12 F.A.Q. an Mona Schrader

Mona Schrader ist fast noch wie ein unbeschriebenes Blatt. Seit 2013 ist sie Restaurantleiterin und zudem Sommeliere im Einsterner “Ole Deele” und Teil des jungen Teams, dass derzeit bei Hannover Schlagzeilen macht. Da bei mir die “Youngsters” sowieso immer hoch im Kurs sind und es für mich sehr spannend ist, deren Werdegang zu verfolgen, kam es mir nur mehr als recht, als sich die Chance für ein kleines Interview auftat. Vielen Dank Mona!

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Bitte setzen Sie sich!

Hin und wieder stößt man im Netz auf die unterschiedlichsten Sachen. Ratgeber für allerlei Situationen, auch für die, über welche man sich eigentlich noch nie Gedanken gemacht hat und man auch bisher nicht das Gefühl hatte, sich jemals den Kopf darüber zerbrechen zu müssen.

Restaurant Shiro i Shiro

Vor einiger Zeit hatte ich das beim Sichten des Buches über Dinge, die ein “richtiger” Mann wohl können muss. Dort wurde dann unter anderem das Landen einer Boeing auf Wasser, das Ziehen eines schmerzenden Zahnes oder das Entwaffnen eines mit einem Jagdmesser bestückten Gegners erörtert. Also all der alltäglich anwendbare Wissensschatz, mit dem man in regelmäßigen Abständen konfrontiert wird.

Letzte Woche hatte ich wieder einmal diesen Moment, jedoch könnte dieses Know- How wirklich mal entscheidend sein. Nämlich dann, wenn man wichtige Verhandlungen am Dinertisch abhält. Oder wenn man in großen Runden eine möglichst zentrale Rolle bei dem Großteil der geführten Gespräche bevorzugt. Wichtig dabei ist jedoch die magischen 45 Sekunden während der Sitzwahl nicht zu unterschätzen. Man muss dabei möglichst natürlich, unvoreingenommen und planlos erscheinen, damit man beim Gegenüber nicht auffliegt.

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© Alex Cornell

Der Blogger Alex Cornell ist ein in San Francisco lebender Blogger, welcher sich dieser Thematik angenommen hat. Er hat sich sechs verschiedenen Sitzgelegenheiten gestellt, die optimale Position ausgemacht und die dafürsprechenden Argumente in einer anschaulichen Infografik dargelegt. Dazu gibt es von ihm noch die Schwierigkeitsgradanzeige, die in Form einer Skala dargestellt ist, und so den Anspruch wiedergibt

Alles sehr unterhaltsam, wie so viele andere Posts auf seinem Blog. So dürfte es bei der nächsten Platzwahl ja klar sein, wo man am besten Platz nimmt.

12 F.A.Q. an Gunnar Tietz

Gunnar Tietz ist einer der Top- Sommeliers der vergangenen Jahre. Bekannt und mehrfach kopiert ist sein Konzept der Bottle Party, welche jährlich die Winzer und Weinfans aus allen Ecken dieser Welt im first floor des Palace Hotels in Berlin vereint und noch dazu fürstlich von den Größen der deutschen Spitzengastronomie bekocht werden. Gunnar Tietz schuf sich sein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal und blieb dabei dem first floor seit nun schon 15 Jahren treu. In meiner Zeit als Koch im Restaurant first floor durfte ich ihn kennen lernen und freue mich umso mehr ihn Euch vorzustellen.

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12 F.A.Q. an Andy Vorbusch

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Mit Andy Vorbusch hat der 3 Sterne Koch Joachim Wissler einen Pâtissier höchster Güte im Team. Er hat die unsäglich schwere Aufgabe im Restaurant Vendôme dem Gast zum Ende eines langen Menüs noch ein Verzücken zu entlocken. Dass ihm das stets gelingt, zeigen seine Auszeichnungen und die Anerkennung ihn der Köchezunft. Er vergißt dabei nicht die traditionellen Wurzeln der klassischen Pâtisserie, und dennoch ist er einer der treibenden Kräfte in der deutschen Gastrolandschaft, die die Weiterentwicklung stes vorantreiben. Sein Schaffen kann man dabei unter anderem beim regelmäßig stattfindenden SweetTank der sternefresser bewundern. Er stellt sich uns heute vor.

