Die Inspirationsquelle

Bei der alltäglichen Nahrungsbeschaffung im Supermarkt ist das hin und wieder eine eher eingefahrene Sache. Man erwischt sich zunehmend dabei, immer wieder für die gleichen Gerichte Ware einzukaufen. In einigen Berliner REWE- Märkten steht seit kurzem für diese Fälle ein sogenannter Inspirationsmacher bereit, der mit verschiedenen Eingebungen kulinarischer Art aufwartet. Meine Aufgabe war es nun, solch einen Automaten zu testen. Mir als Profi sollte das natürlich nicht allzu schwer fallen, möchte man meinen.

rewe-hungrigaufneues-BerlinerSpeisemeisterei-Inspirationsmaschine_1 - 09. Dezember 2013 - 001
“Hungrig auf Neues”

So drückte ich den Knopf und heraus kam diese Karte. Man meinte es wohl besonders gut mit mir, denn ich sollte also die Dinge zu einem kreativen Gericht verarbeiten, welche man anderen beim Versagen an den Kopf wirft, na wunderbar!

“Die Herausforderung”

Stark irritiert statt inspiriert ging es gleich mit dem Einkauf weiter. Zwei Artikel fielen mir sofort ein und mussten obligatorischer Weise in den Korb gelangen. Die Wahl fiel natürlich auf Eier und Tomaten, die wohl beliebtesten Hilfsmittel bei solchen Anlässen. Auch möchte ich meinen, dass bei einigen ganz speziellen Dilettanten gerne auch mal der ein oder andere Salat an den Kopf flog, so dass ich mich entschloss, Feldsalat mit einzupacken. Eine Kugel Büffelmozzarella durfte es auch noch sein.

Berliner Speisemeisterei - Heute esse ich mal nur Dinge die bei schlechten Auftritten geworfen werden - 003 (1 von 16)
“Wurfgeschosse”

Hat man sich erst einmal in ein Thema hineingesteigert, kommen einem sehr schnell verwertbare Ideen. So viele, dass ich mich nicht mit nur einem Gericht abgeben wollte, es durfte meiner Meinung nach auch gerne noch ein kleiner süßer Snack sein. So griff ich beherzt bei den Feigen zu, die machen sich bestimmt gut als Wurfgeschosse. Ein paar getrocknete Trauben und Bananen wanderten auch noch in den Korb, so dass ich mir bald genug zusammen gestellt hatte, um daraus ein leckeres pikantes Gericht samt süßem Nachtisch zu kredenzen.

Bei dem ersten Gang entschied ich mich für eine meiner liebsten Garmethoden bei Eiern, dem Pochieren. Man bekommt das Ei außerhalb der Schale noch viel zarter gegart und es ist in Verbindung mit einer passenden Sauce ein gar himmlisches Geschmackserlebnis. Ich habe mich für eine milde Tomatensauce entschieden, die ich zusammen mit dem Mozzarella, dem Feldsalat und ein wenig altem Balsamicoessig anrichtete. Diesen Gang möchte ich auf diese Art keinem mehr an den Kopf werfen, es wäre viel besser ein unwiderstehliches Versöhnungsangebot.

“Eigenetlich viel zu Schade, um es einfach wegzuwerfen!”

Das Dessert sollte noch viel mehr einschlagen, es durfte sogar richtig knallen, denn ich legte die getrocknete Traubenmischung in Jack Daniels Whiskey ein. Der konnte so zusammen mit etwas Traubensaft über einen Tag einziehen. Danach habe ich diese Trauben mit dem Fond noch eingekocht. So bildeten diese eingelegten Trockenfrüchte mit den frisch aufgeschnittenen Feigen, etwas Müsli und einem abgedrehten Bananeneis die Basis für meinen zweiten Teil. Ich war sehr zufrieden.

Rehydrierte Trauben à la Jack DanielsJack Daniels Honey (13 von 46) - 22. August 2013 - 001

Zutaten:

100 g getrocknete Trauben oder
200 g kernlose Weintrauben
100 ml Jack Daniels Whiskey Honey
200 ml Traubensaft
30 g Zucker

Zubereitung:

1. Möchte man die Trauben selbst trocknen, so werden die kernlosen Trauben nach dem Waschen im Dörrautomaten bei 50 °C für ca. 24 h getrocknet
2. Nach dem Trocknen nun die Trauben in dem Jack Daniels und Traubensaft einlegen und quellen lassen
3. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit den eingelegten Trauben und dem Fond aufgießen
4. Das Ganze so lange einkochen bis der Fond fast komplett eingekocht ist
5. Aus dem Topf herausnehmen und auskühlen lassen

Die Erfahrung mit dem Inspirationsmacher hat mich überzeugt, denn beschäftigt sich man erst einmal über einen kurzen Zeitraum mit dem zuerst ungewöhnlichen lukullischen Fingerzeig, kommen einem doch nach und nach wirklich sehr schnell unglaublich viele Ideen in den Sinn. So erging es mir und ich bin mir sicher, Euer erster Versuch damit, wird auch von Erfolg gekrönt sein. PS: Wer mehr Impressionen des Einkaufs dieser Zutaten sehen möchte, kann diese auf der Aktionsseite von REWE abrufen!

Rewe

Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

Burger in der Gegenüberstellung

Es ist wieder Mittwoch. Dieser Tag hat sich in letzter Zeit als der Aktionstag von REWE etabliert. Ich bekomme vorher immer eine Vorgabe, der ich mich vollkommen unbefangen widmen kann. Mit fünf weiteren Foodbloggern gehe ich so den verschiedensten Themen nach. Als bei einem dieser Blogs der Anlass „Fast Food“ war, freute ich mich innerlich ein wenig, da ich schon irgendwie befürchtet hatte, dass ein Schreiberling sich damit auseinander setzen muss. Der Kelch war offensichtlich an mir vorüber gegangen. Doch weit gefehlt. Ich bekam zwei Wochen später per Mail folgende Aufgabe gesandt:

„Heute koche ich Fast Food selbst.“

Na klasse!

