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Yummy

Rezept

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