Keep it simple!

2013-2Der Valentinstag rückt immer näher. Die Suchanfragen nach diesem Thema mehren sich, das Internet richtet sich schon seit längerem auf diesen Tag ein. Grund genug Euch wieder einmal eine Impression meiner beruflichen Schaffensstätte zu zeigen. Hier und dort reihen sich die doch so bekannten Aromen zu einer großen Sinfonie der Gelüste ein. Da paart sich Schokoladenmalto an fruchtigem Himbeegel, Joghurteis mit Nougatcreme und süßer Brickteig läßt sich gar wundervoll in lauwarme Schokoladensauce dippen… einfach eine kulinarische Oper, eine Ode an die Geschmacksknospen, eine letzte verspätete Sünde vor der Fastenzeit, eine…. mir fallen keine poetischen Vergleiche mehr ein.
Ihr müsst mir da weiterhelfen!

2013

Einen schönen Valentinstag Euch allen!

PS: Wer in Berlin ist und das hier liest, muss sich das Dessert übrigens mal aus nächster Nähe anschauen. Bei Ihrem Foodblogger Ihres Vertrauens in Ihrem Le Faubourg!!!

LeFaubourg_logo
Valentinstagsmenü

2013-3

„ph10“ – Pierre Hermé

Aus dem Sohn eines Pâtissiers in vierter Generation ist längst ein hiesiger Geschäftsmann mit einem nicht zu unterschätzenden Pralinenimperium mit achtstelligen Jahresumsätzen geworden. Pierre Hermé ist eine Ikone schlechthin, ein Superlativ in sich. Seine Laufbahn begann bereits im Alter von 14 Jahren, welche er fortan ohne Unterlass aufbaute. Nach etlichen Stationen folgte 1996 seine erste Unternehmensgründung. Er interpretierte die Macarons neu und erhob sie so zu Frankreichs beliebtesten Feingebäck. Er gilt als oft kopiert und nie erreicht.

Continue Reading

„Robuchon – Die Klassiker: Grand Livre de Cuisine“

Mit J. Robuchon veröffentlichte letztes Jahr einer der bisher vier ernannten Jahrhundertköche sein „Großes Buch der Küche“. Dass man sein Werk nur so nennen sollte, wenn es denn auch im Ansatz die riesigen Fußstapfen der ähnlich klingenden Buchbände eines Ducasse` oder Paul Bocuse ausfüllen kann, muss man hierbei wohl nicht erwähnen. Er ist schon in jungen Jahren stets mit dem Bestreben vorangegangen, immer der Beste zu sein.

Continue Reading

Ein letztes tropisches Dessert bevor der Frühling loslegt

Der Winter, auch wenn er hierzulande teilweise sehr befremdlich warm daher kommt, hinterläßt überall seine Spuren. In der Küche haben wir dagegen damit zu kämpfen, der Schokolade & Co. geeignete Begleiter zur Seite zu stellen. Da häufen sich zu dieser Jahreszeit natürlich die Nachspeisen à la Passionsfrucht, Kokos und dergleichen. So auch bei uns. Was aber nicht heißen soll, dass man es jedes Jahr aufs Neue gleich verpackt.

Auf diesem Teller gesellen sich neben dem besagten Kokos, welches als Eis und Chips verarbeitet wurde, ein Mandelfinancier, Himbeergel, Mandel Malto und Zitronenmelisse.

Gerade auch das Arbeiten mit Malto lädt zu neuen Experimenten ein. Durch die Öl- absorbierende Eigenschaft, kann man Geschmäcker in Pulverform anrichten, welche beim Verzehr sofort im Munde zerschmelzen. Der sinnvolle und vor allen Dingen gut dosierte Einsatz heben ein Dessert mitunter nicht nur optisch. Hattet Ihr schon Kontakt mit Malto, wenn ja, was habt Ihr daraus gebastelt?

Ein kleines Stück Frankreich, jedenfalls so wie ich mir das vorstell`!

Wie ich es hier an der ein oder anderen Stelle schon angemerkt habe, gibt es einen Ort, zu dem ein alter Chef und Freund mich vor einigen Jahren geführt hatte und seitdem ist es für mich ein Stück französischer Lebensfreude inmitten der Hauptstadt der Musik. Finden tun wir diesen Ort im Zentrum, wobei man sich in Berlin sehr schwer tut, ein echtes Zentrum zu finden. Eines dieser ist in unmittelbarer Nähe zum “Rosenthaler Platz”. Noch ist es ein für Nicht- Berliner ein wirklicher Geheimtipp (“Mir ist schon klar, wenn man in einem Blog einen Geheimtipp postet, dass er diesen Titel lang nicht mehr tragen darf”), und nur von der Kreativenelite* Berlins erschlossen.

