Quinoa

Ein anderes Gesmackserlebnis

iPhone 5S-4156 - 20. Oktober 2013 - 006
Quinoa

Ich habe mich schon so oft gefragt, wie denn der Gast mit neuen spannenden Elementen auf dem Teller zu überraschen sei. Wichtig dabei ist mir immer der Mehrwert, den das Produkt haben soll, ohne nur durch zu viel Getöse und Tamtam am Ende doch geschmacklos über die Zunge zu gehen. Eine herbstliche Vorspeise war nun schon zusammen gestellt und eigentlich schon fix und fertig.

Konzipiert war ein Parfait von Gänseleber gebettet auf französischem Gewürzbrot. Ein Klassiker, welcher international auch auf den Namen „Pain d`epices“ hört, und von mir immer wieder zu Gänseleber aufgegriffen wird. Daneben gesellen sich ein Chutney aus der Kakifrucht, sowie eine geschmeidige Ziegenfrischkäsecreme. Soviel stand schon einmal fest.

Doch irgendwie fehlte der letzte Kniff.

Dieser entsprang beim morgendlichen Frühstück. Es war mal wieder keine Zeit und es musste eine Schüssel voller „Kellog`s Smacks“ herhalten. Und schon war es geschehen, der Götterfunke sprang über. Ich brauchte solch ein Produkt auf meiner Vorspeise. Knusprig und von einer leichten Süße könnte es den gewünschten Spannungsbogen liefern. Doch welches Getreide konnte ich dafür hernehmen und wie funktioniert das?

Eine ehemalige Kollegin aus dem „first floor“ half mir da weiter. Quinoa wäre in Ihren Augen eine gute Alternative. Aber was ist Quinoa überhaupt. Eine kleine Stippvisite auf Wikipedia half da weiter.

Quinoa
Nachgeschlagen …

 

So war die Lösung schnell gefunden und nun galt es, das Ganze in die Tat umzusetzen. Doch viel Geduld musste dafür her, denn so ein gepopptes Quinoakorn braucht sehr lange, bis es zubereitet ist. Zuerst wird es sehr weich gekocht und danach gut abgespült. Zum Glück haben wir einen Dörrautomaten in der Küche stehen, dieser ist nämlich von Nöten. Das Korn muss nämlich fast einen halben Tag getrocknet werden. Nach dem Trocknen ist das Quinoa unglaublich hart und für mich war es nun kaum vorstellbar, dass aus dieser festen Feldfrucht noch ein crunchiges Geschmackslerlebnis werden würde.
Doch weit gefehlt, es brauchte noch einen Frittiervorgang in sehr heißem Fett, was das Quinoa nun dazu bringt, schlagartig aufzuplatzen. Das mag rein optisch nicht so dramatisch erscheinen, wie bei dem Popcorn, im Mund aber gibt es ein smackhaftiges Erlebnis. Um diesen noch näher zu kommen, habe ich mich noch dazu entschlossen, diesen Knusper durch Karamell zu ziehen. Und da die kochende Zunft heutzutage ein Konzept gerne auf verschiedene Art und Weise darstellt, habe ich noch ein Popcorneis zubereitet und fertig ist die Vorspeise:

Gänseleber | Kaki | Pain d`epices | Popcorneis | Portulak

Winterkarte 2012-2013 (17 von 180)-1475 - 09. Januar 2013 - 003
Die fertige Vorspeise

Und so bewahrheitet sich wieder einmal aufs Neue, die These, dass auch noch so kleine Gegebenheiten große Inspirationsgeber sein können.

Rezept für die gepoppten Quinoa

Zutaten100 g Quinoa

50 g Butter
3 EL Zucker
1 l Frittierfett

Zubereitung
1. Die Quinoa in kochendem Wasser ca. 20 bis 30 Minuten sehr weich kochen
2. Die Quinoa abschütten und mit klarem Wasser gut nachspülen
3. In einem Dörrautomaten diese nun ca. 12 h bei 60 Grad C trocknen
4. Bei ca 180 bis 200 Grad Celsius die getrockneten Körner ausfrittieren bis sie knusprig und goldbraun sind, danach auf einem Küchentuch entfetten
5. Den Zucker in einer breiten Pfanne karamellisieren und die Butter zugeben
6.Die gerösteten Quinoa zugeben und kurz durchrühren, aus der Pfanne herausnehmen und auskühlen lassen

Winterkarte 2012-2013 (13 von 180)-1501 - 09. Januar 2013 - 001
Gänseleber | Kaki | Pain d`epices | Popcorneis | Portulak

PS: Meine Kollegin entgegnete mir, dass man außerdem auch Fisch und Tierprodukte poppen lassen kann. Man denke an Schinkenspicker (Schweinebauch) oder Lachsknusper aus seiner Haut.

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Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

Keep it simple!

2013-2Der Valentinstag rückt immer näher. Die Suchanfragen nach diesem Thema mehren sich, das Internet richtet sich schon seit längerem auf diesen Tag ein. Grund genug Euch wieder einmal eine Impression meiner beruflichen Schaffensstätte zu zeigen. Hier und dort reihen sich die doch so bekannten Aromen zu einer großen Sinfonie der Gelüste ein. Da paart sich Schokoladenmalto an fruchtigem Himbeegel, Joghurteis mit Nougatcreme und süßer Brickteig läßt sich gar wundervoll in lauwarme Schokoladensauce dippen… einfach eine kulinarische Oper, eine Ode an die Geschmacksknospen, eine letzte verspätete Sünde vor der Fastenzeit, eine…. mir fallen keine poetischen Vergleiche mehr ein.
Ihr müsst mir da weiterhelfen!

2013

Einen schönen Valentinstag Euch allen!

PS: Wer in Berlin ist und das hier liest, muss sich das Dessert übrigens mal aus nächster Nähe anschauen. Bei Ihrem Foodblogger Ihres Vertrauens in Ihrem Le Faubourg!!!

LeFaubourg_logo
Valentinstagsmenü

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Ein letztes tropisches Dessert bevor der Frühling loslegt

Der Winter, auch wenn er hierzulande teilweise sehr befremdlich warm daher kommt, hinterläßt überall seine Spuren. In der Küche haben wir dagegen damit zu kämpfen, der Schokolade & Co. geeignete Begleiter zur Seite zu stellen. Da häufen sich zu dieser Jahreszeit natürlich die Nachspeisen à la Passionsfrucht, Kokos und dergleichen. So auch bei uns. Was aber nicht heißen soll, dass man es jedes Jahr aufs Neue gleich verpackt.

Auf diesem Teller gesellen sich neben dem besagten Kokos, welches als Eis und Chips verarbeitet wurde, ein Mandelfinancier, Himbeergel, Mandel Malto und Zitronenmelisse.

Gerade auch das Arbeiten mit Malto lädt zu neuen Experimenten ein. Durch die Öl- absorbierende Eigenschaft, kann man Geschmäcker in Pulverform anrichten, welche beim Verzehr sofort im Munde zerschmelzen. Der sinnvolle und vor allen Dingen gut dosierte Einsatz heben ein Dessert mitunter nicht nur optisch. Hattet Ihr schon Kontakt mit Malto, wenn ja, was habt Ihr daraus gebastelt?