Heute koche ich Fast Food einmal selbst-4488 - 21. November 2013 - 001
Burgermeister in Kreuzberg

Im Volksmund ist der Koch ja ein Fast Food Verweigerer. Das ist ein Image, welches so nicht stimmt. In den Jahren als „Commis de Cuisine“ (Jungkoch), wo der Stoffwechsel noch zu 100 % mitgespielt und auch nichts gegen Mahlzeiten um 2 Uhr morgens etwas einzuwenden hatte, gab es nicht wenige Feierabende, die man bei „Burger King“ oder „Mc Donalds“ mit einem letzten Abendmahl einläutete. Doch wie hatte einst ein berühmter Philosoph (¿) es beschrieben: „Zeiten ändern Dich“. So entwickelten sich mit den Jahren auch die Ansprüche und Essensgewohnheiten. Der jährliche Burgerkonsum lag klar im unteren einstelligen Bereich. Das sollte sich diesen Monat also ändern.

So stellte sich nun die Frage, was es denn für ein gutes Stück sein soll. Blieb ich bei der klassischen Variante, oder soll es doch extravaganter sein? Ich entschied mich zuerst einmal dafür mich nicht zu entscheiden. Ich wollte mich selbst zu Anfang inspirieren lassen, und wer kann das in Berlin besser als der „Burgermeister“, der Name soll dort ja schließlich auch Programm sein.

Heute koche ich Fast Food einmal selbst-4486 - 21. November 2013 - 001_

So lud ich einen Kollegen, mein Burgerexperte meines Vertrauens sozusagen, ein, sich mit mir dort eine Geschmacksprobe zu unterziehen. Er musste nicht lange überredet werden, er ist ja schließlich noch ein recht junger Koch. Wie es sich für einen ordentlichen Burgermeister gehört ist dort auch alles wie auf einem normalen Amt geregelt. Man zieht direkt nach der Bestellung eine Nummer, eine Wartenummer. Mein Partner entschied sich für den „Meister aller Klassen“ und ich nahm den „Meisterburger“. Nach zehn kurzweiligen Minuten waren sie dann auch schon fertig. Rein optisch sind sie schon sehr ansprechend gewesen, gerade das Brot sah wirklich delikat aus.

Heute koche ich Fast Food einmal selbst-4499 - 21. November 2013 - 005
“Meisterburger” & “Meister aller Klassen”

Die ersten Bissen hielten auch, was das Stadtgeflüster in Berlin so versprach. Sie sind einfach lecker. Super saftiges Fleisch mit tollen Noten von Raucharomen, die durch die BBQ Sauce ihren Weg ins Brötchen fanden. Auch das Wohlbefinden in den Stunden danach war auf absolut erträglichem Niveau. Ich fand den Burger einfach sehr gelungen und der Preis hat uns jetzt auch nicht weg gefegt. Wir kamen mit den 2 Burgern und je einem koffeinhaltigen Softgetränk ganz szenischer Art auf insgesamt 12 € und ein paar Zerquetschte.

Wenn man sich einen aussagekräftigen Querschnitt des Qualitätsniveaus der Burger darstellen möchte, kommt man nicht darum herum, sich auch die dunkle Seite der Macht anzunehmen. Das soll heißen, dass ich mich zu einem der zwei „Global Playern“ begeben habe. Bei „Burger King“ kehrte ich ein, um mir ein preislich vergleichbares Konkurrenzprodukt nicht nur anzusehen, sondern auch zu verzehren. Aber es ist ja für einen guten Zweck. Ich bestellte einen Whopper und zu meinem Glück musste der neu hergestellt werden. Nach einer kurzen Verweildauer von ca. 3 Minuten bekam ich diesen für den Erlös von 3,89 €, das unterbot den „Meisterburger“ nur geringfügig.

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“Die dunkle Seite der Macht”

Die Dinge, welche ich bei der ersten Geschmacksprobe schätzen gelernt habe, fallen hier durchweg negativ auf. Zu allererst irritierte mich dieser sehr seltsame Geruch , er roch nicht lecker sondern einfach nur eigenartig, fast muffig. Was danach sofort auffiel, ist die wirklich lieblose Präsentation. Er sieht „frisch“ schon nicht sehr appetitlich aus und wirkt irgendwie schlapp. Das Ganze  erst recht, seit dem die Macher entschieden haben, dass Burger nicht mehr getoastet sondern nur noch angewärmt werden müssen. Das ist für mich ein absolutes „No- Go“. Nach dem ersten Bissen stellte sich bei mir die Lust nach mehr schlagartig ein und ich spülte schnell mit klarem Wasser hinterher, entledigte mich dem Ding und überlegte mir meine eigene Variante. Eine Kopie sollte es nicht sein, und einen klassischen Burger wollte ich nicht zubereiten.

So kam ich nach einigem Hin und Her auf die Idee einen „Caesar Salad“- Burger zu bauen. Gesagt, getan. Zu Hause ging ich rasch ans Werk und bastelte an meinem Burger herum. Eigentlich war die Produktion der einzelnen Bestandteile auch nicht sonderlich schwer. Ich legte dabei einen großen Schwerpunkt auf die Frische der Zutaten. So liebe ich knackigen Kopfsalat und frische Salatgurken als Komponenten. Tomaten dürfen natürlich auch nicht fehlen, genauso wenig, wie der Cheddarkäse zum Überbacken. Was einen Caesar- Salad- Burger ausmacht, ist natürlich die Sauce, welche ohne Parmesan nicht auskommt. Es folgen noch Joghurt, Senf, und Mayonnaise. Für die komplette Zusammenstellung, also mein „Mise- en place“, benötigte ich nicht mal 15 Minuten. Das kann man wirklich deswegen schon Fast Food nennen. Nur das Zusammenbauen folgte jetzt noch und dann konnte die Gegenüberstellung gegen mit dem Whopper, den ich mir dafür noch erstanden hatte, beginnen. Nach weiteren 10 Minuten kam ich dann zu folgendem Ergebnis.