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12 F.A.Q. an Juan Amador

Avantgarde – die einstige Vorhut beim französischen Militär, welche zuerst den Kontakt zum Neuen aber auch Fremden hatte.
Ob gutartig oder nicht galt es erst auszutesten. Heute wird es so eigentlich bevorzugt im kulinarischen Sinne verwandt. Kein anderer schaffte es aber diese Art der Speisenbereitung in Deutschland zu etablieren. Bei allem Forschungsdrang vergisst er seine katalanischen Ursprünge und umso weniger die deutsch- französische Basis nicht auf der alles aufbaut. Seit 2004 ist Juan Amador selbständig und es gelang ihm innerhalb von zwei Jahren bereits zwei der begehrten Sterne des Guide Michelin zu erkochen. Zuletzt wurde ihm der dritte Stern bereits zum fünften Male bestätigt.

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Kiss Kiss & Good Bye

Der Sommer ist vorüber.

Diese Woche gab es für uns die zwei wahrscheinlich letzten beiden heißen Tage dieses Jahr, welche das Prädikat “sommerlich” auch wirklich verdienen. Ein letzte Erinnerung an die diesjährige warme Jahreszeit, die wieder so durchwachsen begann, möchte ich mir hier bewahren.

erdbeere | kaffeeparfait | frischkäsemousse | 43er espuma

Eine Ode an die Erdbeere.
In Verbindung mit dem Waldklee ergibt sie nicht nur eine ästhetische sondern geradezu symbiotische Beziehung. Die Geschmäcker ergänzen auf gar wunderbare Art & Weise. Dies war auch zugleich meine erste Begegnung mit diesem Gewächs, welches ich bestimmt noch woanders einzusetzen weiß.
Für dieses Jahr haben wir die Erdbeersaison abgeschlossen und behalten sie uns bis zum nächsten Jahr in Erinnerung.

Sommer, komm` bitte bloß bald wieder!

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Ein wunderbarer Bücherherbst deutet sich an…

Der diesjährige Herbst verspricht ein ganz besonderer zu werden. Jedenfalls im kulinarischen Sinne. Es drängen in den nächsten zwei bis drei Monaten so einige aufregende Neuerscheinungen auf den Markt. Neben nationalen Kochgrößen wurde auch ein Kollege aus der Schweiz, derzeit in den Staaten tätig, in deutscher Sprache neu aufgelegt und wird sicher genauso einschlagen, wie bei sich in New York. Aber auch unsere Kochhelden müssen und werden sich auch nicht wegducken müssen.

Also es empfiehlt sich immer mal wieder hier vorbei zu schauen, da alle diese Werke hier besprochen werden.

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Ein kleines Stück Frankreich, jedenfalls so wie ich mir das vorstell`!

Wie ich es hier an der ein oder anderen Stelle schon angemerkt habe, gibt es einen Ort, zu dem ein alter Chef und Freund mich vor einigen Jahren geführt hatte und seitdem ist es für mich ein Stück französischer Lebensfreude inmitten der Hauptstadt der Musik. Finden tun wir diesen Ort im Zentrum, wobei man sich in Berlin sehr schwer tut, ein echtes Zentrum zu finden. Eines dieser ist in unmittelbarer Nähe zum “Rosenthaler Platz”. Noch ist es ein für Nicht- Berliner ein wirklicher Geheimtipp (“Mir ist schon klar, wenn man in einem Blog einen Geheimtipp postet, dass er diesen Titel lang nicht mehr tragen darf”), und nur von der Kreativenelite* Berlins erschlossen.

