Ein Tag im Leben: Dominique Ansel

Vor zwei Jahren fand im Herzen von New York eine kleine Revolution statt, dessen Ausläufer nur zum Teil hier in Europa angekommen sind. Die Rede ist vom Cronut. Es ist eine Erfindung von Dominique Ansel, welcher mit einer Mischung aus Donut und Croissant einen neuen Lifestyle in den Staaten geprägt hat. Dort war zu Beginn mitunter ein richtiger Hype um dieses Gebäck entstanden, welcher bis heute immer noch recht spürbar anhält.

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Heute gibt`s Apostelkuchen… bitte was?

Nun gut, dann sagen wir halt den geläufigeren Namen, Brioche. Der ist aus keinem französischem Frühstück wegzudenken, und macht garantiert auch nicht dick…, wie gesagt “Ohne Rücksicht auf Verluste”.

Florian bereitet hier mal vier Kastenbrote von diesem sehr beliebten luftigen Gebäck zu. Er teilte mir auch mit, dass er früher den auch gerne von den geschätzten und vor allen Dingen aufmerksamen Kollegen zu sich auf den Posten gebracht bekommt hatte, wenn er denn mal wieder unter dem Salamander eher schwarz als goldbraun geröstet worden ist. Macht ja auch keine Arbeit, dieses dreimal gehen lassen, von Hand abdrehen und und und.

Das Rezept werde ich hier nachreichen, es soll ja doch ein Original vom Meister seines Fachs sein, und der wird dann mal demnächst hier näher vorgestellt, das ist längst überfällig.

Bildermaterial: The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.

Nicht gerade weltmeisterlich aber trotzdem lecker!

Der Weltmeister meines Vertrauens, nennen wir ihn mal Florian, hat wohl so einige unangetastete Rezepte in seinem Verzeichnis.

Eines davon, nämlich das der Salzburger Nockerln, wurde heute herausgeholt. Die Motivation war eigentlich eine Große, doch der gestrige Abend forderte seinen ihm zustehenden Tribut und so schlichen sich “Ungenauigkeiten” ein, welche dem Geschmack zwar in keinster Weise einen Abbruch bescherten, sondern sich aber im Äußeren wiederspiegelten.

Aus dem klassischen dreifachen Gipfelg(en)uß wurde ein Einziger, dafür jedoch umso voluminöser. Kritisch beäugt, doch letztendlich komplett verzehrt, und das nur zu dritt, weiß man nun das Rezept beim nächsten Male ensprechend geändert anzugehen. Ich werde es hier auch selbst noch einmal aufbereiten.

In dieser Variante hat Florian einen Boden aus eingelegter Birne, Mandelblättchen, Haselnußgrieß und Rosinen in einer Cocotte ausgelegt. Darauf kam dann ein Teil des Guss` aus Milch und Butter. Wir vermuten, dass sich hier das Malheur eingeschlichen hatte, indem wir zuviel der übrigen Milch dem luftig aufgeschlagenem Ei zumuteten. Die Haube war zwar leider nicht in ihrem Gerüst stabil genug, um ihr die signifikante Form zu geben, doch gleichwohl unheimlich locker & leicht, so dass man nach dem Backen das Gefühl hatte, man nascht hier von einer Wolke. Einfach nur großartig.

Jeder, der für den Sonntag Nachmittag eine durchaus in kurzer Zeit zu realisierende und in ihrer Beispiellosigkeit nicht zu überbietende Nascherei sucht, der ist mit den Salzburger Nockerln sehr gut beraten.