Ich denke das Bild spricht für sich, auch wenn ich selbst bei meinem Burger einige Schwachpunkte ausfindig machen konnte. Das Äußerliche war für meine Begriffe absolut in Ordnung, fast schon verführerisch. Beim Reinbeißen konnte mich auch der Gesamtgeschmack überzeugen. Doch stellte ich fest, dass die Brotsorte, für die ich mich entschieden hatte, etwas zu trocken schien. Es war schon etwas störend aber ich war trotzdem zufrieden.

So wusste ich, dass ich beim nächsten Versuch, anderes Brot mitbringen sollte, wobei ich beim Thema Burgerbrötchen sofort an die Kochbuchbesprechung von Jürgen Dollase denken muss. Der beurteilte zufälligerweise diese Woche ein Buch, welches diverse Burgerrezepte beinhaltete. Auch gab es dort die ein oder andere untypische Zubereitung dieses „Snacks“, jedoch empfahl er beim Verzehr die Brotmenge bei den Burgern zu reduzieren. Man könne so noch stärker in den Genuss der hochwertigen Zutaten kommen, die so durch das Brot überlagert werden.

Burger Duo - 24. November 2013 - 002_
Gegenüberstellung

Ich denke, an den Imbissständen wird sich diese These wahrscheinlich nicht in die Praxis umsetzen lassen, es gäbe mit Sicherheit viel Sauerei ohne den schützenden Deckel. Auch denke ich, werden die meisten Kunden wohl nur sehr ungerne mit Messer und Gabel an der Bude speisen.

Mir hat der Test aber auf jeden Fall gezeigt, dass ich zwar nicht an den „Burgermeister“ heran komme (noch nicht!), aber mit gar nicht mal viel Zeitaufwand sich ein erheblich besserer Burger herstellen lässt, als er mir hier von den großen Ketten angeboten wird. Und das beweist hier auf ganz großartige Art und Weise ein Blogger- Urgestein. Er heißt Uwe Spitzmüller und bloggt schon seit 2009 auf highfoodality.com was das Zeug hält. Unter anderem halt auch über Burger, und die können sich wirklich sehen lassen. Eine kleine Auswahl, was man denn mit ein wenig Erfahrung so alles mit dem Brötchen und Pallets anstellen kann, hat er mir für Euch zur Verfügung gestellt. Et voilà!

Rewe

 

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1 Auster, keine Perle aber viel Grünzeugs

Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer (1 von 13)Zuletzt beschrieb ich Euch ja die Bedeutung meiner Lieblingsfarbe in kulinarischer Hinsicht.  Mit der Wahl auf „Grün“ stand ich bei diesem Thema nicht alleine da. Auch die zwei „Blogger- Kollegen“ vom „Kraut|Kopf“ teilen mit mir diese Meinung. Sie kredenzten einen erfrischenden und vitalisierenden Gurken- Smoothie, welcher als Hauptbestandteile Apfel und Gurken beinhaltete.

Ganz ähnlich geht es bei mir beim heutigen Gang zu, welcher dem Inspirationsthema „Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer“. Bei mir beschränken sich die „Dinge aus dem Meer“ auf die 2 Hauptdarsteller, der Jakobsmuschel und der Maldon- Auster, wobei ich seit geraumer Zeit nicht mehr Speisen getreu dem Motto: „Welchen Fisch oder welches Fleischprodukt möchtest Du heute wie darstellen“ koche. Es kommt immer häufiger vor, dass man sich fast schon erst die Gemüse- und/oder die Obstsorten im Kopf zusammen stellt und danach schließlich die Frage kommt, sollte es denn wirklich notwendig sein, “Welches Tier passt denn nun dazu”. Solch eine Aufwertung der fleischlosen Komponenten war längst überfällig und vollzieht sich immer mehr, da ich finde, der Umgang immer offener und kreativer wird.

Auch der Einsatz neuer oder bisher unentdeckter Produkte schließt das nicht aus.

Seit über einem Jahr verkaufen wir im Restaurant ausschließlich die Maldon- Auster. Diese aus England stammende Auster ist für meine Begriffe stets sehr prall und im Geschmack umschreibt sie mein Lieferant als „nussig/ meerig“. Es gibt bestimmt nicht wenige unter Euch, die sich dem Verzehr sträuben. Nach meinen allerersten Austern tat ich das auch, aber mit der Zeit bin ich dann auch auf den Geschmack gekommen. Der richtige Begleiter muss mir jedoch dazu gereicht werden, was uns wieder zu dem zu Anfang erwähnten Smoothie von Yannic und Susann führt. Denn so ähnlich ist auch mein geliertes Gurken- Apfelsüppchen aufgebaut, welches mit entsafteten Gurken und Äpfeln hergestellt wird. Auch eine fleischlose Bindung wird mir mit Xanthan ermöglicht, so dass ich dieses Süppchen von der Viskosität her zähflüssiger gestalten kann, ohne auf die altbekannte Gelatine zurück greifen zu müssen.

Rezept für das Gurken- Apfelsüppchen
Zutaten:
5 Stück Gurken
5 Stück Granny Smith Äpfel
Apfelessig
Salz, Pfeffer, Zucker
2 g Xanthan auf 600 ml Fond

Zubereitung:
1. Die Gurken und Äpfel werden entsaftet.
2. Den Fond abschmecken und entsprechend der Menge mit Xanthan abbinden.
3. Gut mixen und passieren.
4. Brunoise von Gurke & Apfel in gleichen Teilen vor dem Anrichten zugeben.

Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer (9 von 13)
Maldon Auster & Jakobsmuschel | Gurke | Apfel

So kommt es, dass ich neben dieser Auster noch gebratene Jakobmuschel, Gurkenchutney, 3x Apfel (Apfelblüten, Apfelgelee mit Joghurt, frisch geschnittene Apfelscheiben) & Wildkräuter anrichte.

Den meerigen Geschmack konnte ich zu dem noch mit dem tollen Gewürz namens „Dill- Nori“- Sprinkles unterstützen. Diese Gewürzmischung wird von Bettina Matthaei vertrieben, welche kürzlich in Ihrem Buch viele Ihrer Weisheiten zusammenfasste. Es beinhaltet neben geröstetem Sesam noch Rosenblütenblätter, Norialgen, Salz und Dillblüten. Einfach traumhaft und ich habe bisher noch kein vergleichbare Mischung gefunden.

Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer (11 von 13)
Heute esse ich nur Dinge aus dem Meer

So mache ich mir die Auster schmackhaft, welche mir bei unserer ersten Begegnung so gar nicht schmecken wollte, auf diese Art und Weise aber ist sie für mich doch sehr begehrenswert.

Rewe

 

Hinweis der Redaktion: Dies ist ein gesponserter Artikel.

Heute koche ich meine Lieblingsfarbe

unbenannt (148 von 166)-1751 - 17. März 2013 - 004
“Thunfisch & Gänseleber | Kräuterrisotto | Kräutersalat”

Das REWE- Projekt ist nun in vollen Zügen. Viele Posts hat es bis heute auf den verschiedensten Blogs gegeben. Jeder der teilnehmenden Blogger konnte zeigen, was er so auf dem Kasten hat, um Euch das Kochen am heimischen Herd mit neuen Inspirationsquellen aufzufrischen. Mir macht es einen heiden Spaß, da ich selbst auch gezwungen bin, meine manchmal auch eingefahrene Rituale neu zu beleuchten und zu hinterfragen.

Doch heute seid Ihr am Zug!

REWE möchte nun von Euch wissen, was Kochen für Euch bedeutet. Dafür haben sie sich den Inspirationsmacher „Heute koche ich meine Lieblingsfarbe“ ausgedacht. Unter diesem Aspekt, dürft Ihr Euch eine Woche Gedanken machen, was Ihr mit Eurer Lieblingsfarbe so rein kochtechnisch verbindet. Das klingt im ersten Moment recht komisch, ist aber eigentlich sehr einfach. Erst letztes Jahr konnten wir doch mit dem fantastischen Blogevent von Uwe bestaunen, was da so alles geht. Unter dem Namen „Cookbook of Colors“ sammelte er zu den verschiedensten Farben Gerichte mit ihren Rezepten.

Natürlich darf ich Euch einen kleinen Vorgeschmack geben und präsentiere Euch meine Lieblingsfarbe als Gericht. Es handelt sich um die  Farbe „Grün“. Sie symbolisiert für mich jedes Jahr aufs Neue das Frühlingserwachen, welches stets damit verbunden ist, dass die Saison der Kräuter wieder in den Startlöchern steht. Sie sind für mich enorm wichtig in der Speisenbereitung geworden, kann man doch mit ihnen den Geschmack in vielerlei Hinsicht lenken und verstärken. Ein Beispiel für diese tolle Farbe ist das Kräuterrisotto mit Thunfisch, Gänseleber und Kräutersalat. Für mich gibt es kaum eine erfrischendere Möglichkeit ein Risotto zu genießen.

unbenannt (150 von 166)-1749 - 17. März 2013 - 005
“Grün” | #hungrigaufneues

In diesem Sinne hoffe ich auf viele Beiträge von Euch. Den veröffentlicht Ihr am besten in Form zweier Bilder (ein Foto Eurer Zutat und dem fertigen Gericht) unter Eurem Instagram Account mit dem Hashtag „hunrigaufneues“. Ich werde also mein Bild mit #hungrigaufneues gleich posten und bin gespannt auf Eure Beträge.

Rewe

 

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Eine süße (N)ostalgie von Kaffee und Schokolade!

“Kaffee”

Die Rewe- Aktion stellt einen doch vor so manche Herausforderungen. Manchmal möchte einem bei dem vorgeschlagenen Inspirationsthema einfach nicht einfallen. Da gab es in den vergangenen Wochen schon so einiges an Hin und Her. Bei dieser Aufgabe fiel es mir jedoch alles andere als schwer, das zu definieren, was mich beim Verzehr glücklich macht. Ich selbst bin ein passionierter Schokoladenfan. Ich ziehe die Schokolade allem vor. Es gibt kaum etwas anderes Genießbares, welches ich ebenso wertschätze. Aber eine Sache gibt es noch. Den Kaffee.

Es gab einst ein Projekt namens „So viel lebst Du“, welches unter anderem darstellte, wieviele Tassen Kaffee ein Mensch in seinem Leben konsumiert. Man baute dafür 77.000 Becher auf, ich möchte meinen, das würde bei mir nicht reichen, derart regelmäßig und gerne trinke ich dieses koffeinhaltige Heißgetränk.

So kann ich von mir behaupten, dass mich eine Tasse Kaffee als auch ein Stück gute Schokolade glücklich macht. Beides zusammen scheint wohl eine explosive Mischung zu sein. Nicht selten aber stelle ich dieses Zusammenspiel in meinen Gerichten dar. Gerade die kalten Monate im Herbst und Winter bieten sich für solche Aromenspiele an.

