@Work: Dieses Mal nicht ganz so frühlingshaft.

Neben all dem Frühlingsgemüse ist aber weiterhin ja auch noch der Knollensellerie sowie der Spitzkohl regional verfügbar. Grund genug allen Kohlliebhabern einen Gang zu widmen. Dieser steht gänzlich im Zeichen von „Sellerie, Petersilie und Spitzkohl“. Passenderweise präsentiert sich dieses Gericht Ton in Ton und der Seeteufel ist derzeit auch eines meiner Lieblingsgerichte auf der aktuellen Karte.

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Deutsche See Online

Die Firma Deutsche See ist mir ja schon aus beruflichen Gründen ein Begriff, steht sie doch wie kaum eine andere Firma für ein stets qualitativ hochwertiges Produkt und eine zuverlässige Zustellung, welche bei weitem nicht von allen Zulieferbetrieben, welche sich für die Berliner Gastronomie verantwortliche zeigen, sagen kann. Natürlich hat dieser Anspruch an Qualität und Pünktlichkeit auch seinen Preis.

Als mir vor kurzem eine Einladung für ein Bloggerevent gesandt worden ist, habe ich mich erst gewundert, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einordnen, warum sich denn die „Deutsche See“ an die Blogger und somit auch an die Endverbraucher bzw. Privatkonsumenten richtet.

http://shop.deutschesee.de/

Doch folgte die Auflösung prompt. Es läuft seit einigen Monaten ein Projekt in Berlin, welches bei Erfolg deutschlandweit umgesetzt werden soll. Die Rede ist von einem Lieferservice ihrer Fischspezialitäten, welcher online ausgelöst werden kann. Gleichzeitig erhält man das Versprechen einer termingerechten Auslieferung. Soweit so gut.

So lud nun die Fischmanufaktur zu einem „get together“ ein. Für Vorfreude war auch schon gesorgt, da sich ja die A- Prominenz der Berliner Foodbloggerszene angekündigt hatte, allen voran Ailine Lielfeld von Aicuisine, Peggy Schatz von multikulinarisch.es und Paul Fritze von einfach lecker essen. Aber auch das offerierte Menü im Einladungstext lies schon einen höchst angenehmen Abend erahnen.

Sylter Royale Auster
Kartoffel | Gurke | Gartenkresse

Arktisches Saiblingsfilet
Rote Bete | Quitte | Meerrettich

Steinbutt | Hummer
Sellerie | Cidre

Sanddorn | Mandel
Knuthenlund Joghurt

Direkt nach der Ankunft bemerkte ich aber sofort, dass es den Schaffern dieses Projekts bei diesem Treffen nicht ausschließlich um die Foodblogger ging. Es war eine kunterbunte Mischung von Menschen aus der kulinarischen Szene Berlins, die sich hier vor Ort von den Begebenheiten der Niederlassung überzeugen sollten. Eine Führung durch die Fertigungshallen lieferte sogleich auch die ersten Eindrücke. So konnte man sehen, dass „Deutsche See“ dem nationalen Markt längst nicht mehr ausschließlich mit Fischprodukten begegnet, sondern das Angebot auf weitere Felder, wie Fleisch oder gar auch Gemüsesorten ausgeweitet hat.

Für die Verpflegung wurde also auch gesorgt, aber nicht ohne vorher selbst Hand angelegt zu haben. Es galt Austern zu öffnen, Saibling zu filetieren und die Teilnehmer durften dann auch gerne die verschiedenen Gänge mit anrichten. Für die fachmännische Betreuung kam extra aus Bremerhaven Sebastian Bruns angereist. Er vermittelte das nötige Know- How und stand mit Rat und Tat zur Seite.

Ein kleines Abschiedsgeschenk war auch noch drin und so bekam ich obendrein noch einen »Nori-Lachs« IKARIMI, der sich auch gleich einer meiner ersten Spargelkompositionen dieses Jahr erfreuen durfte. Dazu aber in einem anderen Beitrag später mehr, für den Teaser sei hier aber noch ein Platzhalter eingeräumt.

