„Kulinarische Kontraste“ – Hans Horberth

„Gleich und Gleich gesellt sich gern“
oder
„Gegensätze ziehen sich an“

In Sachen Partnerschaft sind da wohl die letzten Zweifel vom Tisch, das besagen jedenfalls geführte Studien [1][2]…

Hans Horberth

sogar bei Verhältnissen zwischen Menschen und Hunden [3]. Dort sind ganz klar die sich ähnelnden Partner im Vorteil, da sie auf Dauer länger harmonieren.

Wie sieht es hingegen bei einer der vergänglichsten Künste überhaupt aus… dem Essen?

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„Trust in Taste“ – Michael Hoffmann & Justina Hoegerl

Ein Projekt ganz besonderer Art halte ich derzeit in den Händen. Nicht mehr und nicht weniger als ein Kochbuch für Blinde zu schaffen, hieß das Vorhaben von der Münchner Buchverlegerin Justina Hoegerl. Dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird, konnte sie sich aus ihrer bisher gemachten Erfahrung im Bereich der Kochbucherstellung vermutlich ausmalen. Der Justina Verlag hat es sich nämlich zur ehrenwerten Aufgabe gemacht, Kochbücher vorbei am Mainstream für Menschen mit Erkrankungen oder anderen Handicaps, herauszugeben. So ist das erste vertriebene Buch eines für eiweißarme Ernährung, welches Menschen mit einer bestimmten Stoffwechselstörung entgegen kommt.

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„cuisine passion légère“ Peter Maria Schnurr

„LAUT!”

Möchte man Peter Maria Schnurrs und sein Werk mit einem Wort treffend erklären, so ist dieses wohl eine der Beschreibungen, die sich beim Sichten des Buches weit nach vorne drängen.

Galt es bei den Machern der zuletzt besprochenen Bücher, mittels der gebotenen Gerichte dem Leser die eigene Philosophie des Kochens zu vermitteln, nutzt P.M.S. das Kochbuch als Podium um viele seiner Anschauungen ans Volk zu bringen.
Mittelpunkt ist aber dennoch seine stark polarisierende Küche in Form avantgardistischer Kompositionen, die zum einen viel Anklang finden dürfte,
auf der anderen Seite aber auch mächtig provozieren werden. Das scheint aber ganz im Sinne des Erfinders zu sein.

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„Sven Elverfeld. Das Kochbuch“ Sven Elverfeld & Jan Brinkmann

Die erste Kochbuchrezension in der neuen Kategorie „Kochbuchkritik“, welcher ich mich hier nun regelmäßig widmen werde, legt die Messlatte für alle weiteren zu begutachteten Werke ziemlich hoch. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen, ist dies für mich eines der besten Bücher was mir in letzter Zeit zwischen die Finger gekommen ist.

Es ist nicht nur im Bereich der Food-Ästhetik „State of the Art“, sondern zeigt auch in Gestaltung und Fotografie sehr viel Neues auf.

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