So habe ich mich an eine Adaption eines französischen Kaffeegetränks gewagt und den „Café au lait“ als Dessert aufleben lassen. So gibt es in einer Kuppelform ein gefülltes Birnenmousse,  Portweinbirne, Kaffeecreme, Gewürzkaffeeeis und Atsinakresse. Atsinakresse ist eine nach Anis schmeckende Sorte, welche wunderbar zu Dessertspeisen passt. Unterstützt werden die verschiedenen Komponenten immer auch durch ein wenig oder auch mal mehr Schokolade.

Milchmädchen- - 09. November 2013 - 001
Die zwei Protagonisten werden zudem noch passend durch eine (n-)ostalgische Kaffeezutat unterstützt. Die Rede ist vom Milchmädchen. Eines der wenigen „Ost“- Produkte, das bis heute erhalten blieb. Das Milchmädchen ist nach wie vor eine gesüßte Kondensmilch und wird von mir mit ein wenig Frischkäse zu einer spritzfähigen Masse verarbeitet und mit den anderen Zutaten auf dem Teller angerichtet.

Sowas stimmt mich beim Verzehr glücklich, einigen Gästen erging es ebenso.

Brasserie Le Faubourg September 2012 (98 von 157)-1405 - 26. September 2012 - 004
“Café au lait”

 

Rezept für das Gewürzkaffeeeis

Zutaten
0,5 Liter Sahne
15g Instant-Kaffee
35g Kaffeebohnen
1 Gewürznelken
1 Vanilleschoten
1 Lorbeerblätter
10 Koriandersamen
4 Eigelb
2 Eier
100g Zucker
75g weiße Kuvertüre
5ml Cognac
10ml Whisky

Brasserie Le Faubourg September 2012 (95 von 157) - 26. September 2012 - 003
“Kaffee & Schokolade”

Zubereitung
1. Die Sahne zusammen mit dem Instant- Kafee, den Kaffeebohnen und Nelken erhitzen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach passieren.
2. Erneut aufkochen.
3. In der Zwischenzeit die Eigelbe, die Eier und den Zucker in einer Schüssel cremig aufschlagen.
4. Die Kaffeemischung zu den Eiern geben.
5. Von der Hitze nehmen und den Alkohol und die klein geschnittene Kuvertüre zugeben und auflösen.
5. Im Kühlschrank auskühlen lassen und danach in einer Eismaschine abdrehen.

Brasserie Le Faubourg September 2012 (91 von 157)-1410 - 26. September 2012 - 002
“Birnenmousse | Kaffeecreme | Gewürzkaffeeeis | Milchmädchen”

Rewe

 

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Eisbein & Sauerkraut

Kürzlich habe ich in einem Posting bei “Trois Etoiles” – einen meiner Lieblingsblogs, wenn es um das Thema Restaurantbewertungen geht – davon gelesen, dass ein Leser aus Österreich sich dort recht lustig über das nationale Verständnis von Kochkultur gemacht hat. Er kam quasi sofort auf das Thema Eisbein und Sauerkraut zu sprechen und verband das mit dem Attribut “bieder”.

Da möchte ich direkt mal einhaken.

Es gibt überhaupt gar keinen Grund, Eisbein mit Sauerkraut bieder zu nennen. Das lernte ich recht schnell in meinen jungen Jahren als Commis de Cuisine im Restaurant “first floor”. Dort kochte ich unter Matthias Buchholz, welcher an dieser Wirkungsstätte satte 13 Jahre in Folge einen Stern im Guide Michelin verteidigte und bis zu 18 Punkte im Gault Millau erreichte. Da bleibt es in einem Berliner Restaurant natürlich nicht aus, dass man sich neben der klassischen französischen Küche,  sich auch mit der deutschen Kochkultur auseinander setzt.

Buchholz 2
Matthias Buchholz | “Gutshof Britz” | © Stefan Abtmeyer

So schuf er mit dem “Eisbeintörtchen mit Champagnerkrautsuppe und Erbse” einen Gang, den ich bis heute immer wieder auf meine Karten nehme. Ich interpretiere dieses Gericht natürlich stets aufs Neue, doch ist er in seinen Grundzügen dem Ursprünglichen sehr nahe.

Deswegen koche ich heute einmal deutsch und darum gibt es heute bourgeois gesagt: “Eisbein, Sauerkraut und Radieschenkresse”.

Heute esse ich mal nur Dinge, die typisch deutsch sind.
“Daikon Cress”

Früher hatte ja das Eisbein für die Bevölkerung in der kühleren nördlichen Gegend die Aufgabe, für Energienachschub zu sorgen. Heutzutage ist natürlich so viel Fett für mich auf dem Teller etwas fehl am Platze. Das gegarte Eisbein wird von diesem überschüssigen Fett und Sehnen befreit und in kleine Würfel geschnitten. Diese werden zusammen mit den anderen Komponenten wie dem fertig zubereiteten Sauerkraut, den Erbsen und Kartoffelwürfeln zusammen in einen Ring gedrückt und auf dem Teller angerichtet. Die Suppe gießt man danach auf. Und fertig ist eine zeitgemäße und vor allen Dingen keine biedere Version von Eisbein mit Sauerkraut.

Rezept für Sauerkrautsuppe

Zutaten
3 Schalotten
50 g Butter
500 g frisches Sauerkraut
100 ml Weißwein
1 l Gemüsefond
500 g Sahne
1 Gewürzbeutel mit 3x Lorbeer, 8x Pimentkörner, 10x Pfefferkörner, Kümmel
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung
1. Das Sauerkraut und fließendem Wasser abspülen.
2. Die Schalotten in feine Streifen schneiden und zusammenmit der Butter in einem breiten Topf anschwitzen.
3. Das Sauerkraut gut abtropfen lassen und mit schwitzen.
4. Mit dem Weißwein ablöschen und ein wenig einkochen lassen.
5. Den Gemüsefond aufgießen und das Gewürzsäckchen zugeben.
6. Ca. 20 bis 30 Minuten köcheln lassen.
7. Die Sahne aufgießen und erneut einmal aufkochen.
8. Mit dem Salz, Pfeffer und dem Zucker abschmecken.
9. Den Beutel herausnehmen und alles gut durch mixen und danach durch ein feines Sieb passieren.
10. Nochmals nachschmecken und servieren.