Demnächst in Ihrem “kulinarischen Kopfkino”

Alles in allem war der ganze Abend gespickt mit diversen Gesprächen über die gastronomische On-und Offline- Kultur, die mit diesem Verkaufskonzept hoffentlich für einen Mehrwert am heimischen Herd sorgen kann. Berlin und ganz gewiss auch andere Orte ohne direkten Zugang zum Meer sind ja diesbezüglich eher unterversorgt. Das gilt es zu ändern.

 

Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

…in 4 Gängen: Skrei | Petersilie | Rosenkohl

Gestern ist etwas Unglaubliches passiert. Sowas kommt normalerweise nur in den Staaten vor und tangiert eher die Diplomaten- und Politikerkreise. Durch ein Leck in der Mannschaft wurde vorab schon ein Bild des heutigen Zwischengangs des Jahresprojekts „…in 4 Gängen“ geteilt. Auf dem noch eher unbekannten Sozialen Netzwerk namens „Facebook“ gab es schon erste Ansichten des Skrei- Gangs.

Skrei-in-4-Gängen-2

Wie man dort schon sehen konnte, wurde er mit regionalen Produkten ganz bodenständiger Natur gereicht und somit wird wieder einmal mehr bewiesen, dass ganz einfache Produkte auch sehr gut entzücken können. der Kopf hinter diesem Gericht ist kein Geringerer als Wolfgang Kaquu, eigentlich schon fast aus dem Projekt mit seinem letzten und vierten Gang verabschiedet worden, kommt er aufgrund eines Zwischenfalls noch einmal zu einem Zwischengang, den er mit Bravour trotz anfänglichen Schwierigkeiten (Anm. d. Red.: Es wollte noch keinen Skrei im Handel geben) meisterte. Und das Ganze, obwohl er sich stets und  ständig als Dilettant titelt.

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Skrei | Petersilie |Rosenkohl

Er selbst spricht in seinem kulinarischen Dreizeiler davon, dass er gerne bevorzugt auf die saisonalen Lebensmittel zurück greift, die ihm auch hier gegeben sind. So sind neben diesen erwähnten Zutaten noch unzählige weitere Tp- Begleiter denkbar. Ich gebe immer gerne Grünkohl in Verbindung mit Senf und lila Kartoffel und einer Eigelbcreme hinzu.

Skrei-in-vier-Gängen-Dreizeiler

Dieses Gericht kann man natürlich nur mit einem gescheiten Rezept nachkochen. Dieses stellt uns Wolfgang natürlich wieder auf seinem Blog „Kaquus Hausmannskost“ zur Verfügung und wir werden  sehen, vielleicht springt er ja noch ein weiteres unvorhergesehenes Mal ein.

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Skrei | Petersilie |Rosenkohl

1 Auster, keine Perle aber viel Grünzeugs

Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer (1 von 13)Zuletzt beschrieb ich Euch ja die Bedeutung meiner Lieblingsfarbe in kulinarischer Hinsicht.  Mit der Wahl auf „Grün“ stand ich bei diesem Thema nicht alleine da. Auch die zwei „Blogger- Kollegen“ vom „Kraut|Kopf“ teilen mit mir diese Meinung. Sie kredenzten einen erfrischenden und vitalisierenden Gurken- Smoothie, welcher als Hauptbestandteile Apfel und Gurken beinhaltete.

Ganz ähnlich geht es bei mir beim heutigen Gang zu, welcher dem Inspirationsthema „Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer“. Bei mir beschränken sich die „Dinge aus dem Meer“ auf die 2 Hauptdarsteller, der Jakobsmuschel und der Maldon- Auster, wobei ich seit geraumer Zeit nicht mehr Speisen getreu dem Motto: „Welchen Fisch oder welches Fleischprodukt möchtest Du heute wie darstellen“ koche. Es kommt immer häufiger vor, dass man sich fast schon erst die Gemüse- und/oder die Obstsorten im Kopf zusammen stellt und danach schließlich die Frage kommt, sollte es denn wirklich notwendig sein, “Welches Tier passt denn nun dazu”. Solch eine Aufwertung der fleischlosen Komponenten war längst überfällig und vollzieht sich immer mehr, da ich finde, der Umgang immer offener und kreativer wird.

Auch der Einsatz neuer oder bisher unentdeckter Produkte schließt das nicht aus.