Dort angekommen offenbart sich einem sofort der Umstand, dass man sich hier auf einem sehr kleinen Stückchen Land der Kaffeekultur befindet. Man gehört entweder zu der Fraktion, der es aufgrund des Mottos “Der frühe Vogel fängt den Wurm” gelungen ist, einen der begehrten mit kuscheligen leicht kitschig angehauchten aber trotzdem nicht unpassenden Kissen ausgestatteten Bankplätze zu ergattern, oder man darf an einem der prinzipiell für die angebotenen Frühstücke viel zu kleinen aber dennoch hübsch anzusehenden 2er, 3er oder gar 4er Tischen Platz nehmen. Vom Letzteren gibt es aber tatsächlich nur einen. Man regelt eine größere Tafelrunde eher mit kollektivem Stühlerücken und hat dann entsprechend weniger Platz pro Person pro Tisch, Was die Sachlage mit den kleinen Tischen und den umfangreichen Frühstücksangeboten erheblich dramatisiert, aber man ist ja kreativ!

Hat man endlich die passende und wahrscheinlich einzige sich bietende Sitzgelegenheit in Anspruch genommen, bemerkt man beim ersten Besuch zwangsläufig, dass von den netten Damen keine an den Tisch kommen mag. Aber da das Lokal nun wie schon ebent erwähnt gar nicht mal so überdimensioniert ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis einem das Kärtchen auf dem Tisch freundlich aber dennoch bestimmt erklärt, dass es sich hier um einen Selbstbedienungsladen handelt. Also ab an die Theke. Die Dauer des sich Anstellens überbrückt man am besten mit dem Besichtigen der Vitrine, dort sind so mancherlei Leckereien ausgestellt… und das Gute daran, alle sind käuflich. Das geht ASngebot reicht von kleinen Karamelltörtchen, Quiche Provence, Käsekuchen bis hin zu feinen Tartes. Alles sieht frisch produziert aus und das Angebot wechselt auch.

Wir bestellten den Klassiker… das Große Französische Frühstück… man glaubt es kaum. Neben dem leckeren Brot wird da eine Auswahl an verschiedenen Wurst- & Käsesorten die unverwechselbare Entenrillettes gereicht. Ein Traum. Kostet zusammen schon einen stolzen Taler, teilt man es sich aber, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Gekochte Bioeier gibt es der Order entsprechend gereicht und die Qualität der Kaffeegetränke sind auch in Ordnung.

Natürlich ist beim “Petit Dejeuner” eine Lektüre von Nöten. Neben ausgesuchter heimischer/ regionaler Presse gibt es auch noch original Comics in französischer Sprache. Auch nicht gerade selbstverständlich.

Wer sich ein Stück Paris nach Hause nehmen möchte, hat die Möglichkeit sich recht viele der eingemachten Spezialitäten zu erstehen. Wird wohl eher bei den sich ab und an hierhin verlaufenden Touristen ziehen, denn der Berliner kommt dann doch lieber zum Frühstück wieder. Vor allen Dingen zur frühen Stund`, denn da verwöhnt einem die Morgensonne, welche bei heiterem Wetter jeden Tag den Laden auf der Ostseite streift, den Start in den schöpferischen Tag. Wo ist mein iPad? (“Ach ja ich habe ja noch gar keins, ich komme trozdem wieder”).

Café Fleury
Weinbergsweg 20, 10119 Berlin
Öffnungszeiten von Montag-Freitag: 8-22 Uhr & Samstag und Sonntag:10-22h.
*Kreativenelite= Individuum mit wenigstens einem Apple- Produkt ausgestattet, welches gut sichtbar am eigenem Körper platziert zu sein hat; derzeit mit Slim- Hosen (weiß, schwarz oder grau aber auch rot) und leichten Shirts (wahlweise lila oder auch grün), Discountlatschern, und dem obligatorischem Tuch (bei Wind und Wetter gerne aber auch Sonne) ausgestattet; unterwegs stets mit einer italienischen, koffeinhaltigen noch dazu heißen Kaffeespezialität ausgestattet natürlich “To Go” mit lactosefreier Sojamilch oder aber in Ausnahmefällen ein “Smoothie Mango”; normalerweise nicht vor 15 Uhr wach… für ein Frühstück beim bezeichneten Franzosen muß er das auch nicht früher sein, denn hier gibt es Frühstück den ganzen Tag