Und bevor wieder die ganzen Anfragen kommen, welches Geschirr ich hier benutzt habe, dem sei gesagt, dass es die Linie “Light” von ASA- Selection ist, so ganz nebenbei schließt sich auch mit dem Namen des Porzellans der Kreis, so dass wir hier meiner Meinung nach ein ganz und gar nicht hausbackenes Ergebnis präsentiert bekommen. Ich denke darüber nach, dem wohl fachkundigen Zeitgenossen aus Österreich diesen Gang zuzusenden, um dabei behilflich zu sein, dass er seine Ansichten der biederen Küche aus Deutschland mal neu überdenkt.

Rewe

Heute esse ich mal nur Dinge, die typisch deutsch sind.
“Eisbein, Sauerkraut und Radieschenkresse

 

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Ein Narr, wer es liegen lässt

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Heute koche ich einmal Herbst

Der letzte Gang zum Thema “Poppen” von Getreide hatte eine riesige Resonanz entfacht, ich konnte kaum glauben, dass sich so viele für dieses Thema derart stark interessieren. Ich entschied mich diese Technik für Euch erneut aufzugreifen, nur mit einer herbstlichen Variante und zudem den geläufigsten Vertreter von geplatzten Körnern, nämlich dem Mais.

Kein Kinobesuch kommt bei vielen unter Euch ohne das Popcorn aus. Auch zu Hause bereitet schon alleine die Zubereitung einen heiden Spaß, kann man denn bei so großen Körnern den Effekt sehr gut wahrnehmen. Aber nicht nur Popcorn kann man aus dem Mais herstellen. Bei diesem Gang wird der Mais gleich auf dreifache Art zubereitet. Nämlich einer Suppe, den glasierten und auch den glasierten Körnern. Stellte sich nur noch die Frage, welchen Begleiter richtet man zu diesem Trio mit an. Der war schnell gefunden.

cream of corn soup & sot l’y laisse | pea cream | curry popcor
Sot l`y laisse | 3 x Mais | Erbse

 

Dieser ist nicht weniger originell, wie der Mais. Es geht um ein Körperteil des Geflügels, welches unauffällig im hinteren Bereich des Rückens oberhalb der Keulen liegt und nicht auch zuletzt deswegen oft auch übersehen oder gar vergessen wird und daher auch seinen Namen hat.

Sot l`y laisse – “Ein Narr, wer es liegen lässt”.

Eigentlich heißt dieses Stück Fleisch Pfaffenschnittchen und ist ein sehr zart als auch unheimlich intensiv. Es unterscheidet sich auch in der Farbe, welche etwas dunkler ist. Das tolle daran ist, dass man es entweder kurzbraten kann, aber auch Schmoren ist nicht ausgeschlossen. Ich entschied mich bei diesem Teller zum Schmoren, und so gibt es:

 Sot l`y laisse | 3 x Mais | Erbse

Auch ist in Deutschland seit drei bis vier Jahren der Trend in der Gastronomie, Kresse in allen erdenklichen Varianten einzusetzen. Importiert werden diese Gewächse von einem  holländischen Unternehmen namens Koppert Cress und in dessen Sortiment lauern unheimlich viele Geschmacksexplosionen. Ich durfte deren heilige Hallen in Monster betreten und hatte auch das Glück einer Audienz bei dem Erfinder, Rob Baan, dieser teilweise sehr skurrilen Gewächse beizuwohnen. Alleine schon seine spannende Lebensgeschichte war die Reise wert.

So reist er stets mit offenen Augen durch die Welt und lässt sich durch die verschiedenen Regionen führen und entdeckt so für uns unbekannte schmackhafte Gewächse, die nicht selten an vertraute Aromen erinnern. Beispielhaft dafür sind die nach Käse oder auch Austern schmeckenden Blätter mit dem Namen “From Age Leaves” oder “Oyster Leaves”. Er entwickelt ständig neue Kreuzungen, so viele, dass er jährlich auf über 30 neue Sorten kommt. Diese kann er aber nicht sofort auf den Markt bringen, da die Gastronomen sonst den Überblick verlieren.

Eine Kresse hat sich aber seit langem durchgesetzt. Sie sieht sehr filigran aus und schmeckt zudem nach frischen Erbsen. So entschloss ich mich, neben dem Erbsenpüree noch die Affillakresse einzusetzen. Fertig ist der Suppengang.

 

 

Erbsencreme

Zutaten für die Erbsencreme

– 500 g feine Erbsen “TK – Produkt”

– 50 g Schalotten klein geschnitten

– 20 g Bacon klein geschnitten

– 70 g Kartoffel “mehlig kochend”, geschält und klein geschnitten

– 300 ml Geflügelfond

– 40 g Butter

– Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

Zubereitung der Erbsencreme

1. In einem Topf die Schalotten mit dem Speck ohne Farbe anschwitzen.

2. Kartoffeln zufügen und mit etwas Fond aufgießen.

3. Alles weich köcheln lassen.

4. Erbsen kurz hinzugeben und mit restlichen Fond aufgießen.

5. Mixen und durch ein Passiersieb streichen und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer & Muskat abschmecken.