Dort angekommen offenbart sich einem sofort der Umstand, dass man sich hier auf einem sehr kleinen Stückchen Land der Kaffeekultur befindet. Man gehört entweder zu der Fraktion, der es aufgrund des Mottos “Der frühe Vogel fängt den Wurm” gelungen ist, einen der begehrten mit kuscheligen leicht kitschig angehauchten aber trotzdem nicht unpassenden Kissen ausgestatteten Bankplätze zu ergattern, oder man darf an einem der prinzipiell für die angebotenen Frühstücke viel zu kleinen aber dennoch hübsch anzusehenden 2er, 3er oder gar 4er Tischen Platz nehmen. Vom Letzteren gibt es aber tatsächlich nur einen. Man regelt eine größere Tafelrunde eher mit kollektivem Stühlerücken und hat dann entsprechend weniger Platz pro Person pro Tisch, Was die Sachlage mit den kleinen Tischen und den umfangreichen Frühstücksangeboten erheblich dramatisiert, aber man ist ja kreativ!

Hat man endlich die passende und wahrscheinlich einzige sich bietende Sitzgelegenheit in Anspruch genommen, bemerkt man beim ersten Besuch zwangsläufig, dass von den netten Damen keine an den Tisch kommen mag. Aber da das Lokal nun wie schon ebent erwähnt gar nicht mal so überdimensioniert ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis einem das Kärtchen auf dem Tisch freundlich aber dennoch bestimmt erklärt, dass es sich hier um einen Selbstbedienungsladen handelt. Also ab an die Theke. Die Dauer des sich Anstellens überbrückt man am besten mit dem Besichtigen der Vitrine, dort sind so mancherlei Leckereien ausgestellt… und das Gute daran, alle sind käuflich. Das geht ASngebot reicht von kleinen Karamelltörtchen, Quiche Provence, Käsekuchen bis hin zu feinen Tartes. Alles sieht frisch produziert aus und das Angebot wechselt auch.

Wir bestellten den Klassiker… das Große Französische Frühstück… man glaubt es kaum. Neben dem leckeren Brot wird da eine Auswahl an verschiedenen Wurst- & Käsesorten die unverwechselbare Entenrillettes gereicht. Ein Traum. Kostet zusammen schon einen stolzen Taler, teilt man es sich aber, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Gekochte Bioeier gibt es der Order entsprechend gereicht und die Qualität der Kaffeegetränke sind auch in Ordnung.

Natürlich ist beim “Petit Dejeuner” eine Lektüre von Nöten. Neben ausgesuchter heimischer/ regionaler Presse gibt es auch noch original Comics in französischer Sprache. Auch nicht gerade selbstverständlich.

Wer sich ein Stück Paris nach Hause nehmen möchte, hat die Möglichkeit sich recht viele der eingemachten Spezialitäten zu erstehen. Wird wohl eher bei den sich ab und an hierhin verlaufenden Touristen ziehen, denn der Berliner kommt dann doch lieber zum Frühstück wieder. Vor allen Dingen zur frühen Stund`, denn da verwöhnt einem die Morgensonne, welche bei heiterem Wetter jeden Tag den Laden auf der Ostseite streift, den Start in den schöpferischen Tag. Wo ist mein iPad? (“Ach ja ich habe ja noch gar keins, ich komme trozdem wieder”).

Café Fleury
Weinbergsweg 20, 10119 Berlin
Öffnungszeiten von Montag-Freitag: 8-22 Uhr & Samstag und Sonntag:10-22h.
*Kreativenelite= Individuum mit wenigstens einem Apple- Produkt ausgestattet, welches gut sichtbar am eigenem Körper platziert zu sein hat; derzeit mit Slim- Hosen (weiß, schwarz oder grau aber auch rot) und leichten Shirts (wahlweise lila oder auch grün), Discountlatschern, und dem obligatorischem Tuch (bei Wind und Wetter gerne aber auch Sonne) ausgestattet; unterwegs stets mit einer italienischen, koffeinhaltigen noch dazu heißen Kaffeespezialität ausgestattet natürlich “To Go” mit lactosefreier Sojamilch oder aber in Ausnahmefällen ein “Smoothie Mango”; normalerweise nicht vor 15 Uhr wach… für ein Frühstück beim bezeichneten Franzosen muß er das auch nicht früher sein, denn hier gibt es Frühstück den ganzen Tag