Seit über einem Jahr verkaufen wir im Restaurant ausschließlich die Maldon- Auster. Diese aus England stammende Auster ist für meine Begriffe stets sehr prall und im Geschmack umschreibt sie mein Lieferant als „nussig/ meerig“. Es gibt bestimmt nicht wenige unter Euch, die sich dem Verzehr sträuben. Nach meinen allerersten Austern tat ich das auch, aber mit der Zeit bin ich dann auch auf den Geschmack gekommen. Der richtige Begleiter muss mir jedoch dazu gereicht werden, was uns wieder zu dem zu Anfang erwähnten Smoothie von Yannic und Susann führt. Denn so ähnlich ist auch mein geliertes Gurken- Apfelsüppchen aufgebaut, welches mit entsafteten Gurken und Äpfeln hergestellt wird. Auch eine fleischlose Bindung wird mir mit Xanthan ermöglicht, so dass ich dieses Süppchen von der Viskosität her zähflüssiger gestalten kann, ohne auf die altbekannte Gelatine zurück greifen zu müssen.

Rezept für das Gurken- Apfelsüppchen
Zutaten:
5 Stück Gurken
5 Stück Granny Smith Äpfel
Apfelessig
Salz, Pfeffer, Zucker
2 g Xanthan auf 600 ml Fond

Zubereitung:
1. Die Gurken und Äpfel werden entsaftet.
2. Den Fond abschmecken und entsprechend der Menge mit Xanthan abbinden.
3. Gut mixen und passieren.
4. Brunoise von Gurke & Apfel in gleichen Teilen vor dem Anrichten zugeben.

Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer (9 von 13)
Maldon Auster & Jakobsmuschel | Gurke | Apfel

So kommt es, dass ich neben dieser Auster noch gebratene Jakobmuschel, Gurkenchutney, 3x Apfel (Apfelblüten, Apfelgelee mit Joghurt, frisch geschnittene Apfelscheiben) & Wildkräuter anrichte.

Den meerigen Geschmack konnte ich zu dem noch mit dem tollen Gewürz namens „Dill- Nori“- Sprinkles unterstützen. Diese Gewürzmischung wird von Bettina Matthaei vertrieben, welche kürzlich in Ihrem Buch viele Ihrer Weisheiten zusammenfasste. Es beinhaltet neben geröstetem Sesam noch Rosenblütenblätter, Norialgen, Salz und Dillblüten. Einfach traumhaft und ich habe bisher noch kein vergleichbare Mischung gefunden.

Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer (11 von 13)
Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer

So mache ich mir die Auster schmackhaft, welche mir bei unserer ersten Begegnung so gar nicht schmecken wollte, auf diese Art und Weise aber ist sie für mich doch sehr begehrenswert.

Rewe

 

Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

…in 4 Gängen: Heilbutt | Karotte | Erbse

Le Faubourg März-17. März 2012-15-1665 - 17. März 2012 - 001
Heilbutt | Karotte | Erbse

Die Karotte geht in die dritte Runde. Wir erlebten sie diesen Monat schon als leichte Vorspeise von Peter M. Lehner und eine durch Daniel Humms Kochbuch inspirierte Version von Claudia. Beide sind für meine Begriffe sehr kreativ und mit Sicherheit nicht nur schön anzuschauen. Eigentlich hätte dieses Mal der Karottengang durch Annette von Culinary Pixel gekocht werden sollen, aber Ihr wisst ja wie das manchmal so ist. Ihr Terminplaner war dann doch so voll, dass ich kurzerhand mit diesem Gericht eingesprungen bin.

Karotte-in-4-Gängen-3

Für diesen Gang habe ich mir wieder meinen Helfer hinzugeholt. Der „Thermomix“ mag noch so viele konventionell angehauchten Küchenhandwerker ein Dorn im Auge sein, die da behaupten:“ Es sei doch gar nicht notwendig eine so teure Maschine sich ins Haus zu holen“.

steinpilzrisotto - hähnchenbrust - karotte - radieschen - parmesan (61 von 109) - 26. Januar 2013 - 001
“Thermomix TM 31”

Ich sag Euch, ich möchte sie nicht mehr hergeben. Aber das werdet Ihr in einem nächsten Teil der Serie „Needful Things“ schon noch nachlesen können und dann vielleicht auch verstehen, warum er nicht nur bei mir so beliebt ist. Bis dahin erkläre ich Euch in meinem Rezept, wie das so funktioniert dem Herstellen des Karottenpürees.

