Spargel – Die letzte Vorstellung

So langsam aber sicher näheren wir uns bei der diesjährigen Spargelsaison dem Ende. Der dafür bekannte Johannistag, am 24. Juni eines jeden Jahres, stellt traditionell den letzten Stichtag für dieses edle Gewächs dar. Neben der klassischen Version, welche ein garen im eigens dafür angesetzten Spargelsud vorsieht, gibt es immer kreativere Versionen, diese Stangen für den Gast in Szene zu setzen. Doch den größten Umsatz bereitet der gargezogene Spargel mit Neuen Kartoffel und dem Wiener Schnitzel. Die Sauce Hollandaise darf dabei natürlich nicht vergessen werden.

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Spargel versus ikarimi Lachs

Für das kürzlich zum Bloggerevent der „Deutschen See“ vorgestellte Filmplakat des kulinarischen Kinostreifens „Spargel vs. ikarimi“, fehlt Euch natürlich noch das Rezept. Eine Salatversion mit Spargelsalat für dieses saisonale Gemüse habe ich hier gefunden. Aber heute soll es doch asiatisch zugehen.

Das Thema mit den kulturellen Gegensätzen hat sich für mich sofort ergeben, als ich diese Lachsprobe im Noriblatt als Abschiedsgeschenk gereicht bekam. Ein paar Bilder dieser Veranstaltung hatte ich ja kürzlich schon offenbart, aber die fantastische Fotografin Ailine hat mir gewährt, auch ihre Bilder Euch zu zeigen. So bin ich ein wenig stolz, ihre Impressionen mit Euch zu teilen. Wer noch mehr von diesen einzigartigen Arbeiten sehen mag, geht am besten gleich auf ihre Seite „AiCuisine“.

Nun zu unserem Teller.

Die Spargelsaison ist ja erst kürzlich offiziell gestartet, deswegen war für mich nur noch die Antwort auf die Frage zu finden, wie ich diese beiden Protagonisten, Beelitzer Spargel und ikarimi- Lachs, unter einen Hut bekomme. Da der Spargel jedoch rein geschmacklich ein recht vielseitig einsetzbares Gemüse ist, das haben wir ja schon zu dem Bloggerevent „… in 4 Gängen“ sehen können, fielen mir da die passenden Beilagen auch recht schnell ein.

Der ikarimi- Lachs hat ebenfalls eine kleine Besonderheit, ist er doch unter dem Algenblatt mit einer leicht scharfen Wasabicreme bestrichen. Blickt man außerdem zur Spargelzeit hinter die Kulissen eines Restaurants, bemerkt man recht schnell, dass sie doch für die meisten Köche ein Graus darstellt. Allein heute schälte ich 25 kg und das sind noch nicht mal so richtig große Mengen, die es bei einem ordentlichen Geschäft zu bewältigen gilt. Neben der ebenfalls sehr anstrengenden Pfifferlingssaison ist es dementsprechend eine höchst ambivalente Angelegenheit, die für die professionellen Herdkünstler viel Ausdauer beim Verarbeiten abverlangt.

Der Anschnitt
Der Anschnitt

Eines kam für mich bei diesem sehr edlen Fischprodukt aber nicht in Frage, nämlich es mit Neuen Kartoffeln und Sauce Hollandaise zu kredenzen. Da mag ich es lieber etwas ungewöhnlicher. Und was kann bei einem ganz asiatisch im Noriblatt eingekleideten Fisch besser passen als eine Sesam- Sojasauce und geröstete Ananas. Das klingt eigentlich schon gar nicht mehr so ungewöhnlich, und nun bietet es sich sogar an, diesen Gang auf eine leichte und auch sehr reduzierte Art anzurichten, so dass es eine wunderbare Vorspeise ergibt, die für jedes Produkt genug Raum hergibt, damit es sich voll und ganz entfalten kann.

Der Spargel wird dabei in einem Fond aus Wasser, Salz, Zucker, Butter und Zitronensaft gegart. Die Ananas muss man dafür nur schälen und den Strunk entfernen, so dass danach diese in Würfel geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Pflanzenöl gebraten werden können. Nimmt man die Sorte „Golden Sweet“ braucht man da auch keinen Zucker mehr.

Beim Lachs braucht es nur ein scharfes Messer und ein zwei akkurate Schnitte.

So fehlt uns nur noch das geschmackliche Zentrum, welches alles zusammenführt: die Sesam- Sojasauce. Das Rezept bekam ich dafür von Eddi, mein Chef im Restaurant „Shiro i Shiro“. In einer Kalbsjus eignet sie sich auch hervorragend für Fleischgerichte. Aber genug geschrieben, hier kommt nun das Rezept, welches so wie der gesamte Gang recht unaufgeregt zusammengerührt und aufgekocht wird.

Zutaten
5g getrockneter Chili
125g gehackter Knoblauch
125g Sesam weiß geröstet
100ml leichtes Sesamöl
400ml Sojasauce
500g Zucker

Zubereitung
1. Zucker, Sojasauce, Sesamöl zum kochen bringen
2. Danach den Rest dazugeben

Ich kann Euch diese Zusammenstellung nur empfehlen auszuprobieren, es ist so ein sehr erfrischender Auftakt zu diesem Königsgemüse und einem nicht weniger leckeren Lachsprodukt.

 

Anm. d. Red.: Der Hinweis mit dem externen Link auf das Spargelrezept wurde gesponsort.

…in 4 Gängen: Spargel-Rahmsuppe | Krabbenpralinen | Spargelragout

Uwe Spitzmüller muss man seit dem vergangenen Jahr wirklich keinem mehr vorstellen. Sein Projekt „Cookbook of Colors“ ging dermaßen durch die Decke, es war unglaublich. Er suchte für seine genannten Farben, die schönsten Gerichte und ließ die Internetgemeinde darüber abstimmen, welche 3 denn die besten seien. Mir war es leider nie vergönnt, mehr als nur in die Vorauswahl zu kommen.
Spargel-in-4-Gängen-2

Ein für alle zugängliches eBook wurde daraus geschustert und es ist für viele, darunter auch meine Wenigkeit, der Maßstab, wenn es um erfolgreiche Bloggerevents geht. Grund genug mir seine Zusage für mein eigenes kleines Bloggerevent zu sichern. In seinem persönlichen Interview schildert er uns, dass er hochwertige Food- Photographie für unterschätzt hält. Ein wichtiges Kriterium, welches ich an die die potentiellen Teilnehmer gestellt habe ist genau dieser Sinn für Ästhetik, da ich denke, gerade auch der Augenmerk auf die finale Darstellung des Gerichts über das Bild soll und wird bei mir einen hohen Stellenwert haben. Für seinen Spargelgang, welcher hier als Suppengang präsentiert wird, schreibt er uns folgende nette Zeilen.

Mustervorlage-Dreizeiler-Uwe-Spitzmüller---Spargel

Wolfgang hat den Spargelmonat sehr kunstvoll angefangen und Uwe führt das Konzept nahtlos weiter. Ich bin gespannt auf den nächsten Teilnehmer in der Runde des Spargels.

Spargel in 4 Gängen - Uwe Spitzmüller (1 von 1) - 07. April 2013 - 001
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