Heute koche ich einmal Herbst (13 von 14)
Mais

Maiscremesuppe

Zutaten für die Maiscremesuppe

– 1 kg Maiskörner “TK- Produkt”

– 50 g Schalotten klein geschnitten

– 500 ml Gemüsefond

– 100 ml Portwein “weiß”

– 1 Gewürzsack mit 3 Lorbeerblättern, 10 Pimentkörnern, 20 Pfefferkörnern

– 50 g Butter

– 500 g Sahne

– Salz, Muskat & Pfeffer

 

Zubereitung der Maiscremesuppe

1. In einem Topf die Schalotten in der Butter glasig schwitzen.

2. Die Maiskörner hinzufügen und mit schwitzen.

3. Nun mit dem Portwein ablöschen und dem Gemüsefond aufgießen.

4. Den Gewürzbeutel zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln.

5. Die Sahne zugeben und einmal aufkochen.

6. Den Gewürzbeutel herausnehmen und mit einem Pürierstab die Suppe fein mixen.

7. Durch ein Haarsieb passieren und mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken.

Sot l`y laisse

Zutaten für die Sot l`y laisse

– 200 g Sot l`y laisse “schier”

– Pflanzenöl

– 50 ml Rotwein

– 50 ml Portwein “rot”

– je 50 g Karotten, Schalotten, Knollensellerie in 2 cm große Würfel geschnitten

– 200 ml Geflügelfond

– 2 Lorbeerblätter, 5 Pimentkörner, 10 Pfefferkörner

– Salz, Muskat & Pfeffer

– 50 g kalte Butter in Würfel (2 cm) geschnitten

 

Zubereitung der Maiscremesuppe

1. Die Sot l`y laisse in einer breiten mit etwas Pflanzenöl heiß anbraten.

2. Das Wurzelgemüse zugeben und mit rösten.

3. Mit dem Portwein und Rotwein ablöschen und reduzieren.

4. Den Geflügelfond aufgießen und bei mittlerer Temperatur abgedeckt mit den Gewürzen köcheln lassen bis das Fleisch weich ist und sich leicht von einer Fleischgabel löst.

5. Das Geflügelfleisch herausnehmen und beiseite stellen. Den Fond durch ein feines Sieb passieren, aufkochen und mit den Butterwürfeln aufmontieren.

6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

7. Die Sot l`y laisse vor dem Anrichten in der Sauce erwärmen.

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Quinoa

Ein anderes Gesmackserlebnis

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Quinoa

Ich habe mich schon so oft gefragt, wie denn der Gast mit neuen spannenden Elementen auf dem Teller zu überraschen sei. Wichtig dabei ist mir immer der Mehrwert, den das Produkt haben soll, ohne nur durch zu viel Getöse und Tamtam am Ende doch geschmacklos über die Zunge zu gehen. Eine herbstliche Vorspeise war nun schon zusammen gestellt und eigentlich schon fix und fertig.

Konzipiert war ein Parfait von Gänseleber gebettet auf französischem Gewürzbrot. Ein Klassiker, welcher international auch auf den Namen „Pain d`epices“ hört, und von mir immer wieder zu Gänseleber aufgegriffen wird. Daneben gesellen sich ein Chutney aus der Kakifrucht, sowie eine geschmeidige Ziegenfrischkäsecreme. Soviel stand schon einmal fest.

Doch irgendwie fehlte der letzte Kniff.

Dieser entsprang beim morgendlichen Frühstück. Es war mal wieder keine Zeit und es musste eine Schüssel voller „Kellog`s Smacks“ herhalten. Und schon war es geschehen, der Götterfunke sprang über. Ich brauchte solch ein Produkt auf meiner Vorspeise. Knusprig und von einer leichten Süße könnte es den gewünschten Spannungsbogen liefern. Doch welches Getreide konnte ich dafür hernehmen und wie funktioniert das?

Eine ehemalige Kollegin aus dem „first floor“ half mir da weiter. Quinoa wäre in Ihren Augen eine gute Alternative. Aber was ist Quinoa überhaupt. Eine kleine Stippvisite auf Wikipedia half da weiter.

Quinoa
Nachgeschlagen …

 

So war die Lösung schnell gefunden und nun galt es, das Ganze in die Tat umzusetzen. Doch viel Geduld musste dafür her, denn so ein gepopptes Quinoakorn braucht sehr lange, bis es zubereitet ist. Zuerst wird es sehr weich gekocht und danach gut abgespült. Zum Glück haben wir einen Dörrautomaten in der Küche stehen, dieser ist nämlich von Nöten. Das Korn muss nämlich fast einen halben Tag getrocknet werden. Nach dem Trocknen ist das Quinoa unglaublich hart und für mich war es nun kaum vorstellbar, dass aus dieser festen Feldfrucht noch ein crunchiges Geschmackslerlebnis werden würde.
Doch weit gefehlt, es brauchte noch einen Frittiervorgang in sehr heißem Fett, was das Quinoa nun dazu bringt, schlagartig aufzuplatzen. Das mag rein optisch nicht so dramatisch erscheinen, wie bei dem Popcorn, im Mund aber gibt es ein smackhaftiges Erlebnis. Um diesen noch näher zu kommen, habe ich mich noch dazu entschlossen, diesen Knusper durch Karamell zu ziehen. Und da die kochende Zunft heutzutage ein Konzept gerne auf verschiedene Art und Weise darstellt, habe ich noch ein Popcorneis zubereitet und fertig ist die Vorspeise:

Gänseleber | Kaki | Pain d`epices | Popcorneis | Portulak

Winterkarte 2012-2013 (17 von 180)-1475 - 09. Januar 2013 - 003
Die fertige Vorspeise

Und so bewahrheitet sich wieder einmal aufs Neue, die These, dass auch noch so kleine Gegebenheiten große Inspirationsgeber sein können.