Le Faubourg März-17. März 2012-14 - 17. März 2012 - 001
Heilbutt | Karotte | Erbse

Als weitere Komponenten finden sich hier neben dem Karottenpüree noch ein paar Vichy- Karotten (siehe Rezept), Erbsen, Erbsenkresse, gebeizter Heilbutt, eingelegte Zitronenscheiben, Kräuter, Shiso Kresse und Radieschenscheiben… für diejenigen, die es gerne genau wissen möchten.

heilbutt-karotte-erbse

So findet nächste Woche der Karottenmonat mit dem Dessertgang von Ariane seinen Abschluss, dort zeigen wir nochmal in einem schönen Diagramm von Foodpairing, was eigentlich mit der Karotte sonst noch so ginge.

Le Faubourg März-17. März 2012-9-1664 - 17. März 2012 - 001
Heilbutt | Karotte | Erbse

 

Serviervorschlag März | 2012

In einem Kommentar von Chef Hansen des letzten Blogeintrages kam unter anderem die Frage nach der Ästhetik beim Anrichten von Kartoffelpüree auf. Der besseren Nachvollziehbarkeit halber, zitiere ich mal eben kurz: „… Ich verstehe Foodgawker leider überhaupt nicht und schau da auch eigentlich kaum mehr vorbei. Ab wann ist denn ein Teller für dich detailreich? Mich beschäftigt z.B. grade folgendes: Forelle mit Möhrchenschuppen, Chai-Kartoffelpüree und einer leicht scharfen Bananensauce. Aromatik passt soweit, aber wie richtet man ein Kartoffelpüree ansprechend an, soll ich den Fisch filetieren oder als Ganzes lassen? Und wie bringt man das dann rüber? Ich weiß ja schon dass es schmeckt, die Frau liebt es, aber die Kombination für sich ist eher unbekannt und stieß auf Facebook eher auf Ablehnung. Aber kann man die eigene Begeisterung überhaupt auf dem Teller rüberbringen? …“.

Ich finde:„ JA, man kann“.

Aber was soll der ganze Tam Tam, wenn es denn nicht schmeckt. So ist es mir prinzipiell immer viel wichtiger, was das Ganze bei mir im Munde auslöst. Forellen mit Möhrchenschuppen sehen bestimmt toll aus, wenn die Möhre dann nicht schmeckt, finde ich es schade um die Arbeit. Aber der Chef wird`s wohl richten. Was er meint, wenn er sagt, dass es auf facebook nicht angekommen ist, ist mir ein Rätsel. Das wäre nicht meine ultimative Plattform der Urteilsfindung.
Über Fotos zwecks eigener Meinungsbildung würde ich mich wohl freuen. Schick mir doch bitte welche, wenn Du kannst! Ich würde das gerne auch einmal beurteilen.
Fisch im Ganzen kommt sowieso viel spannender, als ein teilweise nicht wieder zu erkennendes Stück Filet. Außerdem ist man beim Filetieren am fertig gebratenen Fisch eher der Held des Abends als anders `rum.

 

Die Königsklasse wäre doch Loup de mer in der Salzkruste! Ich setze mich da konzeptionell mal ran, wäre ja schon wieder ein BlogEvent… „Der beste Loup in der Salzkruste – webweit“.

 

re:publica 12Überhaupt setze ich mich hier viel mit dem Blogging an sich auseinander. Der Sinn und Zweck und vom Prinzip der Richtu,ng welche die Blogs um mich herum einschlagen, und wo meiner denn hingehen soll.

Wie ich heute mitbekommen habe, ist ja das Foodbloggen an sich im Web ja auch groß genug geworden, um auf der re:publica in Berlin als Thema ein Podium zu bekommen. Nicole Stich wird als eine der Beteiligten neben Sebsatian Dickhaut & Stevan Paul genannt. Interessieren würde es mich natürlich schon.

Also auf Wunsch von Chef Hansen hier mein Serviervorschlag des Monats!

Nein, das wird kein BlogEvent und bitte nicht nach machen, oder doch… als „Seezunge im Ganzen gebraten | Rote & Gelbe Bete | Lauch | Kartoffel – Limettenpüree“, wer macht den besten Serviervorschlag?!?

 

 

Fine Dining im Blog

Heute wird mal etwas hochgestapelt. Zu Hause aber trotzdem, zugegeben mit etwas Müh, umsetzbar. Aber man orientiert sich doch immer nach oben. Hier ist ein Beispiel mit klassischen Elementen, moderner Aufbereitung einer schwer
einzuordnenden Crossover Cuisine Küche.

Doch hier ist alles erlaubt, was schmeckt. Es gesellt sich zu dem Loup de mer Carpaccio mit Koriander, eine Jakobsmuschel mit Zitronengrasmousse, Orange und Passe Pierre, meiner geliebten Meerbohnenalge.

ruck zuck”

Von der Sache her, sind es alles machbare Komponenten. Der Loup ist schnell filetiert, gehäutet, anplattiert, mit Koriander ausgelegt und abgeschmeckt, aufgerollt und eingefroren, zack zack. Daran liegt es also nicht.

Die Orange ist ruck zuck geschält und filetiert. Das ist es wohl auch nicht.

zack zack”

Passe Pierre Algen verputzt man im Schlaf und mit Limone und Öl hat man die auch schnell mariniert. Tot macht man sich dabei wirklich nicht.

Nun gut, Zitronengrasmousse kann man toll finden, muss man aber nicht. Geht auch ohne. Finde ich aber mit leckerer. Ist vielleicht die einzige Hürde, weil es ja seine 4 Stunden braucht. Ist hier aber auch kein D- Zug, oder?

Darum darf es jetzt auch keine Ausreden mehr geben. Ran an den Speck.

 

 

It even looks like… but don`t call it Maki!

Das große Finale rückt nun näher und ich habe nun, wie im letzten Post schon angekündigt wurde, doch nicht die Qual der Wahl, mir eines der drei vorbereiteten Beträge für den Wettbewerb der Effilee heraus zu picken. Das übernimmt jetzt die Jury für mich, welche alle drei gleich akzeptiert. Ich komme aber trotzdem nicht herum, Euch zu fragen, welches Ihr am besten findet. Zum ersten hatte ich ja schon die ein oder andere Meinung gehört. Doch dazu wird es noch eine extra Fragerunde geben.

Unterstützt wurde ich hier vom nun doch hoffentlich allseits bekannten Weltmeister meines Vertrauens Florian, welcher mir mit seinem Crêpeteigrezept ausgeholfen hat. In konspirativer Runde entstand nach langem Hin und Her dieses Werk. Vielen Dank noch einmal dafür und für alles andere, mein Lieber.

Gebeizter Bachsaibling I Schwarzer Crêpe I Ananaschutney I Grüne Tee Crème Fraîche mit Saiblingskaviar

Es ist natürlich auch eine andere Sache, einem Crêpeteig schwarz zu färben und diesen dann auch noch standesgemäß farblos in der Pfanne zu garen. Gelungen ist es uns trotzdem und wunderbar leicht kommt dieser Augenschmaus in diesen warmen Frühlingstagen auch daher. Für mich ist dieses hier unter den eingereichten Beiträgen mein Favorit aber so richtig sicher bin ich mir da eigentlich auch noch nicht. Der Saibling mit dem Wasabi- Kartoffelpüree verfehlt da ja auch nicht seine Wirkung.

Also nun mal ran ans Werk, wir brauchen folgende…

…Zutaten

…für den schwarzen Crêpeteig

  • 150 g Mehl
  • 300 ml Milch
  • 10 g Puderzucker
  • 5 x Eier
  • 40 g Butter
  • Salz
  • 3 Päckchen Sepiatinte

…für die Rolle vom gebeizten Bachsaibling

  • 500 g Bachsaiblingsfilet
  • 50 g Petersilie
  • 5 g Koriander
  • 5 g Pfeffer weiß
  • 20 g Olivenöl
  • 30 g Salz
  • 10 g Zucker
  • 8 g Wacholder
  • 2 cl Champagneressig

 

…für das Ananaschutney

  • 1 x Ananas
  • 500 ml Ananassaft
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 x Rote Paprika
  • Salz, Zucker
  • 1 x Chilischote
  • 1/2 x Stange Zitronengras