Rezept für die gepoppten Quinoa

Zutaten100 g Quinoa

50 g Butter
3 EL Zucker
1 l Frittierfett

Zubereitung
1. Die Quinoa in kochendem Wasser ca. 20 bis 30 Minuten sehr weich kochen
2. Die Quinoa abschütten und mit klarem Wasser gut nachspülen
3. In einem Dörrautomaten diese nun ca. 12 h bei 60 Grad C trocknen
4. Bei ca 180 bis 200 Grad Celsius die getrockneten Körner ausfrittieren bis sie knusprig und goldbraun sind, danach auf einem Küchentuch entfetten
5. Den Zucker in einer breiten Pfanne karamellisieren und die Butter zugeben
6.Die gerösteten Quinoa zugeben und kurz durchrühren, aus der Pfanne herausnehmen und auskühlen lassen

Winterkarte 2012-2013 (13 von 180)-1501 - 09. Januar 2013 - 001
Gänseleber | Kaki | Pain d`epices | Popcorneis | Portulak

PS: Meine Kollegin entgegnete mir, dass man außerdem auch Fisch und Tierprodukte poppen lassen kann. Man denke an Schinkenspicker (Schweinebauch) oder Lachsknusper aus seiner Haut.

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Steckrübe

Das Projekt: Bleib hungrig auf Neues.

logo-quadrat-grauViele verschiedene Ideen gingen mir durch den Kopf, nachdem man an mich heran trat, um doch für eine von REWE unterstützte Aktion für 3 Monate Inspirationsgeber für dessen Konsumenten zu sein. Die Headline für dieses Projekt lautet „Bleib hungrig auf Neues“. Warum eigentlich nicht?

Die Befürchtungen, das Konzept des eigentlichen Blogs würde durch so etwas leicht verwaschen, konnten zum Glück sofort nach den ersten Gesprächen mit den Machern zerstreut werden. Mir bleibt die absolute Entscheidungshoheit und ich werde also absolut unbefangen mich den vorgeschlagenen Denkanstößen widmen können.

Den ersten positiven Effekt habe ich schon vor dem offiziellen Start gehabt. Da ich immer auf der Suche nach weiteren interessanten Blogs bin, freue ich mich stets aufs Neue, auf solche zu stoßen. Die 5 weiteren Teilnehmer in dieser illustren Runde sind unter anderem Vera von „Nicest Things“, Yannic und Susann von „Kraut- Kopf“ und Yvonnes Blog „Fräulein Klein“. Der Blog von David namens „Pommes des garcons“ stach mir sehr ins Auge. Ein sehr ansprechendes Design und gerade auch der Inhalt, welcher sehr differenziert daher kommt und einen pflichtgemäßen Wochenbesuch meinerseits bei mir nun einfordert, fesselten mich sofort.

Verschiedenste Kategorien oder auch Themen werden als Motivation von REWE genannt, man kann sich aber auch nach seinem eigenem Gusto in der lukullischen Welt austoben.

Steckrübencreme & Feldsalat (17 von 86) - 02. Februar 2013 - 001
Feldsalat

Der erste Beitrag soll nun also ins Glas, da bietet es sich für mich doch an, die soeben erstandene Steckrübe samt Feldsalat zu einer kulinarischen Symbiose verschmelzen zu lassen. Aber mit einer puren Suppe soll es nicht getan sein. Für die krosse als auch cremige Textur fehlt da noch ein wenig Knäckebröd mit Ziegenfrischkäse, jawohl. So lässt sich das viel besser an den Mann bringen und dient bei diesen doch schon recht kühleren Tagen wunderbar als kraftgebende Snack- Attack.

Steckrübencreme | Feldsalat | Ziegenkäse | Knäckebröd

Um das Ganze so ins transparente Behältnis abfüllen zu können, bedarf es folgender Zutaten, welche nach dem Erwerb die beigefügten Zubereitungsmethoden durchlaufen sollten. So dann ans Werk!

Steckrübencreme & Feldsalat (56 von 86) - 02. Februar 2013 - 002
Steckrübencreme | Feldsalat | Ziegenkäse | Knäckebröd

Zutaten für die Steckrübensuppe

400 g Steckrübenwürfel (2cm)
3 x Schalotten „klein geschnitten“
100 g Weißwein
1000 g Gemüsefond
1 x Gewürzbeutel (2x Lorbeerblatt, 5 Pimentkörner, 10 Pfefferkörner)
Salz, Pfeffer, Muskat gerieben
Balsamicoessig „weiß“
50 g Butter

Zubereitung

  1. Die Butter in einem breiten Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig schwitzen
  2. Die Steckrübenwürfel zugeben und mitschwitzen
  3. Mit dem Weißwein ablöschen, reduzieren und danach den Gemüsefond aufgießen
  4. Den Gewürzbeutel zugeben und alles bei mäßiger Temperatur köcheln lassen, bis die Steckrübe sich leicht mit einem Löffel zerdrücken lässt
  5. Den Beutel herausnehmen und mit einem Stabmixer pürieren
  6. Mit dem Salz, Pfeffer, Muskat und Baslamicoessig abschmecken

Zutaten für den Feldsalatschaum

100 g Feldsalat
100 g Gemüsefond
100 g Schlagsahne
50 g Butter
Salz, Pfeffer, Muskat gerieben

Zubereitung

  1. Die Sahne mit dem Gemüsefond und der Butter aufkochen
  2. Den Fond in einen Standmixer geben und mit dem Feldsalat sehr fein pürieren
  3. Mit Salz, Pfeffer und dem Muskat abschmecken
Steckrübencreme & Feldsalat (79 von 86) - 02. Februar 2013 - 003
“Gar nicht mal so schwer!”

Zutaten für die Ziegenfrischkäsecreme

100 g Ziegenfrischkäse
20 g Milch
1 Spritzer Limettensaft
Salz, Pfeffer
3-4 Scheiben Knäckebröd

Zubereitung

  1. Den Käse und die Milch in einer Schüssel mit Hilfe des Schneebesens zu einer glatten Masse rühren
  2. Mit dem Limettensaft und dem Salz und Pfeffer abschmecken

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