…für die Grüne Tee Crème Fraîche

  • 50 g Crème fraîche
  • 1 Dose Saiblingskaviar
  • 1 Limette
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 1 TL Grüne Teepulver

…und ansonsten noch

  • 100 g jungen Blattspinat
  • 1 Schalotte in feine Brunoise
  • Frischkäse
  • Stecksalat (Rauke, Frisee, Baby Mangold o.ä.)
  • Essig & Öl
  • Muskatnuss
  • Zucker

Zubereitung

…des gebeizten Bachsaiblings

  1. Das Saiblingsfilet auf eventuelle Gräten prüfen und in eine flache Schale geben.
  2. Den Dill und die Petersilie waschen und klein schneiden.
  3. Koriander, Pfeffer und den Wacholder zerstoßen .
  4. Nun alles miteinander vermischen und über das Lachsfilet geben.
  5. Im Kühlschrank abgedeckt 2 Tage marinieren.
  6. Danach aus der Marinade nehmen und gleichmäßig dünne Tranchen schneiden.
  7. Diese bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.

 

…des Crêpeteiges

  1. Die Butter in einen Topf geben und auf geringer Hitze flüssig werden lassen.
  2. Das Mehl zusammen mit der Milch, dem Puderzucker und den Eiern zu einem homogenen Teig verrühren.
  3. Die Butter langsam einlaufen lassen und auch unterrühren.
  4. Nun die Sepiatinte noch einarbeiten und abschmecken.
  5. In einer beschichteten Pfanne die Crêpes bei mittlerer Temperatur ausbacken und erkalten lassen.

..des Blattspinats

  1. In einem Topf werden mit etwas Butter die Schalottenwürfel glasig geschwitzt.
  2. Nun den Spinat zugeben und weiterschwitzen.
  3. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zucker abschmecken.
  4. Aus dem Topf nehmen und auf ein Küchentuch oder in ein Sieb geben, so dass der überschüssige Fond ablaufen kann.
  5. Auskühlen lassen.

…der Crêperolle

  1. Die Seiten der Crêpes werden begradigt und einzeln auf ein mit Klarsichtfolie ausgelegtem Brett gegeben.
  2. Die vordere Hälfte mit den Tranchen vom Bachsaibling auslegen.
  3. Die hintere Hälfte wird mit dem Frischkäse bestrichen.
  4. Auf das erste Drittel des Saiblings wird nun der Spinat ausgebreitet.
  5. Jetzt wird mit Hilfe der Folie der Crêpe vorsichtig eingerollt.
  6. An den Enden noch zusätzliche die Folie fest eindrehen und vor dem Schneiden der Rollen diese für mindestens 1 Stunde kühlen.

…der Grünen Tee Crème Fraîche

  1. Die Crème Fraîche in einer Schüssel zusammen mit dem Grünen Tee Pulver glatt rühren.
  2. Mit Salz und Pfeffer und etwas Limettensaft abschmecken.
  3. Den Kaviar nun vorsichtig unterheben und kalt stellen.

…des Ananaschutneys

  1. Der Ananas wird die Schale und der Strunk entfernt. Nun die Frucht in Scheiben schneiden und diese wiederum würfeln.
  2. In einer Pfanne oder einem breiten Topf etwas Zucker karamellisieren lassen.
  3. Mit dem Ananassaft ablöschen und das Zitronengras sowie eine viertel entkernte Chilischote hinzugeben und bis auf ca. 1/5 reduzieren.
  4. In der Zwischenzeit die Paprika mit einem Sparschäler schälen und die Schale in feine Würfel schneiden.
  5. Zusammen mit der Ananas wird nun die Paprika dem Fond beigegeben und einmal aufgekocht.
  6. Die Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und das Ragout etwas abziehen bis eine sämige Konsistenz entsteht.
  7. Gegebenenfalls mit etwas Salz und Zucker abschmecken. Beiseite stellen.

Anrichten

Die Rolle wird nun aus der Folie genommen und 2,5 cm starke Scheiben geschnitten und auf das gewünschte Geschirr gelegt. Darauf das Chutney geben und mit zwei Löffeln Nocken der Crème Fraîche ausstechen und ebenfalls anrichten. Mit den mit etwas Essig und Öl marinierten Blattsalat garnieren. Fertig.